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Wiedermal Zecken
#11
Ganz so einfach ist das nicht.
Mein Rüde hat kein MDR1 Defekt und verträgt trotzdem kein Scalibor, oder irgendwelche Spot ons.

Ich wohne zum Glück in einer zeckenarmen Gegend. Hochwald, wenig Unterholz, kaum Gras. Sehr kalt im Winter. Zeckenzeit im Frühjahr und nochmal im Herbst. Im Sommer so gut wie gar nicht.
Habe mal einen Test über zwei Jahre gemacht. Rüde ganz ohne Schutz, Hündin mit Scalibor. Beide! etwa zehn Zecken pro Jahr. Egal ob mit oder ohne Schutz. Allerdings bleibt der Rüde immer auf der Forststraße und die Hündin macht schon mal kurze Abstecher rechts oder links. Scalibor und andere Mittel wirken halt auch nicht 100 prozentig.

Beide Hunde dann mit Kokosöl eingerieben. Finde den Aufwand wirklich nicht hoch, muss man auch nicht jeden Tag machen. Nebeneffekt, das Fell wird noch schöner. Beide Hunde wieder maximal 10 Zecken, manchmal auch nur zwei, drei pro Jahr.

Mit Essig einreiben soll auch helfen.
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
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#12
Ich habe mit Kokosöl bedeutend weniger Zecken an meinen Hunden als manch andere Hundehalter im selben Auslaufgebiet, die Nervengifte gegen Zecken verwenden.

@Miba: Man vertraut auf das, mit dem man Erfolg hat. Solange ich mit natürlichen Mitteln nicht mehr Zecken an meinen Hunden haben als andere Hundehalter mit Chemie, so lange werde ich die Chemie von ihnen fern halten. Gerade bei Hunden, die züchterisch genutzt werden (es ist nicht auszuschliessen das gerade Nervengifte einen epigenetischen Einfluss besitzen).
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#13
Mit Chemie habe ich schon 5 jahre lang kein Zecke auf meine Hunde. Und hier ist der druck sehr hoch mit Zecken.
Tur mir leid für schreibfehler komme aus Holland. Confusedorry:
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#14
Wie schön für Dich und Deine Hunde. Meine Hunde haben ohne das Zeugs bisher im Jahr zwischen ein bis drei Zecken. Und so lange das nicht schlimmer wird bleiben sie giftfrei...
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#15
Das liegt definitiv NICHT am MDR1 Defekt, denn darauf ist mein Border (wie eigentlich fast alle Border heutzutage) getestet ;-)

Ganz so einfach ist die Geschichte leider nicht...
Liebe Grüße von Hanna mit den beiden Chaoten Smile
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#16
Antje, ich habe das wirklich versucht mit dem Kokosöl - es hat leider überhaupt nichts gebracht, wir haben hier wirklich viele Zecken, mit Scalibor war sofort Ruhe ...
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#17
Aber 1 bis 3 Zecken können auch krankheiten ubertragen. Un kommt mittlerweile sehr viel vor. Dann doch besser chemisch als krank werden (wenn die es nicht vertragen kann ich es verstehen dass mann dass nicht macht und wass anderes versucht).
Tur mir leid für schreibfehler komme aus Holland. Confusedorry:
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#18
Dejavue,'index.php?page=Thread&postID=144870#post144870' schrieb:Antje, ich habe das wirklich versucht mit dem Kokosöl - es hat leider überhaupt nichts gebracht, wir haben hier wirklich viele Zecken, mit Scalibor war sofort Ruhe ...

Das kann schon sein. Auch die chemischen Mittel wirken ja nicht überall und/oder in manchen Jahren gleich gut.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#19
Draco,'index.php?page=Thread&postID=144873#post144873' schrieb:Aber 1 bis 3 Zecken können auch krankheiten ubertragen. Un kommt mittlerweile sehr viel vor. Dann doch besser chemisch als krank werden (wenn die es nicht vertragen kann ich es verstehen dass mann dass nicht macht und wass anderes versucht).

Ich mache mir viel mehr Gedanken über die Bremsen, die wir hier in manchen Jahren so viel haben dass man im Sommer einige Wege überhaupt nicht gehen kann. Denn die übertragen z.B. die Borrelliose sofort mit ihrem Biss, während das bei Zecken mind. zwei Tage dauert. Zudem ist es so dass die meisten chemisch behandelten Hunde hier bei uns nicht völlig zeckenfrei durch den Sommer gehen. Auch die fangen sich immer mal welche ein, und nicht selten mehr als meine Hunde.

Im übrigen mache ich mir über die Borreliose bei meinen Hunden wenig Gedanken. Gesunde erwachsene Hunde bauen i.d.R. eine natürliche Immunität auf. Zudem wird sie ja durch Zecken nicht sofort übertragen. Und da sich hier viele Hunde trotz chemischer Mittel auch immer ein paar Zecken einfangen, sind meine Hunde in Bezug auf die Babesiose nicht mehr gefährdet als diese. Dafür wird ihr Immunsystem aber nicht durch die Nervengifte beeinträchtigt.

Das muß halt jeder selbst entscheiden. Zudem hängt die Relation von Schaden und Nutzen solcher Mittel auch immer von der Region ab, in der man mit seinem Hund lebt. Es gibt Regionen, da kommt man um die regelmäßige prophylaktische Gabe von Medikamenten nicht drum herum. Hier bei uns hält sich die Gefahr aber in Grenzen, und somit verzichte ich im Interesse meiner Hunde auf solche Maßnahmen.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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#20
Antje,'index.php?page=Thread&postID=144847#post144847' schrieb:es ist nicht auszuschliessen das gerade Nervengifte einen epigenetischen Einfluss besitzen

Sorry, aber das kann ich so nicht stehen lassen: Warum sollen ausgerechnet Nervengifte einen epigenetischen Einfluss auf Keimbahnzellen besitzen, der sich auf Nachkommen auswirkt? Ursächlich gibt es da keinen offensichtlichen Zusammenhang.

1. Epigenetik beschäftigt sich mit sekundären Modifikationen der DNA, z.B. Methylierungen. Dadurch kann der Transkriptionsstatus von Genen verändert werden.
2. Nervengifte wirken an Nervenzellen. In den Dosen wo sie normalerweise eingesetzt werden, sind sie nicht toxisch für die Nervenzellen eines Säugetiers (Ausnahme MDR1 Defekt). Nervenzellen enthalten keine genetischen Informationen die an Nachkommen weiter gegeben werden.
3. Für herkömmliche für Zecken und Flohmittel verwendete Wirkstoffe und auch für andere Neurotoxine kann ich keine Publikation finden, wo ein epigenetischer Effekt auf Keimbahnzellen (Vorläufer von Spermien und Eizellen) beschrieben wird (Quelle Pubmed, wo sämtliche weltweiten wissenschaftlichen Veröffentlichungen zu finden sind). Antje, solltest Du einen solchen Artikel kennen, kannst Du ihn mir gerne schicken.
4. Jeder zugelassene Wirkstoff wird vor der Zulassung auf seine Toxizität für den Foetus und dessen Entwicklung getestet. Wenn dort ein Effekt bei trächtigen Tieren gefunden wurde, muss es in der Packungsbeilage stehen.

Wenn man solche Vermutungen in die Welt setzt, sollte man schon wissen wovon man spricht (Ich habe jahrelang in der biomedizinischen Forschung an der Universität gearbeitet und traue mir deswegen zu, etwas von Epigenetik zu wissen). Es wird so viel Halbwissen von Laien auf diesem Gebiet weiter tradiert, bis es irgendwann zur Wahrheit mutiert und nicht mehr aus den Köpfen rauszukriegen ist. Solche Märchen machen die Leute nur verrückt.

Annemarie
vg,
Annemarie und Denni
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