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Milztumor
#11
Hallo,

wir haben jetzt zwei, oder eigentlich drei Meinungen von verschiedenen Ärzten.
Seine aktuellen Blutwerte sind:
Alaninaminotransferase 24,6
Alkalische Phospatase 219,00
Harnstoff 86,5
Kreatinin 1,62
Gesamtleukos 21,5
Hämoglobin 11,4
Hämatokrit 32,00

Arzt 1:
OP /Narkose wir ihn umbringen, lassen sie ihn gut zu Hause so lange es geht
Arzt 2:
OP schwierig, lieber nicht,ihre Entscheidung, Bluttransfusionen könnten helfen
Arzt 3:
OP auf jeden Fall, Versuch ist es immer wert

Unser Gefühl im Moment:
Wir ersparen ihm die OP. Er hat schon richtig Angst vor Tierärtzen inzwischen. Im Moment geht es ihm zwischendurch immer wieder gut, dann frisst er und will spazieren und man merkt ihm die Krankenheit kaum an. Waurm sollten wir ihm durch die OP und die eigentlich nicht vorhandenen Chancen seine letzten Tage hier bei uns nehmen und ihn in einer Klinik alleine sterben lassen.
Irgendwann geht es ihm dann entweder viel schlechter oder der Tumor platzt...........und dann ist es Zeit ihn gehen zu lassen.

Traurigen Gruß
Klaus
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#12
...klingt ja nicht so erbaulich, kann leider auch nicht weiter helfen, drücke Euch und dem Hund die Daumen, dass Ihr die richtige Entscheidung trefft und er noch ein angenehmes Weilchen hat.

LG-Nadin und Co.
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#13
Es ist schwierig, sich in so einem Fall zu entscheiden.

Mein alter Rüde hatte auch einen Milztumor und es war bei ihm ganz ähnlich wie bei deinem Hund. Er wurde schlapp, fraß kaum noch und hatte einen ganz dicken Bauch.

Ich habe mich gegen eine OP entschieden und ihn erlöst. Ich glaube, das war richtig so.

Mein Rüde war zu diesem Zeitpunkt 12 Jahre alt. Auf Grund einer Parvovirose-Erkrankung im Welpenalter hat er immer mal wieder kleine Problemchen mit dem Kreislauf gehabt, war auch nie besonders ausdauernd.
Angesichts seiner Konstitution hätte ihn im Falle einer OP schon die Narkose umbringen können.
Hätten ich den Hund operieren lassen, hätte ich so meine Zweifel daran gehabt, dass er schnell wieder auf die Beine kommt und abgesehen davon wäre es wohl nur ein Spiel auf Zeit gewesen, bis ein neuer Tumor entsteht, der meinen Hund letztendlich doch umbringt.

Ja, ich hätte meinen Hund mit nach Hause nehmen können bis es nicht mehr geht, aber ich bin berufstätig, wie auch alle anderen Familienmitglieder.
Ich wollte nicht, dass ich eines Tages nach Hause komme und mein Hund tot im Garten liegt, weil der Tumor geplatzt ist, es niemand mitbekommen hat und mein Tier jämmerlich verreckt ist.

Ich habe ihn gehen lassen und ihm weiteres Leiden erspart.

Zu den Arztmeinungen will ich damit sagen:

Arzt 1:
Wenn man die Möglichkeit hat, das Tier rund um die Uhr zu beaufsichtigen, dann mag das in Ordnung sein. Man kann reagieren, wenn der Zustand sich ändert und ein TA erforderlich ist.
Kann man den Hund nicht beaufsichtigen, wäre es mir zu riskant aus oben erwähnten Gründen.

Arzt 2:
Diesen Arzt empfinde ich eher als Geldschinder. Bluttransfusionen ändern ja nichts am Tumor, der bleibt trotzdem wo er ist und wird irgendwann zum Ende führen, ob mit Bluttransfusionen oder ohne.

Arzt 3:
Klar, einen Versuch ist es immer wert, aber man sollte sowas nicht blind tun. In diesen Bereichen gibt es ja auch Erfahrungswerte und man kann sicherlich von gewissen Wahrscheinlichkeiten sprechen und ich persönlich halte die Wahrscheinlichkeit der Genesung eines älteren Hundes nach so einer OP für relativ niedrig. Klar, ich bin keine Tierärztin, das ist nur mein eigener Eindruck.

Ich denke, es ist wichtig die Konstitution des Hundes zu berücksichtigen und sich auch intensiv mit den Heilungschancen zu beschäftigen.
Abnehmen kann dir die Entscheidung leider niemand.
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#14
Hallo,

wie bereits geschrieben, haben wir uns gegen eine OP entschieden.
Er schläft viel, aber sein Zustand ist immer noch recht gut.
Er frißt Ausgewähltes, Rindfleisch und Fisch, mit Appetit und wird immer noch jeden Abend lebendig, spielt kurz und geht seine normale Dorfrunde spazieren.
Insgesamt geht es ihm einen kleinen Tick besser wie vor 3 Wochen noch. Seit einer Woche bekommt er keine Antibiose mehr, er hat mir die Tabletten aus Protest ausgebrochen.........eigentlich sollten wir Penecillin spritzen, aber es geht ihm auch ohne gut im Moment - die Anämie ist besser, er ist nicht mehr so extrem kurzatmig und schlapp.

Damit er genug Schlaf bekommt muss ich im Moment leider wieder stundenweise ins Büro fahren. Wenn immer einer von uns hier ist, bekommt er einfach nicht genug Ruhe. Ich hoffe einfach, dass in diesem anscheinend recht stabilen Zustand nichts passiert. Er schläft normalerweise immer, wenn ich nicht da bin.

Wir haben im Moment sehr schöne Tage und genießen diese sehr bewußt und fröhlich. Wenn wir trauern, ziehen wir den kleinen Kerl nur mit runter.

Grüße
Klaus
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