19-01-2010, 23:01
Unser Rüde ist ein begeisterter Passgänger und zwar immer:
- wenn er müde ist und nicht mehr so fit mitlaufen kann
- wenn er krank / verletzt war und dann so machesmal mit der Schonhaltung durchgekommen ist - er hat sich schlichtweg an das "Schlampen" gewöhnt.
Passgang ist von der Geschwindigkeit zwischen Schritt und Trab angesiedelt.
Fast alle grossen und schweren Hunde neigen dazu eher Pass zu laufen statt Trab - siehe z.B. Bernhardiner, Leonberger, Berner Senn etc. - die zeigen das auch deutlich durch dieses Schaukeln von Rücken und Hintern. Dies geschieht durch das seitengleiche Belasten der Gliedmassen, während beim Trab ja die Beine diagonal arbeiten und auch immer eine Phase gibt wo kurz alle 4 Beine in der Luft sind. Dann ist der Gang auch locker und federnd. Viele Hunde die auf der Vor- oder Hinterhand ein Problem haben (vom Zehenbruch, über ED, HD, Spondiolose, Karpalgelenkerkrankungen oder sonstwas) neigen zum Pass, weil dann die Stützphase auf dem einen (von zwei Beinen) nicht so krass ist wie wenn der Hund diagonal das Gleichgewicht halten muss.
Von daher ist das schon eine Art Schongang vom Hund und von Grund auf nicht "normal".
Aber:
Es gibt Hunde die machen das wirklich um ökonomisch zu laufen, v.a. wenn sie in ihrer normalen Trabgeschwindigkeit gebremst werden (Fahrrad, Joggen, Leine Laufen - aber v.a. in der UO! Viele HF gehen zu langsam, so dass der Hund nicht Schritt gehen kann aber eben auch nicht frei traben...)
Unser Rüde hat es gezeigt, wenn er monatelang z.B. wegen Beinbruch vorne immer "eiern" durfte, wie ein Hund mit Gipsbein halt humpelt. Das hat er sich dann angewöhnt und hat es auch ohne Gips gezeigt. Und leider hatte er vorne immer etwas. Zehen gebrochen, Sehne offen oder sonstwas - dauernd Vollgips oder kompletter Verband.
Ich habe ihm dann ein Kommando konditioniert, das ich (nach der Reha) anfangs immer mit einem Loslaufen von mir verbunden habe (Laufen nicht Gehen...), so dass er sein Tempo soweit erhöhen musste, um dann "umzuspringen" und frei zu traben. Das konnte er dann anfangs nur eine kurze Zeit durchhalten bevor er müde wurde.
Das Problem ist, dass sich die Muskulatur auch anders aufbaut wenn ein Hund dauernd Pass läuft statt trabt, so dass er muskulär / konditionell auch nicht einfach die gleichen Strecken frei traben können wenn sie vorher immer Pass gelaufen sind. Das muss man echt üben - und ich habe ihn jedes Mal angefeuert, wenn er wieder auf Pass umgesprungen ist. Wird und wurde dann jeweils immer besser. Allerdings weiss ich von einigen Bernern und Leonbergern, da kannst du üben was Du willst die lernen das nicht - aber das ist auch der Grund warum auf den Ausstellungen alle so um den Ring rasen, weil sie die Hunde so schnell zum Laufen bringen wollen, dass er trabt und nicht Pass läuft...
tschau Anja
- wenn er müde ist und nicht mehr so fit mitlaufen kann
- wenn er krank / verletzt war und dann so machesmal mit der Schonhaltung durchgekommen ist - er hat sich schlichtweg an das "Schlampen" gewöhnt.
Passgang ist von der Geschwindigkeit zwischen Schritt und Trab angesiedelt.
Fast alle grossen und schweren Hunde neigen dazu eher Pass zu laufen statt Trab - siehe z.B. Bernhardiner, Leonberger, Berner Senn etc. - die zeigen das auch deutlich durch dieses Schaukeln von Rücken und Hintern. Dies geschieht durch das seitengleiche Belasten der Gliedmassen, während beim Trab ja die Beine diagonal arbeiten und auch immer eine Phase gibt wo kurz alle 4 Beine in der Luft sind. Dann ist der Gang auch locker und federnd. Viele Hunde die auf der Vor- oder Hinterhand ein Problem haben (vom Zehenbruch, über ED, HD, Spondiolose, Karpalgelenkerkrankungen oder sonstwas) neigen zum Pass, weil dann die Stützphase auf dem einen (von zwei Beinen) nicht so krass ist wie wenn der Hund diagonal das Gleichgewicht halten muss.
Von daher ist das schon eine Art Schongang vom Hund und von Grund auf nicht "normal".
Aber:
Es gibt Hunde die machen das wirklich um ökonomisch zu laufen, v.a. wenn sie in ihrer normalen Trabgeschwindigkeit gebremst werden (Fahrrad, Joggen, Leine Laufen - aber v.a. in der UO! Viele HF gehen zu langsam, so dass der Hund nicht Schritt gehen kann aber eben auch nicht frei traben...)
Unser Rüde hat es gezeigt, wenn er monatelang z.B. wegen Beinbruch vorne immer "eiern" durfte, wie ein Hund mit Gipsbein halt humpelt. Das hat er sich dann angewöhnt und hat es auch ohne Gips gezeigt. Und leider hatte er vorne immer etwas. Zehen gebrochen, Sehne offen oder sonstwas - dauernd Vollgips oder kompletter Verband.
Ich habe ihm dann ein Kommando konditioniert, das ich (nach der Reha) anfangs immer mit einem Loslaufen von mir verbunden habe (Laufen nicht Gehen...), so dass er sein Tempo soweit erhöhen musste, um dann "umzuspringen" und frei zu traben. Das konnte er dann anfangs nur eine kurze Zeit durchhalten bevor er müde wurde.
Das Problem ist, dass sich die Muskulatur auch anders aufbaut wenn ein Hund dauernd Pass läuft statt trabt, so dass er muskulär / konditionell auch nicht einfach die gleichen Strecken frei traben können wenn sie vorher immer Pass gelaufen sind. Das muss man echt üben - und ich habe ihn jedes Mal angefeuert, wenn er wieder auf Pass umgesprungen ist. Wird und wurde dann jeweils immer besser. Allerdings weiss ich von einigen Bernern und Leonbergern, da kannst du üben was Du willst die lernen das nicht - aber das ist auch der Grund warum auf den Ausstellungen alle so um den Ring rasen, weil sie die Hunde so schnell zum Laufen bringen wollen, dass er trabt und nicht Pass läuft...
tschau Anja


