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Natürlich weiss ein Hund, wann er Dich beisst, die Ursache dafür ist aber schon auch nicht unwichtig, um die richtigen Massnahmen dagegen zu ergreifen....wenn Stress und Konflikte, ohne ihm die Möglichkeit gegeben zuhaben, zu erlernen, dass nur das richtige Verhalten ihn da raus bringt, die Ursache sind, also Fehler in der Ausbildung, was dann auch nicht wirklich respektvoll gegenüber dem Hund ist, ist Vermeidung und paralleles Erarbeiten von Alternativverhalten manchmal besser und vor allem für den HF umsetzbarer als noch mehr draufzuknüppeln....wäre es mit kurz und knackig regeln, wie es vielleicht Hunde untereinander machen , getan bzw. wäre die HF dazu in der Lage, gäbe es das Problem ja nicht.
Wir wissen hier ja nicht, ob der Hund einfach ein Stinker ist, der, wenn er keinen Bock hat, einfach mal zulangt oder ein Hund, der, wenn er sich nicht zu helfen weiss und nicht begreift, wofür die Einwirkungen sind, sich wehrt....dem zweiten kann und sollte ich schon die Chance geben, zu lernen, dass es andere Lösungswege gibt.
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Maliman,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24639-HILFE-HUND-BEISST-NACH-HUNDEFÜHRERIN/?postID=165156#post165156 schrieb:Jetzt wo man etwas mehr verlangt als ein paar Meter mitarbeiten ohne direkt bezahlt zu werden,fängt die beisserei wieder an. Der hund hat schon gelernt mit offener Aggression seinen Willen zu erreichen. In welcher Form auch immer. So jetzt kommt's. Wie schaffen wir es das der hund sie nicht auseinandernimmt! Das was ich machen würde ist glaube ich mit ihrem Gewissen nicht vereinbar und sie würde den Platz weinend verlassen und den hund sogar noch bemuttern. Andere Alternative wäre ipo mit diesem hd an den Nagel hängen. Weil abgeben würde sie ihr "baby" nie.Hilfe ich bin in der Zwickmühle
Hallo Nadin,hier geht es nicht mehr darum,wie es angefangen hat,sondern,wie zeige ich dem Hund,das es Regeln gibt,die es einzuhalten gilt.
Ist ein Hund also in der Position,auf dem Thron zu sitzen,warum soll er diese Position denn hergeben?Wegen Futter,wegen Lob oder aus Mitleid gegen den HF?
Wenn man ihn nicht vom Thron schubst wird er da bleiben und es gibt kaum was,was seine Situation noch besser machen wird.
Auch hier muß man doch klipp und klar akzeptieren,der Hund bestimmt die Wahl der Mittel,das nur auf Zwang oder besser Starkzwang zu begrenzen ist typisch für alle diese Diskussionen,aber diese Option auszuschliessen ist falsch,genau so falsch wie der Glaube,mit draufhauen alles regeln zu können.
Ein Hund kapiert sehr schnell,welches Verhalten für ihn das beste ist,du mußt ihm aber die Alternativen aufzeigen.
Im oberen Teil steht doch alles drinne,was man wissen muß,nur,die Lösung sieht meistens auf dem Platz ganz anders aus.
Aber wenn die HFn nicht bereit ist,an sich zu arbeiten,hats eh keinen Sinn,dann lieber aufhören,das ändert zwar am Problem nichts,aber die Konfliktsituationen werden weniger.
LG Heinz
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Hallo Nadin,
wenn ich 'richtig gelesen habe', begannen doch die Zwänge, da er 'gut-aber nicht gut genug war', sprich der Hund wurde in 'eine-Situation-hinein.....?' Für mich sieht das nach einem Vertrauensverlust aus, sprich, statt eisern weiter zu trainieren, müsste das Basisvertrauen wieder hergestellt werden, um danach zu beurteilen, was mit dem Hund gearbeitet werden soll. Wie ich es verstehe, hängen die Beißattaken mit dem erlebten Training zusammen?
Ich hatte eine sehr, sehr schwierige Hündin und habe eines daraus gelernt. Keinen zusätzlichen Streß. Das verschlimmert die gesamte Situation.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
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Aus meiner Sicht ist jedes Beißen des eigenen HF ein ungeklärtes Rangordnungsproblem.
Ich kann ein selbst erlebtes Beispiel berichten:
Ein ca. 3,5 jähriger sehr dominanter Rüde zeigte sich seinen Besizern gegenüber, nachdem er von der Ausbildung bis zur SchH3 bei "Profis" zurückkam, zunehmend aggresiv, obwohl nicht mit ihm gearbeitet wurde, er nur im Garten mit anderen Hunden lief. Sein Verhalten wurde immer auffälliger er mied den Kontakt mit der Familie, verkroch sich auch unter den Büschen und knurrte sie an, wenn sie ihn rausrufen wollten. Das kannte ich alles nur vom Erzählen. Die Besitzer überlegten, den Hund einschläfern zu lassen. Ich bot mich an, ihn zu übernehmen und zu versuchen, ihn zu "heilen".
Ich ging mit ihm ca. 3 Wochen täglich spazieren, ließ ihn mit einer Hündin im Auslauf toben und verlangte nichts von ihm, bis er sich an mich gewöhnt hatte. Wenn ich anfänglich bein Spaziarengehen stehenblieb, mich bückte und ihn rief, drehte er sich um und knurrte mich an.
Dann wollte ich die Nagelprobe machen. Machte ihm einen Beißkorb um und dann auf einer abgelegenen Wiese Unterordnung, bis er mich plötzlich energisch angriff. Ich rang ihn am Halsband und mit Einsatz meines ganzen Körpers zu Boden aber er gab nicht auf, sondern verkrampfte sich knurrend stocksteif festgekrallt am Boden bis es mir gelang, ihn auf den Rüchen zu drehen und mit beiden Händen am Hals zu packen und leicht zu würgen.
Ich weiß, es klingt fürchterlich marzialisch und ich war mir bis dahin plötzlich völlig unsicher, nicht doch einen riesigen Fehler gemacht zu haben.
Aber als ich ihn am Hals hatte wurde der ganze Hund mit einem Mal völlig schlaff, er bot mir die Kehle und ergab sich. Ich ließ ihn los und er sprang an mir hoch. Ich machte den Beißkorb ab und er leckte mich ab. Dann warf ich Stöckchen und er ging sofort darauf ein. Dann Unerordnung und er lief wie am Schnürchen. Von diesem Tag an war das mein liebster Hund. Ich habe mit ihm gearbeitet - auch Schutzdienst - und hatte nie wieder Probleme. Von seinen früheren Besitzern wollte er aber auch später nichts wissen, als sie mich besuchten zeigete er unsichers und abweisendes Verhaten.
Meine Interpretation des Ganzen ist, dass der Rüde bei seinen hundesportlich unerfahrenen Besitzern die Führungsstärke vermisste, die er vielleicht bei der Ausbildung erfahren hatte und sich nicht im Klaren war, ob er selbst die Führung übernehmen sollte oder nicht. Deshalb kein offener Angriff aber das wegdrücken und Knurren. Mich griff er erst an, als ich ihm mit "Sitz" und "Platz" immer wieder auf den Geist ging. Durch unseren Kampf war die Rangordnung endlich wieder geklärt, was ihn frei und "glücklich" machte. Im Rudel muss das auch eindeutig ausgekämpft werden.
Bei Hunden, die man selbst aufzieht und nie eine Unklarheit über die eigene Rangposition aufkommen lässt, kommt es fast nie so weit. Wenn aber bei kleinstem Aufmucken des Hundes immer wieder zurückgezogen wird und er damit durch kommt, schaukelt sich das auf und wird so problematisch wie beschrieben.
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Tja Bernhard,schön geschrieben.
Wenn man aber noch nie in solcher Situation war,ist es nicht wirklich nachvollziehbar.
Meinen Meik hab ich mit 5 Jahren bekommen,ein Hund mit dem schlechtesten Ruf,den ich je erlebt habe.
Nach 3 Tagen eingewöhnung meinte der auch,jetzt mal die Verhältnisse Klarzustellen.
Wir haben sie klargestellt und dieser Hund hätte danach sicher sein Leben für mich gegeben,viele hier aus dem Forum kennen ihn noch live,es war fast so,wie du es beschrieben hast.
Hunde sind halt einfacher getrickt als wir,das war es,was ich vorher schon sagen wollte.
LG Heinz
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Huhu Bernhard,
ich glaube, dass es so sein kann, wie Du sagst, bin aber sicher, es ist nicht immer ein Rangordnungsproblem....es wird zwar offtopic und nutzt in dem konkreten Fall nicht weiter, aber ein Gegenbeispiel:
ich habe eine Hündin, die sich in Erregungszuständen extrem hart gegen körperliche Einwirkungen zeigt, das schon als Welpe, die definitiv ein grosses Defizit im Sozialverhalten hat und an die keiner ausser mir und eine weitere Person ran kann ( anstrengendes Tier)... Alles,was dieser Hund kann, ist beissen...und das ist für sie die Antwort auf alle Nervenprobleme.....der Hund ist immer abgesichert, die einzigen Einwirkungen, die sie annimmt, um keine Gefahr für dritte darzustellen sind die, die emotionslos sind und nicht von mir körperlich kommen....
jeder Kampf, auf den ich mich bei ihr in einem dieser Erregungszustände einlassen würde, müsste an ihr körperlichen Grenzen gehen, wäre für mich gefährlich-wobei sie glücklicherweise nur 24 kg wiegt aber die Zähne eines kleinen Hundeschädels tun weh-müsste gehen und/ oder ist nur für den Moment gewonnen, erschüttert ihr Vertrauen in ihren HF und macht es für die Zukunft noch schlimmer...
Wir kommen gut klar miteinander, ich bin ihre kleine heile Welt und sie will mir nichts böses, möchte ich aber zum Beispiel ihre Krallen schneiden, findet sie das einfach ätzend und fletscht die Zähne...ich könnte sie auch hier massregeln, was aufgrund ihrer Reaktion auf sowas dann wieder sehr unschön wäre oder sie mit einer nicht körperlichen Einwirkung ins Meiden bringen, aber sie will hier nicht die Weltherrschaft übernehmen, sie weiss sich einfach in der Situation nicht anders zu helfen, ihr Vertrauen reicht nicht....also setze ich ihr den Maulkorb auf, sie knurrt, und nach dem Schneiden kommt er ab und sie merkt, alles prima und freut sich und leckt mich ab und ist froh, dass ich doch Freund und nicht Feind bin.
Sorry für den langen Exkurs...und klar hat mein Hund irgendwo 'nen "Schaden" , es soll nur aufzeigen, dass es durchaus verschiedene Ursachen und Gründe geben kann, warum der Hund den HF beissen will und meines Erachtens nach eben manchmal auch Konfliktvermeidung der Weg sein kann...
LG-nadin
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Hallo Nadin,
sicher ist es so, dass ein Hund "der einen Schaden hat" ggf. nicht mit "normalem" Rangordnungsverhalten korrigiert werden kann. Bei meinem Rüden hatte ich bei dem Kampf kurzzeitig auch diesen Gedanken, dass er vielleicht nicht "normal" sei und ich alles noch verschlimmern könnte - bis er auf dem Rücken lag und sich ergab. Da war auch ich glücklich, dass es funktioniert hatte.
Hätte ich es aber nicht bis auf die Spitze getrieben, würde ich über ihn vielleicht heute genau so reden, wie Du über Deine Hündin?
Gruß Bernhard
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Mmmh, hatte ein sehr ähnliches Problem, aber mit einem guten Trainer, natürlich für zwei-drei Wochen auch mit Maulkkorb, habe ich mich entspannt. Und der Hund ergo auch. Die Idee war einfach, wenn der HF locker bleiben kann, weil Hund ja nicht wirklich beissen kann, und dann noch ein Trainer dabei ist, der Dir sagt, zeige ihm was Du möchtest, aber bleibe ruhig und konzentriert, dann könnte so was funktionieren.............auch wenn man im Nachhinein weiter hoch konzentriert bleiben muss und das Verhalten seines Hundes beobachten sollte. Bei mir hat es bis jetzt super geklappt. Und auch wenn es womöglich keiner hören will, wenn ich zu schwach bin, um mit Leine und Halsband zu arbeiten, den TIG ablehne (weil in solchen Situatione das sowieso zu viel Streß reinbringt), dann nehme ich mir raus, einfach mal ne Gerte dabei zu haben. Nicht um den Hund unnötig zu vermöbeln, sondern einfach als etwas verlängerte Hand.
Vielleicht ein Gedankenansatz?
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Nadin,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24639-HILFE-HUND-BEISST-NACH-HUNDEFÜHRERIN/?postID=165159#post165159 schrieb:Wie gesagt, sehr schwer zu beurteilen ohne wirklich was zu sehen, so ein Verhalten birgt ja immer sehr viel Interpretationsspielraum und genauso weiträumig sehen dann die Antworten aus.
so sieht es aus. kenn da einen den man auch so beschreiben könnte,allerdings hat der privat auch das geschehen bestimmt,frei nach dem Motto,läßt du mich nicht zu diesen bestimmten stock beiß ich dich.ist nicht gut wenn man am wald wohnt.
das war aus meiner sicht ein autoritätsproblem
der Hund hat einen neuen hf und der einen tollen Hund.die hf einen neuen tollen Hund. zwei menschen und zwei Hunde sind glücklich.
wenn ein an sich normaler Hund sich gegen zwänge zur wehr setzt würde ich erst mal die ausblildung hinterfragen.
und als anhang
die hf hat in den letzten 20 jahre 5 Hunde aus leistungslinien ausgebildet und alle x mal 3. nicht zu glauben aber sowas gibt's
mfg erwin
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Also der hund ist ausserhalb vom Platz total anders.laut HF. Diese "Attacken" passieren hauptsächlich im fuss und zwar ohne jegliche Einwirkungen.der hund ist fertig für die ipo1 . Er kennt seine Aufgaben. Dieses Problem existiert nur in der uo und nur bei der einen hf'in. Im sd ist er ganz klar sogar trennen am helfer ist völlig problemlos.wie gesagt nur in der uo bei der einen hf'in ohne jegliches zutun
nur wenn er etwas mehr als nur das übliche machen soll kommt protest
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