12-08-2010, 16:08
Monika Grünen,index.php?page=Thread&postID=96642#post96642' schrieb:Ich denke, es ist die Kombination von beidem. Wobei der Hund, der flinker im Kopf, reagibler in den einzelnen Situationen,arbeitsbereiter, teamfähiger und "unterordnungsbereiter" ist, auch der Hund ist, mit dem es schöner ist zu arbeiten. Man arbeitet nicht gegeneinander sondern miteinander. Das alles hat nichts damit zu tun, daß diese Hunde nicht ebenso hart und kompromißlos sein können, wie diejenigen, denen man vieles über Zwänge zeigen und lernen muß.Jupps, so sehe ich es auch, zunächst mal wäre es nicht schlecht, von dem Denken wegzukommen, dass nur ein "echter" einer ist, der nicht kooperiert und bei jeder Einwirkung gleich guten Tag sagt, denn oft und ich betone oft, nicht immer, kommt dies eben nur aus dem Konflikt heraus, Zwänge nicht zu verstehen und daher nicht umsetzen zu können, und genau an der Stelle sind wir wieder bei der Ausbildung.
Alles hat seine Vor-und seine Nachteile, es ist in manchen Beziehungen einfacher mit einem Hund zu arbeiten, der, wie Monika schreibt, sehr flink im Kopf ist und höchst arbeitsbereit und intelligent , Übereifer und "Vorausdenken", auch das Erinnerungsvermögen können manchmal in der Ausbildung aber genauso ein Problem darstellen, welches ein derber und stumpfer Hund nicht hat. Von daher glaube ich eben nicht, dass der Mali grundsätzlich leichter auszubilden ist, aber ich denke an der Basis und das sind ja nun mal die vielen Hundeplätze überall, wird sich vom "gemeinen" Mali-HF eher auf den Hund eingestellt, Hundeführer sind bereit, zu probieren, was und welche Arbeit zum Hund passt und das ist bei vielen DSH-HF einfach nicht so. Es wird mit jedem Hund gleich gearbeitet, völlig ungeachtet dessen, wo seine Talente liegen und was man fördern müsste, soweit wird oft gar nicht gedacht.
Unbestritten gibt es ja schon ein Umdenken im DSH"Lager" und es machen immer mehr auch eine sehr ansehnliche Arbeit, aber es gibt auch noch viele "gestrige", und dies schon deshalb weniger bei den Malis, weil die Rasse noch gar nicht soo lang so populär ist.
Ich weiss nicht, inwieweit züchterisch bei den DSH gehandelt werden müsste und in welche Richtung und ob überhaupt nötig, denn wie ich auch schon sagte, ich sehe doch viele gut veranlagte DSH-Welpen und Junghunde, die alles haben, was man sich für Sport und Dienst, soweit man es altersmässig sagen kann, wünscht.
Ich denke, ein Fakt, der auch nicht unberücksichtigt bleiben sollte, warum Mali-Leute Malis haben und keine DSH ist auch die Gesundheit, freilich ist auch der Malinois kein Hund mit Garantie auf ewige Gesundheit und HD/ED ,Herzgeschichten, Epilepsie, Atemwegsprobleme sollten keine Fremdwörter für Züchter sein, aber noch ist die Wahrscheinlichkeit einen Mali lange gesund führen zu können wohl einfach höher als einen DSH .Zumindest höre ich in meinem Trainingsumfeld öfter von "platten" DSH als von "platten" Malis.
LG-Nadin

