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Ausbildungsmethoden für "schwierige" Hunde
#11
Zitat:Original von happynic
Hallo Thomas

helfe einer Kollegin, die einen solchen Hund hat, sie hat im Frühjahr etwa 4 Monate pausieren müssen nach einem solchen Vorfall (--> zu massive Einwirkung)!
______________

Ohne Dich und Deine Worte anfechten oder in Frage stellen zu wollen, Nicole...
Meine persönliche Meinung ist, das ein Hund , der erstmal gründlich verdorben wurde ( durch Gewaltanwendung, regelm.Starkzwang,falschen Aufbau...) und gar (deshalb) ein agressives Verhalten gegen SEINEN HF zeigt, sollte es ganz sein lassen!

Solche Hf`s disqualifizieren sich selbst.
Mir wird speiübel wenn ich von solchen Leuten höre oder sie selbst sehe, die Ihre Hunde drangsalieren und blockieren statt sachlich, mit Ruhe und Geduld und positiver Einstellung zu sich und Ihrem Gefährten (keinen Diener) arbeiten.

Kein Hund der Welt jedenfalls, wird agressiv gegen seinen Menschen
geboren.
Ich verstehe auch gar nicht warum mit so einem Hund, der nur mehr schwer unter Kontrolle zu bringen ist, weiterhin im SD gearbeitet wird.

Wäre es nicht sinnvoller mal ne ganz andere Richtung einzuschlagen ( THS, Agillity...)?
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#12
Zitat:Original von Ivanhoe
Ich verstehe auch gar nicht warum mit so einem Hund, der nur mehr schwer unter Kontrolle zu bringen ist, weiterhin im SD gearbeitet wird.

Wäre es nicht sinnvoller mal ne ganz andere Richtung einzuschlagen ( THS, Agillity...)?
Hallo Ivanhoe,

kannst du das einmal begründen, warum mit einem solchen Hund nicht mehr im SD gearbeitet werden sollte? Oder warum man eine andere Sportart mit ihm betreiben sollte? Glaubst du, dass der Hund dann weniger Aggressionen gegen seinen Hundeführer zeigt? Verschwinden die Aggressionen einfach? Wenn du das glaubst, wie begründest du diese Auffassung?

Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu
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#13
Zitat:Original von Walter Schmidt
kannst du das einmal begründen, warum mit einem solchen Hund nicht mehr im SD gearbeitet werden sollte?
__________________

Hallo Walter,

Deine Frage ist berechtigt. Aber genauso könnte ich auch gegenfragen:" warum, meinst Du, ist es SINNVOLL, so einen Hund weiterhin im SD zu führen " ??
Was und WEM soll es etwas bringen?

Der Punkte oder Prüfungen willen?
Weil einem keine andere Sportart mit einem Schäfi einfällt?

Meine Meinung dazu: ein Hund - Mensch Team das gegeneinander arbeitet, keine Harmonie u. echtes Vertrauen aufbringt, der Hund zudem auch noch agressiv und bissig dem eigenen Besitzer gegenüber ist ( bzw. gemacht wurde, wenn vielleicht auch nicht beabsichtigt...wer will auch schon so einen Hund haben?)
hat in meinen Augen im SD nichts zu suchen.

Der SD erfordert nervenstarke Hunde mit klarem Kopf!
Hunde die in der Hand des Hf`s stehen.
Und ein Hund-Mensch Team das sich 100%ig vertraut.

Es gibt halt Hunde die der Ausbildung zum Schutzhund nicht gewachsen sind. Extrem Führerharte - oder weiche Hunde stellen ebenfalls ein Problem dar.
Und dann gibt es noch die Hunde die an einen völlig falschen HF geraten sind....!
___________________

Oder warum man eine andere Sportart mit ihm betreiben sollte? Glaubst du, dass der Hund dann weniger Aggressionen gegen seinen Hundeführer zeigt?
_____________
Nein, natürlich verschwinden die Agressionen nicht gleich, nur weil plötzlich z.B Agillity betrieben wird.
Da ist der HF gefragt alles bisherige zu überdenken und an sich zu arbeiten.
Bei einer anderen Sportart aber, haben Hund und Mensch die Möglichkeit sich gemeinsam auf einer ganz anderen Ebene wiederzufinden und mal anders zu arbeiten.
U.a. auch auf eine weniger "harte Tour".
______________

Walter, eine Frage noch an Dich...und das interessiert mich wirklich sehr:
"Warum stellt sich ein Hund GEGEN seinen HF (massiv)" ?

:hallo:
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#14
Hallo,

es ist doch sehr interessant, zu lesen, welche Auffassungen und Ideen hier manche Hundeführer/-innen zu diesem Thema haben.

Generell meine Meinung: Es sollten vielleicht auch nur diejeniegen ihre Meinung loslassen, die selbst diese Probleme kennen bzw. selbst erlebt haben. Sachen wie ... hab ich mal gehört oder ...hab ich mal gesehen, hilft hier niemanden.

Erst wenn man selbst einen starken Hund, oder "Problemhund" besitzt und arbeitet, weiß man, wieviel Adrenalin der Körper ausstoßen kann...

Jeder Hund und jeder Hundeführer ist verschieden, jeder Problemhund hat seine eigene Geschichte.
Um einen Hund, der vielleicht den falschen, unerfahrenen Hundeführer hatte oder den man durch Unwissenheit zu stark in der Jugendphase werden hat lassen, zu korriegieren, gehört ERFAHRUNG!! Ein solcher Hund hat in Anfängerhänden oder in einem nicht erfahrenen Umfeld/ Verein nichts verloren.

Es gibt Hunde, deren Selbstsicherheit und Stärke genetisch bedingt ist.( Wir sprechen nicht von Wesensmängel, Angstbeisser etc. )
Und auf die Frage... " Wer braucht denn solche Hunde?"
gebe ich meine Antwort: Die Rasse Deutscher Schäferhund.

Immer mehr geht der züchterische Trend zur perfekt funktionierenden Sportmarionette mit hoher Punktzahl auf Wettkämpfen... und immer mehr lachen uns diensthundhaltende Behörden aus und wenden sich den Malis zu.

Warum waren Ferro, Yoschi, Mink, Nick oder Sid so erfolgreiche Hunde und haben die deutsche Schäferhundezucht geprägt.

... auch sie waren "Schwierige Hunde".


Grüsse

Yedi & Manfred



.
It´s not the size of the dog in the fight, it´s the size of the fight in the dog! - Mark Twain
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#15
Ein Großteil dieser Hunde sind noch echte Gebrauchshunde (im Gegensatz zu "Sporthunden"). Die Ausbildungsmittel der Wahl heißen: Geduld, Konsequenz, Bereitschaft zur Führung, Beziehung, Führerdominanz, Klarheit. Kontraproduktiv sind Gewalt und Brutalität (damit bringen die meist dummen HF nur ihre Hilflosigkeit zum Ausdruck). Solche Hunde sollten vorzugsweise im Schutzdienst geführt werde, da sie so idealerweise gemäß ihrer Anlagen beschäftigt werden können und häufig nur durch eine gute abgeschlossene SD-Ausbildung eine maximale Führbarkeit bei diesen Hunden erreicht wird. Mit solchen Hunden kann man Meisterschaften gewinnen, wenn sie das Glück haben, in die Hände eines persönlich reifen, intelligenten und erfahrenen HFs zu gelangen.
Mal eine andere Frage: Wie kann man einen Diensthund für entsprechende Einsätze führen, der nicht "nach vorne geht"?

Helmut Dillmann
http://www.schaeferhunde-von-mordor.de
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#16
Zitat:Es gibt Hunde, deren Selbstsicherheit und Stärke genetisch bedingt ist.( Wir sprechen nicht von Wesensmängel, Angstbeisser etc. )
Und auf die Frage... " Wer braucht denn solche Hunde?"
gebe ich meine Antwort: Die Rasse Deutscher Schäferhund.

Immer mehr geht der züchterische Trend zur perfekt funktionierenden Sportmarionette mit hoher Punktzahl auf Wettkämpfen... und immer mehr lachen uns diensthundhaltende Behörden aus und wenden sich den Malis zu.

Warum waren Ferro, Yoschi, Mink, Nick oder Sid so erfolgreiche Hunde und haben die deutsche Schäferhundezucht geprägt.

Auf den Punkt wie ich meine ! :dh:
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#17
@ Manfred Teuber -a: genau so sieht das aus.Es herrscht ja die allgemeine Meinung,man könnte solch "starken" Hunde austricksen,in dem man konfrontation aus dem Wege geht.
Nur irgendwann stehst du wieder vor der selben Tür,und die ist immer noch verschlossen :i:.
Ja,und noch was,es gibt keine grössere Befriedigung im HSP,als solch einen Hund dazu zu bringen,mit dir als "Führer" eine geile Prüfung abzulegen,als Team.
@ Ivanhoe, du fragst warum der Hund sich evtl. gegen dich stellt?
Vielleicht weil er dich für nicht "Weisungsberechtigt" hält und er deine Rudelführerfähigkeiten anzweifelt :i: :i: :i: :i:
Das Hirn ist keine Seife - es wird nicht weniger, wenn man es benutzt!

(Hinweis: Die Signatur ist wie eine Visitenkarte: Sie dient der selbstdarstellenden Information über den Autor - nicht der Beurteilung des Lesers)
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#18
Sehr schön beschrieben Manfred.
So ist es nunmal.
Und Heinz...auch Du hast es genau auf den Punkt gebracht.

Smile
Ralf
Überheblichkeit ist die erste Leitersprosse auf dem Weg nach unten.
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#19
Zitat:Original von Ivanhoe
Deine Frage ist berechtigt. Aber genauso könnte ich auch gegenfragen:" warum, meinst Du, ist es SINNVOLL, so einen Hund weiterhin im SD zu führen " ??
Was und WEM soll es etwas bringen?

Walter, eine Frage noch an Dich...und das interessiert mich wirklich sehr:
"Warum stellt sich ein Hund GEGEN seinen HF (massiv)" ? :hallo:
Hallo Ivanhoe,

Die erste Frage haben meine Vorredner wunderbar beantwortet.

Die zweite Frage ist wesentlich komplexer, als sie auf den ersten Blick erscheinen mag, und vor allem kann sie immer nur individuell auf den betreffenden Hund beantwortet werden.

Es gibt nicht nur die von Helmut angeführte Gewalt und Brutalität, die zu einem unerwünschten Verhalten - u.a. mit aggressiver Antwort gegenüber seinem "Peiniger" - führen können, sondern die Ursachen für Fehlverhalten sind so vielfältig wie die Verhaltenweisen selbst.

Stell dir vor, du bist in einer Discothek und pöbelst nacheinenander 100 x-beliebige Personen mit den Worten an: "Ey du, was willst denn du hier?"

Kannst du genau vorhersagen, welche Reaktionen du zu erwarten hast?

Mag sein, dass du bei bestimmten Leuten aufgrund ihrer besonderen körperlichen Konstitution andere Erwartungen haben wirst als bei sog. Hänflingen. Aber täusche dich nicht, auch da kann man im wahrsten Sinne des Wortes ganz schön auf die Schnauze fallen.

Für einen selbstbewussten Gebrauchshund stellt es kein Problem dar, seinem Halter auch zu zeigen, dass er es nicht mag, wenn man bestimmte Grenzen überschreitet. Das hat aber auch gleich gar nichts mit der Triebhaftigkeit eines Schutz- und Gebrauchshundes zu tun, die in seiner Veranlagung hinterlegt sein sollte und die er dann auch entsprechend nutzen sollte. Viele schwierige Hunde ließen sich gerade dadurch besser kontollieren, weil sie im SD lernten, sich beherrschen zu müssen, auch gegenüber ihren eigenen Hundeführern.

Die pauschale Empfehlung, mit einem schwierigen Hund keinen SD zu machen, halte ich deshalb für genau so falsch, wie die Auffassung, dass sich die Aggressionen eines Hundes besser kontrollieren lassen, wenn man mit ihm andere Sportarten betreibt.

Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu
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#20
[quote]Original von Manfred Teuber
Hallo,

Erst wenn man selbst einen starken Hund, oder "Problemhund" besitzt und arbeitet, weiß man, wieviel Adrenalin der Körper ausstoßen kann...
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HALLO,

die Frage ist aber: warum ist/wurde der Hund zum "ProblemHund" ?

Und: ein Problemhund ist niemals ein starker Hund! Unter einem starken Hund verstehe ich einen Hund mit einer gewissen Härte, gepaart mit einer hohen Wesenssicherheit, Nervenstärke und enger Bindung an seinen Besitzer/ HF.
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Es gibt Hunde, deren Selbstsicherheit und Stärke genetisch bedingt ist.( Wir sprechen nicht von Wesensmängel, Angstbeisser etc. )
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Du sagst - Hunde sind verschieden! Stimmt!
Deswegen gehören auch die Hunde mit Wesensmängeln und Angstbeißer dazu.
Denn ich persönlich denke nicht das die Hunde die massiv Ihren eigenen HF angehen bloß immer Starke Hunde sind.
( vermutlich definieren einige "starker Hund" verschieden...)

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Und auf die Frage... " Wer braucht denn solche Hunde?"
gebe ich meine Antwort: Die Rasse Deutscher Schäferhund.
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Echte Selbstsicherheit und Stärke -Ja! aber immer gepaart mit einer guten/ hohen Führigkeit und Wesenssicherheit.
Und was wäre gegen "Gutartigkeit" einzuwenden... in der heutigen Zeit (!) sicherlich nicht verwerflich! ( ich spreche allerdings hier in erster Linie vom Sporthund)
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Immer mehr geht der züchterische Trend zur perfekt funktionierenden Sportmarionette mit hoher Punktzahl auf Wettkämpfen... und immer mehr lachen uns diensthundhaltende Behörden aus und wenden sich den Malis zu.
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Ein Modetrend, der bestimmt irgendwann wieder etwas zurückgeht...
Ein Mali wär auch absolut nix für mich...aber ich bewundere seine enorm hohe Anpassungsfähigkeit, Unterordnungsbereitschaft und Führigkeit.
Wobei der Mali aber auch absolut nicht immer einfach ist !
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Warum waren Ferro, Yoschi, Mink, Nick oder Sid so erfolgreiche Hunde und haben die deutsche Schäferhundezucht geprägt.

... auch sie waren "Schwierige Hunde".
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Na "Gott sei Dank" waren sie alle schwierige Hunde! :mi:
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