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Problem beim Verbellen unter Trieb
#11
Ööööhm, 8) :daumenhoch:

Danke, wieder was gelernt _b_

Gruß Tina :hallo:
Ein Hund, der bellt, ist mehr wert, als ein Mensch, der lügt.
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#12
Moin Moin,

ich hatte letztens auch so einen "Klemmer", der vor lauter Trieb eine Blockade hatte. Die "Welpenmethode" klappt auch bei solchen Hunden:

Hundeführer steht mit Hund und ca. 3-5 m Leine stumm auf dem Platz. Es ist wichtig, dass hinten die Klappe gehalten wird, da wir das ja vorne öffnen wollen und dafür keine Störung von hinten brauchen können. Der HF steht lediglich da und macht ansonsten gar nichts.

Der Helfer sollte bei solchen Hunden einen ausreichend großen Abstand haben, da die Distanzverringerung die Behebung des Problems blockiert. Der Hund sollte auch nicht fixiert werden.

Ärmel, Kissen oder Lappen an der Leine auf den Boden liegend macht auch der Helfer, was er am besten kann: gar nichts. Der Hund soll ohne Zirkus drum herum bellen und er muss erkennen, dass es sein Bellen ist, dass die Aktionen des Helfers einleitet und lenkt.

Der Hund wird wie gewohnt klemmen und etwas vor sich hin pumpen. Das lassen wir ihn mal machen. Wenn der Beutetrieb ein wenig nachlässt, ist Raum für Ersatzhandlungen: ein kleiner Beller, oder Anfangs auch nur der Ansatz dazu, wird durch Beutebewegung des Helfers bestätigt. Das Kissen fliegt an der Leine durch die Luft und bleibt dann auf der anderen Seite liegen. Der Helfer bewegt sich dabei abwechselnd nach rechts/links und ein klein wenig in Richtung Hund. Ende der Aktion. Der Hund muss erneut bellen bzw. eine Aktion zeigen, die uns in diese Richtung führt, damit der Helfer wieder tätig wird.

Diese Aktionen des Hundes bringen so den Helfer langsam in seine Richtung. Er "ruft" den Helfer quasi herbei und wird dann in der Beute bestätigt. Wichtig dabei ist, genau das Bellen zu bestätigen und nicht die Pausen. Wenn man ein schlechtes Timing hat, passiert die Bestätigung genau in der Pause und das lässt den Hund eher nicht bellen.

Wenn sich das Verhalten des Hundes in die gewünschte Richtung bewegt, dann kann die tote Beute auch wieder zum Arm am Helfer werden. Ich persönlich mache den Anfang und den Übergangsteil mit dem Kissen. Der Schluss ist dann Arm am Helfer und dessen Passivität/Beutearbeit/Einstellarbeit die dem Hund die notwendigen Signale liefert, um das Verhalten entsprechend zu konditionieren. Das Einstellen darf dann auch den wehrigen Aspekt bedienen.

Der Hund soll nicht die Beute verbellen, sondern den Helfer. Wenn man das hat, dann ist das die Vorstufe zum Stellen und Verbellen. Der Hund lernt jetzt noch, den Helfer zu treiben und dann geht es langsam in das Versteck...

Schöne Grüße,

Andreas
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#13
Detlef Berensmann,index.php?page=Thread&postID=67513#post67513' schrieb:Die Verbindung von US + CS = CR .... also Lernverhalten.

Dem Hund wird gelernt, seinen Hundeführer über sein Verhalten manipulieren zu können. Auf dem Video von Andreas Müller seiner Zauberberg K9 Academy sieht man das der Hund durch sein Verhalten den Hundeführer steuert. Bei dem Versuch das Lernverhalten "Bellen" einzustellen wird dem Hund das Triebziel entzogen (negative Bestrafung). Dann aber im Anschluss sieht man das, ...obwohl für den Hund der Anblick seiner Belohnung sichtbar ist, ...er weiterhin im Verhalten spult und dadurch den HF manipuliert ihn zu bestätigen. Der Moment einer aus unserer Sicht richtigen Triebhandlung wird über den Clicker identifiziert.

Diese Trainingeinheit ist eine Teilübung in Vorbereitung zum Stellen & Verbellen.
der ansatz von klaus glöckner scheint hier in teilen anwendung zu finden. allerdings, so denke ich, wird der hund hier im rahmen einer neukonditionierung auf das bellen an sich vorbereitet. es geht hier klar im beutebereich nur darum, der hund zeigt dieses verhalten alleine für den ball. der ball ist kontrollierbar, der hund kann sich am helfer nicht selbstbelohnen. der helfer selbst ist nur ein objekt, an dem der hund über ein bestimmtes verhalten und technik an ihm seinen ball finden kann. gleiches würde er auch mit einem stuhl machen. der vorgeschaltete sekundärverstrker zusätzlich gibt ihm noch weniger die möglichkeit der selbstbelohnung, da das click ja schon das ziel ist. allerdings, später wird der hund sowohl von vorne, wie auch von hinten den ball bekommen. dadurch wird der hund noch intensiver und drangvoller auch am helfer bellen.

Diese Trainingeinheit ist eine Teilübung in Vorbereitung zum Stellen & Verbellen. und dieser zusatz erscheint mir eben ganz wichtig. es ist eben eine vorbereitung, eine neukonditionierung, eine momentaufnahme in einem bestimmten trainingsblock.

sollte dies anwendung oder einen versuch bei losnerkos finden, muß der wert des ärmels erstmal dem wert des balls weichen. und das bedeutet umkonditionierung, ist dann zunächst das größere problem. der ansatz von nerolie hier kommt dem schon recht nahe, wie ich finde.

gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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#14
Hallo Luca,
wie von dir sehr gut beschrieben, sehe ich es auch.
Der Hd. muss zunächst lernen, dass seine Aktion (bellen) beim Helfer etwas auslöst. Später wird über das "asoziale" Verhalten des Helfers die notwendige Aggression konditioniert.

Manni
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