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Stress für Hunde bei der Prüfung
#11
als erstes sollte man mal Streß definieren. Für den Mensch kann man es wie folgt versuchen:
Stress ist die erhöhte Leistungsbereitschaft des Körpers.
Stress aktiviert, genau wie Angst, instinktive Verhaltensmuster, die den Körper auf unmittelbare Verteidigung oder Flucht vorbereiten.

Stress in Maßen hat durchaus positive Wirkungen, denn Spannung erhöht die Konzentration und die Leistungsbereitschaft.

Gerade in Prüfungssituationen ist positiver Stress (Eustress) von Vorteil: Ein bisschen Aufregung schadet nicht, sondern hält den Einzelnen konzentriert bei der Sache.

Wird der Stress allerdings zu groß (Disstress), schädigt dies die gesamten Abläufe auf allen Ebenen (körperlich, emotional und geistig) und der Betoffene hat regelrecht eingeschränkte Funktionen.

Werden Menschen über längere Zeit solchem Stress ausgesetzt, reagieren sie mit Symptomen auf allen Ebenen. Je stärker die Nerven des Einzelnen sind, desto größere Mengen an Stress können verarbeitet werden.

Mögliche Stress-Ursachen

körperlich:
Lärm, schlechte Luft, zu wenig Bewegung, Reizüberflutung durch zu viele Computerspiele und TV, Schmerzen und Verletzungen

emotional:
unsoziales Verhalten im Umfeld, Ängste durch mangelhafte Grundbedürfnisdeckung, wie Nahrung und Geborgenheit, fehlende Anerkennung und Aufmerksamkeit, Zeitdruck

mental:
unzureichende Kommunikationsmöglichkeiten; hohe Leistungs-Erwartungen, Überforderungen

Mögliche Symptome

körperlich:
akute Krankheiten, Allergien, Gewichtsprobleme, Hyperaktivität, Mattigkeit

emotional:
Konflikte, Neurosen, Kontaktschwierigkeiten, Nervosität, Überreizung

mental:
Sprachprobleme, Leistungsverweigerung, -blockade

Vieles kann man auf den Hund übertragen. Je größer die eigene Kompetenz= je größer die Selbstsicherheit= je mehr Ausstrahlung, Ruhe und Gelassenheit= Streß gemindert.
Training ist das A und O, der Hund muß in der Übung , in der Vorführung einen Sinn sehen. Dann geht der Streßpegel runter. Bin ich in erster Linie Maulheld, führe alle 3 Jahre eine kleine Prüfung, dann kann ich noch so selbstsicher auftreten, es ist schlechtes Theater, das merkt der Hund sofort. Ausnahme: ich habe guten Draht zum Helfer & Richter, das Ergebnis steht schon vorher fest......so was solls geben.
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#12
Der Hund hat sicher Stress, wenn er schlecht vorbereitet ist und dadurch sowohl durch das Prüfungsumfeld (mehr Leute als sonst, Lautsprecher o.ä.) als auch notwendige Abläufe/ Übungen (Chipkontrolle, Anmeldung, warten bevor man dran ist ect.) eventuell nie trainiert wurden. Und dann natürlich der Hundeführer selbst, welcher zu wenig trainieren konnte, die PO nicht sicher kennt, ohne die Hilfsmittel im Training sich hilflos führt, generell vielleicht Prüfungsangst hat, kein Vertrauen zum Hund hat, mehr zeigen will als er und der Hund in der Lage sind zu leisten, sich schnell verunsichern lässt usw. Es gibt also viele Möglichkeiten warum Hund und Hundeführer und damit beide zu einem erhöhten Stresspegel bei Prüfungen gelangen können. Grundsätzlich bin ich auch der Meinung, dass dies in einem vertretbaren Rahmen auch einfach dazu gehört. Bei passender Ausbildung und kompetenten Hundeführer ist in meinen Augen spätestens in der ersten Prüfung (in aller Regel die BH) zu erkennen, welchen Typ Hund man erwischt hat. Es gibt diejenigen, welche dem Hundeführer "helfen", sprich sich noch mehr Bemühen alles richtig zu machen, teilweise AKtionen über dem Ausbildungsstand hinaus leisten und Fehler des HF ausbügeln und dann gibt es die Hunde, die dem Veranstaltungs-/Prüfungsdruck (noch) nicht standhalten. Manche Hunde brauchen Zeit und andere sind einfach nicht dafür gemacht. Ja, es gibt einige Hunde, welche in den diversen Sportarten phasenweise oder die komplette Prüfung hohen Stress (ich meine den negativen) zeigen, was in aller Regel aber nicht an der Prüfung, sondern an der Ausbildung liegt.
Gruß Silvana
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#13
[quote='NVBK-Globalring','http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25208-Stress-für-Hunde-bei-der-Prüfung/?postID=171141#post171141' Bin ich in erster Linie Maulheld, führe alle 3 Jahre eine kleine Prüfung, dann kann ich noch so selbstsicher auftreten, es ist schlechtes Theater, das merkt der Hund sofort.
[/quote]
Das ist wohl eine Philosophiefrage ( betrifft mich z.Zt. in bestimmten Umfang )
- man trainiert so lange, bis der Hund auf Top - Level ist und führt dann mehrere Prüfungen
- man führt mehrere Prüfungen im Jahr, um dem Hund ( und sich selbst, da jeder Hund anders ist ) Prüfungserfahrung zu geben und einen Überblick über das Verhalten unter Prüfungsbedingungen zu erhalten.
Ich habe festgestellt, dass da die Meinungen doch teils sehr auseinander gehen. ( Stichwort: ich versau mir nicht die Leistungskarte )
Ich - persönlich - favoresiere ( spezielle für den FH - Bereich ) die zweite Variante, mit dem Risiko, dass man " liebe " Sportfreunde am Ackerrand stehen haben kann, die immer schon wußten, das.....................
Aber, wie sagte letztens ein recht bemerkenswerter Fachmann: blamiere Dich täglich, dann fällt es nicht mehr auf.
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#14
Die Könner stehen IMMER am Zaun und die Tophunde sind IMMER zu Hause Wink
Ohren auf Durchzug und gut .....
Die größte Leistung besteht darin, nicht andere, sondern sich selbst zu übertreffen
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#15
Samstag ist Prüfung und ICH bin jetzt schon etwas nervös wegen ungeplanter Schwierigkeiten, meine Hunde hingegen ahnen nichts, glaube
nicht daß die den Unterschied zur normalen Übungsstunde groß bemerken, auch Samstag nicht.
lg
feuerteufel
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#16
Eine Prûfung fûhren ist einfach Toll ich freue mich da Wochen lang drauf...und wenn es mal nicht soo gut ist wie gedacht..Man(n) muss das alles nicht so ernst nehmen...eh das ist mein Hobby.. positive anspannung ja klar und riesen freude...aber das hab ich auch im Training..
lg
Alle sagten,es geht nicht,da kam einer der das nicht wusste-und tat es....
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#17
OT
@ Feuerteufel
dann mal Glück auf ! Ich bin am Sonntag dran.
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#18
Höchstleistungen des Hundes sind immer im Grenzbereich. Das geht nicht relaxt und ohne Stress. Da laufen Stresshormone im Doppelpack durchs Gehirn. Das gehört einfach dazu. Der moderne Hochleistungshund soll aber mit seinem Stress so umgehen, dass es voller Ausstrahlung aussieht und nicht wie die gedrückte Fronarbeit der Pressinghunde.
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#19
Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25208-Stress-für-Hunde-bei-der-Prüfung/?postID=171159#post171159 schrieb:Höchstleistungen des Hundes sind immer im Grenzbereich. Das geht nicht relaxt und ohne Stress. Da laufen Stresshormone im Doppelpack durchs Gehirn. Das gehört einfach dazu..

O.K, Du kennst Dich aus. Da ich immer wissensbegierig bin:
im anderen Thema hast Du ca. 15 Min. für die Vorführung vorgegeben. Gibts auch nen Tip für die Dauer von 45 Minuten ?
Für Tips immer dankbar
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#20
Ich rede vom Superlernen für die UO in IPO und die Funktionalisierung des Stresses für das Fußlaufen. Das Fußlaufen zieht sich durch die ganze Prüfung von knapp 15 Minuten.
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