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Antijagdtraining
Detlef Berensmann,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=170848#post170848 schrieb:wenn ein hundeführer merkt, da ist was im busch, mein hund hat was im kopf, er fängt gleich an zu jagen, und ich versuche nun seine aufmerksamkeit durch futter zu bekommen, bestärke ich automatisch das was ihm gerade durch den kopf geht, das jagen, und zwar schon im ansatz.

Noch so ein Irrtum.
Das Futterzeigen ist in diesem Fall kein Anreiz zu jagen, sondern ein Alternativangebot im Sinne einer Bestechung. Der Hund wägt ab und entscheidet dann. Er wird, wenn er sich gegen das Futter und für die Jagd entscheidet, nicht für die Jagd bestärkt. Man kann es also versuchen mit Bestechung; wenn es funktioniert ,ist es gut, wenn nicht, hat man nichts kaputt gemacht. Nur bei Hunden mit extrem wenig Jagdtrieb funktioniert Bestechung.
Kimmy sollte sich keinesfalls mundtot machen lassen, niemand lernt je aus, sie sollte aber eben auch nicht jeden Ratschlag, der einfach nur selbstbewusst genug und mit Absolutheitsanspruch rübergebracht wird, umsetzen und am Hund "ausprobieren", das kann dem Hund auf Dauer nämlich durchaus nicht gut tun.
10 Leute online gefragt, wissen 10 Leute online 100 pro, wie es geht und bringen das auch überzeugend rüber, ohne Hund und Halter je gesehen zu haben, mag vieles richtig sein,ob der Halter es aber so umsetzen kann und deshalb sollte man jeden Hundebesitzer dazu anregen, sich mal wirklich auf den Hund einzulassen und zu lernen ihn zu lesen, dann merkt man ganz gut, was passt und was nicht und dazu muss man auch nicht hochbegabt sein.

LG-Nadin
Einen Hund richtig zu lesen ist wohl mit das Schwierigste.

Gerade bei den Erziehungs- oder Ausbildungssachen, wo man nicht weiterkommt und dann um Rat fragt, liegt das Problem schon im korrekten Lesen und Beschreiben des Hundes und des Trainingsablaufs. Das können die wenigstens HF. Deshalb sagt ein guter Trainer auch: das muß ich sehen! Zeig mal!Meistens stellt sich dann heraus, dass der HF schon nicht richtig beschrieben hat. Denn er selbst kann seine Fehler meist nicht erkennen, sonst hätte er sie längst abgestellt. Der gute Trainer sieht die Fehler und kann dann richtigen Rat geben.

Ein Grund für die ellenlangen, oft fruchtlosen Diskussionen im Internet ist, dass jeder Kommentator sich ein anderes Bild aufgrund der subjektiven Beschreibung des Fragestellers macht. Wird dann mal ein Video eingestellt, wird die Diskussion meist fruchtbarer. „Das hab ich mir aufgrund der Beschreibung vorher ganz anders vorgestellt“ geht einem dann oft sofort durch den Kopf.

Das Können der hochbegabten und sehr erfolgreichen HF beruht wesentlich auf dem korrekten Lesen des Hundes und des eigenen Verhaltens. Das ist die Königsdisziplin!

„für mich ist es schwer zu verstehen, dass man nach jahrelanger Hundehaltung nicht einfach ein Gefühl dafür entwickelt, wie es miteinander funktioniert und wie nicht.“

Besser als auf ein sich selbst irgendwie im Laufe der Zeit entwickelndes Gefühl zu setzen ist das Sammeln von Wissen durch die von klugen HF angeleitete und kommentierte gemeinsame Beobachtung von Hunden, Teams und Trainings. Da fehlt so manchem aber schlicht das Umfeld.Daraus jemandem, der hier um Rat fragt, einen Vorwurf zu machen und ihm zu unterstellen, er hätte kein richtiges eigenes Gefühl entwickelt, ist überheblich. Vielleicht hat der Ratfragende ja in anderen Bereichen des Zusammenlebens mit Hunden ein ganz prima Gefühl entwickelt, wo sich seine Hunde sehr wohl mit fühlen und auch prima funktionieren.

Und wenn jemand um Rat fragt und erwähnt, dass er bisher schon den und den Rat gehört hätte, das und das ausprobiert hätte, ist auch kein schlechtes Zeichen, sondern zeugt von Wissen um die eigene Begrenztheit und Willen sich zu informieren und etwas zu ändern.Die Empfehlung „dann bleib doch mal konsequent bei einem Weg, statt immer wieder einen anderen auszuprobieren“ ist leicht gesagt, wenn man bei dem einen Weg keine Fortschritte sieht, vielleicht sogar Rückschläge erlebt. Da hilft gegen Überheblichkeit vielleicht das Erinnern eigener Fehler und Rückschläge und die Erkenntnis, dass man vielleicht einfach das unverdiente Glück hatte, zur richtigen Zeit am richtigen Ort den richtigen Trainer getroffen zu haben. Und selbst wenn man alles aus eigener Erkenntnis, Prasis und eigenem Gefühl geschafft hat, also zu den Genies gehört, ist das erst recht kein Grund für Überheblichkeit, sondern eher für Dankbarkeit und Bescheidenheit.
Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=170972#post170972 schrieb:Noch so ein Irrtum.
wenn es um die lerngesetze geht, und hier im besonderen die klassische konditionierung kann man sich eigentlich nicht irren. das hinzufügen eines positiven reizes verstärkt.

Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=170972#post170972 schrieb:Das Futterzeigen ist in diesem Fall kein Anreiz zu jagen, sondern ein Alternativangebot im Sinne einer Bestechung.
futter ist hier kein anreiz, sondern ein verstärker. für hunde wie den von kimmy scheint es keine alternative mehr zu geben und bestechung führt nie zu einer soliden und nachhaltigen ausbildung.

Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=170972#post170972 schrieb:Der Hund wägt ab und entscheidet dann.
naja, ....gut das es hundeführer gibt die dem hund auch mal eine entscheidung abnehmen, und lieber selber entscheiden, ganz so als würden sie den hund auch führen.

Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=170972#post170972 schrieb:Man kann es also versuchen mit Bestechung; wenn es funktioniert ,ist es gut, wenn nicht, hat man nichts kaputt gemacht.
in diesem stadium befinden sich viele hundeführer, und verweilen dort für ewig, vielleicht gehört kimmy ja auch dazu. man macht zwar nichts kaputt, aber ändern tut man auch nichts.

Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=170972#post170972 schrieb:Nur bei Hunden mit extrem wenig Jagdtrieb funktioniert Bestechung.
und genau diese hunde machen auch nicht diese hier diskutierten probleme.
Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=170971#post170971 schrieb:Sollte kimmy einen Hund mit nur mittelstarkem Jagdtrieb haben, den sie trotzdem nicht verlässlich im Freilauf überall kontrollieren kann, so ist das keine Schande und für den Hund kein Drama, wenn er täglich so gehalten wird:
Familienanschluss plus Gartenauslauf plus Gassi an 8m Flexi plus Radfahren plus kleines angenehmesTraining im Garten oder im Haus. Dann ist für Bewegung, Kopf und Seele völlig genug getan.
ich bin mir nicht sicher ob das kimmy reicht, immerhin ist sie aktiv im ringsport umterwegs?!
@kimmy - deine probleme beziehen sich doch nur auf das jagen, oder? im sport hast du doch deinen hund im griff, richtig?
Du hast behauptet, dass in dem Bestechungsbeispiel das Jagen verstärkt wird.

Weil das falsch ist, mal ausführlicher der Ablauf zum besseren Verständnis:
der Hund sieht Wild und will losrennen, in dem Moment winkt der HF mit der Wurst, der Hund wägt ab und entscheidet sich für die Wurst. Er läuft zum HF und frisst die Wurst. Damit wird das Laufen zum HF bestärkt und nicht das Jagen.
Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=170971#post170971 schrieb:Das ist kein Zwang, weil der Hund nicht unter Androhung/Anwendung von Gewalt gezwungen wird.
da spielen zwei schach, beide wollen gewinnen, einer macht aber den ersten zug, der andere ist nun in zugzwang, er muss eine figur bewegen, weil er auch gewinnen will, er wird dazu nicht unter androhung oder anwendung von gewalt gezwungen. zieht er nicht, verliert er das spiel, aber das will er ja nicht. er ist gewzungen und in diesem moment hoch motiviert. das ist nicht nur beim menschen so.
Um solche Unschärfen der Alltagssprache zu vermeiden, ist es sinnvoll sich an die in der Lernforschung eingeführten Begriffe zu halten. Da wird Zwang nicht mit Gewinnabsicht gleichgesetzt, weil das völlig in die Irre führen würde.
Zum Glûck ist Hundeausbildung leichter....
Alle sagten,es geht nicht,da kam einer der das nicht wusste-und tat es....
Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=170980#post170980 schrieb:Um solche Unschärfen der Alltagssprache zu vermeiden, ist es sinnvoll sich an die in der Lernforschung eingeführten Begriffe zu halten.
Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=170959#post170959 schrieb:Die Überheblichkeit der einen ist für die anderen eine Erniedrigung. (E.Ferstl)

ich denke das alle hier im forum mit der alltagssprache gut zurecht kommen.


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