06-01-2011, 15:01
Hallo Nadin,
du hast Recht - ich bin ein Beutefan.
Aber ich versuche für mich den Weg etwas zu verändern, da haben mir Alf und Co. sicher einen sehr interessanten Impuls gegeben.
Mein Hund soll möglichst stressfrei und selbstsicher bzw. dominant gegen den Helfer auftreten. Das Kanalisieren in die Beute hat für mich nach wie vor folgenden Vorteil: Der Hund reagiert sich ab, ich kann so aufgestaute Energie abfließen lassen und der Hund benimmt sich wieder "normal" so wie es jedem Lebenwesen ergeht, wenn es seine Triebenergie abgebaut hat - es fühlt sich wohl und ausgeglichen - ein guter Zustand.
Meine Hunde sollen keinen permanenten "Hass" gegen den Helfer entwickeln - mir genügt der Kampf, die Auseinandersetzung um die Beute, aber möglichst intelligent aufgebaut, damit der Hund mit hohem Einsatz, mit Dominanz und Durchsetzungswillen (Aggression - von lat. aggredere - an etwas herangehen - Widerstand überwinden) sein Ziel erreichen kann.
Die Fokusierung auf den "Schutz" = Revierverteidigungsaggression, Sozialaggression = Gegenspieler ist das Meiden, möchte ich nicht.
Bei mir steht der Sport im Vordergrund, da habe ich als Massstab die PO - an diesem Tag wird "abgerechnet".
Ob die Rechnung gut für mich ist, liegt in erster Linie an meiner Ausbildung, der Form meines Hundes und mir am Prüfungstag und auch am objektiven Auge des LR.
Ich treibe schon sehr lange Hundesport auf OG-Niveau. In meinen Anfängen wurden die Hunde oft über ihre Belastungsgrenze hinaus bearbeitet. Motivationsgründe des Hundes für seine Arbeit wurden nur wenig beachtet.
Alles war mehr "Dressur".
Bei diversen Nachtübungen zeigte sich oft, welcher Hund den "Arsch" in der Hose hatte. Oft waren es gerade die Hunde, die auf dem Übungsplatz eher nicht mit dem allergrößten Interesse bei der Sache waren.
Nun wieder zur Dominanz:
Künftig werde ich versuchen, dem Welpen von Anfang an das Spiel, ich - Welpe- vertreibe diesen "komischen" Kerl da, zusammen mit meinem "Alten" lustbetont zu spielen ohne zu beissen, das krieg ich auf so hin. Dies werde ich nach und nach steigern und den Erfolg schwieriger machen, altersgemäß für den oder die Kleine erhöhen. Die Beute bleibt anfangs völlig aus dem Spiel, damit das junge noch nicht ganz "beschriebene" Hirn nicht schon gleich in der Beute landet und da nicht mehr raus kann.
Parallel machen wir beide unsere Beutespielchen ohne den Helfer bei der Ausbildung.
Der Helfer bleibt in seinem Kostüm dieser komische Kerl, vor dem ich -Welpe- keine Angst habe und wenn ich auf den Plan komme, dann verjage ich den mit meinem Alten zusammen. Mit zunehmendem Alter muß ich mich da schon mächtig anstrengen, sonst haut der Kerl nicht ab.
Erst in einem späteren Alter - vielleicht 12 Monaten - will dieser Kerl mir doch mein Spielzeug streitig machen, dem habe ich es aber gezeigt.
Ab hier kommt die Beute ins Spiel, aber nicht spektakulär - ich "Junghund" pack das Ding, mach damit, was ich will, kommt der Alte und will es haben kriegt er es, hab ich ja längst gelernt.
Der komische Typ schleicht sich, wie immer vom Acker.
So, mal die etwas lustige Art meines Verstehens und der Versuch des "Neulernens".
Gerhard
du hast Recht - ich bin ein Beutefan.
Aber ich versuche für mich den Weg etwas zu verändern, da haben mir Alf und Co. sicher einen sehr interessanten Impuls gegeben.
Mein Hund soll möglichst stressfrei und selbstsicher bzw. dominant gegen den Helfer auftreten. Das Kanalisieren in die Beute hat für mich nach wie vor folgenden Vorteil: Der Hund reagiert sich ab, ich kann so aufgestaute Energie abfließen lassen und der Hund benimmt sich wieder "normal" so wie es jedem Lebenwesen ergeht, wenn es seine Triebenergie abgebaut hat - es fühlt sich wohl und ausgeglichen - ein guter Zustand.
Meine Hunde sollen keinen permanenten "Hass" gegen den Helfer entwickeln - mir genügt der Kampf, die Auseinandersetzung um die Beute, aber möglichst intelligent aufgebaut, damit der Hund mit hohem Einsatz, mit Dominanz und Durchsetzungswillen (Aggression - von lat. aggredere - an etwas herangehen - Widerstand überwinden) sein Ziel erreichen kann.
Die Fokusierung auf den "Schutz" = Revierverteidigungsaggression, Sozialaggression = Gegenspieler ist das Meiden, möchte ich nicht.
Bei mir steht der Sport im Vordergrund, da habe ich als Massstab die PO - an diesem Tag wird "abgerechnet".
Ob die Rechnung gut für mich ist, liegt in erster Linie an meiner Ausbildung, der Form meines Hundes und mir am Prüfungstag und auch am objektiven Auge des LR.
Ich treibe schon sehr lange Hundesport auf OG-Niveau. In meinen Anfängen wurden die Hunde oft über ihre Belastungsgrenze hinaus bearbeitet. Motivationsgründe des Hundes für seine Arbeit wurden nur wenig beachtet.
Alles war mehr "Dressur".
Bei diversen Nachtübungen zeigte sich oft, welcher Hund den "Arsch" in der Hose hatte. Oft waren es gerade die Hunde, die auf dem Übungsplatz eher nicht mit dem allergrößten Interesse bei der Sache waren.
Nun wieder zur Dominanz:
Künftig werde ich versuchen, dem Welpen von Anfang an das Spiel, ich - Welpe- vertreibe diesen "komischen" Kerl da, zusammen mit meinem "Alten" lustbetont zu spielen ohne zu beissen, das krieg ich auf so hin. Dies werde ich nach und nach steigern und den Erfolg schwieriger machen, altersgemäß für den oder die Kleine erhöhen. Die Beute bleibt anfangs völlig aus dem Spiel, damit das junge noch nicht ganz "beschriebene" Hirn nicht schon gleich in der Beute landet und da nicht mehr raus kann.
Parallel machen wir beide unsere Beutespielchen ohne den Helfer bei der Ausbildung.
Der Helfer bleibt in seinem Kostüm dieser komische Kerl, vor dem ich -Welpe- keine Angst habe und wenn ich auf den Plan komme, dann verjage ich den mit meinem Alten zusammen. Mit zunehmendem Alter muß ich mich da schon mächtig anstrengen, sonst haut der Kerl nicht ab.
Erst in einem späteren Alter - vielleicht 12 Monaten - will dieser Kerl mir doch mein Spielzeug streitig machen, dem habe ich es aber gezeigt.
Ab hier kommt die Beute ins Spiel, aber nicht spektakulär - ich "Junghund" pack das Ding, mach damit, was ich will, kommt der Alte und will es haben kriegt er es, hab ich ja längst gelernt.
Der komische Typ schleicht sich, wie immer vom Acker.
So, mal die etwas lustige Art meines Verstehens und der Versuch des "Neulernens".
Gerhard

