06-01-2011, 17:01
M. Lorenz,'index.php?page=Thread&postID=107503#post107503' schrieb:OK, den Sieg in dem Sinne, dass der Helfer weder beim Transport noch nach dem Abmelden Reizlagen bilden darf, verstehe ich. Aber welche Motivation gibt es nun für den Hund, nach dem Sieg (dem Trennen) eine "dominante" Bewachungsphase zu zeigen? Besteht nicht die Gefahr, dass er gerade an dieser Stelle frustriert?
Hallo,
nein, warum? Das wird natürlich auch trainiert. Der Hund muss in der Bewachung jederzeit mit dem Angriff rechnen. Natürlich wird da auch im Training wert drauf gelegt, da wird mal der Hund an der Leine gesperrt, mal ins Leere springen gelassen, etc. Also im Prinzip dasselbe was man bei jeder Arbeit macht. Das ist Technik und unterscheidet sich nicht vom herkömmlichen Aufbau. Bewachungsphasen werden genauso trainiert wie immer... entscheidend ist eben nur, aus welcher Stimmung heraus der Hund beißt und was sein "Triebziel" ist. Alles andere ist Beiwerk und kann unabhängig vom System trainiert werden.
Und natürlich kommen auch Zwänge rein. Es trennen ja nicht alle Hunde selbständig... es gibt genug, die haben Spass am "Prügeln" mit dem Helfer. Im Fußball würde man sagen "die treten nach". Es ist logisch, dass auch hier der Hundeführer das letzte Wort hat und das schlußendlich das "Trennen" eine Gehorsamsleistung ist, die sofort erfolgen muss. Da aber Beute nicht im Vordergrund steht, braucht man i. d. R. deutlich weniger Zwänge und der Hund muss sein "Triebziel" ja nicht loslassen bzw. aufgeben. Er bannt den Helfer und dominiert eben über diese Schiene.
Wie schon vor einigen Seiten gesagt: Der Unterschied liegt im Triebziel und in der Frage "Warum" der Hund beißt. Hat er das erstmal begriffen, ist der Unterschied im Beibringen der Technik nicht mehr so gewaltig.
Viele Grüße
Sören

