21-11-2006, 18:11
Hallo Susanne,
das Problem des Zuchtwertverfahrens im SV ist, daß zum überwiegenden Teíl nur die Hunde ins Verfahren einfließen, die aufgrund ihres HD-Befundes noch zuchtfähig sind. Sprich die schlechten Hüften werden nicht eingereicht und wirken sich somit nicht auf die Zuchtwerte der verwandten Tiere aus.
Warum das so ist, dafür gibt es mehrere Gründe. Einer wird sein, daß die Eintragung des HD-Befundes Geld kostet. Die wenigsten betroffenen Hundehalter wollen 35 Euro dafür löhnen, daß der Zuchtverband eine schlechte Hüfte gnädig zur Kenntnis nimmt.
Hast Du eine Hündin, die 5 Welpen bringt, und diese Welpen erhalten alle den Befund "fast normal", dann steigt Deine Hündin um ca. 10 im Zuchtwert. Wenn aber die Hüften in diesem Wurf alle so schlecht wären, daß Hundehalter und Tierärzte sagen "Hat eh keinen Sinn...!" und die Bilder werden gar nicht eingeschickt, dann verschlechtert sich der Zuchtwert Deiner Hündin nicht. Letztendlich müßten die Hüften der Hunde, deren Bilder nicht eingeschickt werden, schlechter als "noch zugelassen" gewertet werden.
Ein weiteres Problem ist, daß viele SVler mit einem fiktiven Wert wie dem HD-Zuchtwert nicht umgehen können. Für sie ist ein hoher Wert "schlecht" und ein niedriger Wert "gut". Einige züchten sogar ganz bewußt so, daß sie nur Hunde mit niedrigen Zuchtwerten verpaaren.
Aber nicht ein niedriger Zuchtwert ist das Ziel. Sondern HD-freie Nachzucht, möglichst unter Ausnutzung der gesamten Bandbreite der genetischen Vielfalt innerhalb der Population. Und wenn ein Züchter dieses Ziel erreicht, dann sind bei seinen Hunden auch Zuchtwerte über 100 kein Thema. Der HD-Zuchtwert ist nicht das Ziel, sondern lediglich eine Hilfe auf dem Weg zu diesem. Aber das haben leider Viele im SV noch nicht verstanden.
Grüße
Antje
das Problem des Zuchtwertverfahrens im SV ist, daß zum überwiegenden Teíl nur die Hunde ins Verfahren einfließen, die aufgrund ihres HD-Befundes noch zuchtfähig sind. Sprich die schlechten Hüften werden nicht eingereicht und wirken sich somit nicht auf die Zuchtwerte der verwandten Tiere aus.
Warum das so ist, dafür gibt es mehrere Gründe. Einer wird sein, daß die Eintragung des HD-Befundes Geld kostet. Die wenigsten betroffenen Hundehalter wollen 35 Euro dafür löhnen, daß der Zuchtverband eine schlechte Hüfte gnädig zur Kenntnis nimmt.
Hast Du eine Hündin, die 5 Welpen bringt, und diese Welpen erhalten alle den Befund "fast normal", dann steigt Deine Hündin um ca. 10 im Zuchtwert. Wenn aber die Hüften in diesem Wurf alle so schlecht wären, daß Hundehalter und Tierärzte sagen "Hat eh keinen Sinn...!" und die Bilder werden gar nicht eingeschickt, dann verschlechtert sich der Zuchtwert Deiner Hündin nicht. Letztendlich müßten die Hüften der Hunde, deren Bilder nicht eingeschickt werden, schlechter als "noch zugelassen" gewertet werden.
Ein weiteres Problem ist, daß viele SVler mit einem fiktiven Wert wie dem HD-Zuchtwert nicht umgehen können. Für sie ist ein hoher Wert "schlecht" und ein niedriger Wert "gut". Einige züchten sogar ganz bewußt so, daß sie nur Hunde mit niedrigen Zuchtwerten verpaaren.
Aber nicht ein niedriger Zuchtwert ist das Ziel. Sondern HD-freie Nachzucht, möglichst unter Ausnutzung der gesamten Bandbreite der genetischen Vielfalt innerhalb der Population. Und wenn ein Züchter dieses Ziel erreicht, dann sind bei seinen Hunden auch Zuchtwerte über 100 kein Thema. Der HD-Zuchtwert ist nicht das Ziel, sondern lediglich eine Hilfe auf dem Weg zu diesem. Aber das haben leider Viele im SV noch nicht verstanden.
Grüße
Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
Mark Twain
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