03-01-2011, 15:01
Hallo Dino,
es geht nicht darum, wo sie rein beißen, sondern mit welcher Stimmung und aus welchem Beweggrund.
Es gibt Hunde, die haben einen so überragenden Beutetrieb, die bekommen trotz des Aggressionsaufbaus nach Monaten den ersten Anbiss und verfallen danach sofort in dieses Beutequietschen. Dann muss man hier im Beutebereich etwas piano arbeiten, da hier die Beute ansonsten zu sehr überweigt und man dann diese ganzen Nebenerscheinungen hat (Zumachen beim Verbellen, Quietschen im Bellen, etc.).
Wichtig ist, dass die Hauptintention des Hundes das "Dominieren wollen" ist. Das Beißen soll nur die Endhandlung darstellen, quasi die "Krönung des Dominierens". Danach hört auch die Ausbildung auf. Hat der Hund gebissen, bekommt er die Beute und ich gehe stiften. Was er mit der Beute macht, überlasse ich ihm. Die meisten laufen ein paar Schritte, spucken sie dann aus und gehen wieder Richtung Helfer. Einige wenige laufen richtige Beuterunden. Auch die lasse ich... wenn Sie denn die Beute nach dem Schutzdienst vom Platz tragen wollen, sollen sie das tun. Da unterscheide ich mich sicherlich von Alfs Aufbau... wenn sie tragen, lasse ich sie tragen. Wenn sie den Ärmel in die Box oder zum Auto mitnehmen wollen, dann sollen sie das tun. Wenn nicht, dann sollen sie es bleiben lassen. Das bilde ich nicht aus und überlasse das komplett dem Hund. Wie gesagt, entscheidend ist der Anbiß.
Wenn es irgendwann mal zum "Ersten Anbiß" kommt, dann kommt der immer ungefähr in der Mitte der Übungseinheit. Der Hund hat mir aber zu diesem Zeitpunkt schon über Wochen angezeigt, dass er mir "eine knallen" würde, wenn er denn könnte. Erst wenn diese Einstellung da ist, dann zeige ich ihm, wo er das darf. Das ist dann meistens ein Keilkissen. So ein Keilkissen kennt der Hund aber schon aus dem Spiel mit dem Hundeführer und aus einigen Übungseinheiten außerhalb des Schutzdienstes (Führigkeit, Techniktraining, Transporte, Revieren, etc.). Daher weiß er schon, was er damit machen soll. In der Regel, ist dieser erste Anbiß aber in der Tat völlig unspektakulär. Die meisten Hunde fassen zu, da das Kissen das einzige ist was sie zu fassen bekommen, kriegen das sofort geschenkt, bekommen mit, dass der Helfer nach dem Anbiß panisch die Flucht ergreift und... naja... that's it.
Meistens spucken sie das Kissen danach wieder aus und gehen dem Helfer hinterher. Einige tragen ein paar Sekunden, das dürfen die dann auch. Vom HF wird gelobt, wird das Kissen gespuckt geht die Arbeit von vorne wieder los und meistens ist der zweite Anbiß (wenn es nicht schon der erste ist) knallhart und mit richtig Druck.
Wie es danach weiter geht, mache ich dann von der Situation abhängig. Bei Hunden, die zu sehr in die Aggression gehen und die bei Belastung sofort die Beute spucken und den Helfer quer nehmen wollen, mache ich schonmal etwas Beutearbeit. Aber nur so viel, wie ich brauche, damit sie in der Beute etwas stabiler werden. Das ist aber eher die Ausnahme und das mache ich nur bei Hunden, die beutetechnisch ohnehin Defizite haben.
Ansonsten gibt es keinen "Musteraufbau". Das was gut ist wird gefördert, was schlecht ist wird abtrainiert... das ist es eigentlich... kann das schriftlich schlecht erklären.
Viele Grüße
Sören
es geht nicht darum, wo sie rein beißen, sondern mit welcher Stimmung und aus welchem Beweggrund.
Es gibt Hunde, die haben einen so überragenden Beutetrieb, die bekommen trotz des Aggressionsaufbaus nach Monaten den ersten Anbiss und verfallen danach sofort in dieses Beutequietschen. Dann muss man hier im Beutebereich etwas piano arbeiten, da hier die Beute ansonsten zu sehr überweigt und man dann diese ganzen Nebenerscheinungen hat (Zumachen beim Verbellen, Quietschen im Bellen, etc.).
Wichtig ist, dass die Hauptintention des Hundes das "Dominieren wollen" ist. Das Beißen soll nur die Endhandlung darstellen, quasi die "Krönung des Dominierens". Danach hört auch die Ausbildung auf. Hat der Hund gebissen, bekommt er die Beute und ich gehe stiften. Was er mit der Beute macht, überlasse ich ihm. Die meisten laufen ein paar Schritte, spucken sie dann aus und gehen wieder Richtung Helfer. Einige wenige laufen richtige Beuterunden. Auch die lasse ich... wenn Sie denn die Beute nach dem Schutzdienst vom Platz tragen wollen, sollen sie das tun. Da unterscheide ich mich sicherlich von Alfs Aufbau... wenn sie tragen, lasse ich sie tragen. Wenn sie den Ärmel in die Box oder zum Auto mitnehmen wollen, dann sollen sie das tun. Wenn nicht, dann sollen sie es bleiben lassen. Das bilde ich nicht aus und überlasse das komplett dem Hund. Wie gesagt, entscheidend ist der Anbiß.
Wenn es irgendwann mal zum "Ersten Anbiß" kommt, dann kommt der immer ungefähr in der Mitte der Übungseinheit. Der Hund hat mir aber zu diesem Zeitpunkt schon über Wochen angezeigt, dass er mir "eine knallen" würde, wenn er denn könnte. Erst wenn diese Einstellung da ist, dann zeige ich ihm, wo er das darf. Das ist dann meistens ein Keilkissen. So ein Keilkissen kennt der Hund aber schon aus dem Spiel mit dem Hundeführer und aus einigen Übungseinheiten außerhalb des Schutzdienstes (Führigkeit, Techniktraining, Transporte, Revieren, etc.). Daher weiß er schon, was er damit machen soll. In der Regel, ist dieser erste Anbiß aber in der Tat völlig unspektakulär. Die meisten Hunde fassen zu, da das Kissen das einzige ist was sie zu fassen bekommen, kriegen das sofort geschenkt, bekommen mit, dass der Helfer nach dem Anbiß panisch die Flucht ergreift und... naja... that's it.
Meistens spucken sie das Kissen danach wieder aus und gehen dem Helfer hinterher. Einige tragen ein paar Sekunden, das dürfen die dann auch. Vom HF wird gelobt, wird das Kissen gespuckt geht die Arbeit von vorne wieder los und meistens ist der zweite Anbiß (wenn es nicht schon der erste ist) knallhart und mit richtig Druck.
Wie es danach weiter geht, mache ich dann von der Situation abhängig. Bei Hunden, die zu sehr in die Aggression gehen und die bei Belastung sofort die Beute spucken und den Helfer quer nehmen wollen, mache ich schonmal etwas Beutearbeit. Aber nur so viel, wie ich brauche, damit sie in der Beute etwas stabiler werden. Das ist aber eher die Ausnahme und das mache ich nur bei Hunden, die beutetechnisch ohnehin Defizite haben.
Ansonsten gibt es keinen "Musteraufbau". Das was gut ist wird gefördert, was schlecht ist wird abtrainiert... das ist es eigentlich... kann das schriftlich schlecht erklären.
Viele Grüße
Sören

