30-03-2009, 13:03
Deltamethrin ist sehr lipophil d.h. fettlöslich. Und alles was fettlöslich ist und auf die Haut geschmiert wird oder darauf gelegt wird geht durch die Haut (Atmungsorgan!).
Allerdings nicht nur in´s Unterfettgewebe wie Mika geschrieben hat, sonder es verteilt sich über den Blutkreislauf und bleibt im Nervenfettgewebe hängen. Dort reichert sich die Substanz an (Akkumulation).
Durch Adsorption und Diffusion im Nervenfettgewebe bilden sich unvorhersehbare Depots, aus denen die Wirkstoffe durch Rückdiffusion und Desorption wieder in den Blutkreislauf gelangen, wieder an den Körper abgegeben werden und zur Dauerbelastung für den Körper werden.
einfacher geschrieben: die bereits im Nervenfettgewebe abgelagerten Giftstoffe werden durch eine erneute Kontamination wieder freigesetzt. Sie zirkulieren erneut durch den Körper, belasten den Organismus erneut und können sich dann an noch nicht geschädigtem Gewebe festsetzen und dort mit dem neu hinzugekommen Giftaufnahme eine noch heftigere Schädigung hervorrufen.
Das heißt, es ist nur eine Frage der Zeit, bis niedrige Konzentrationen dieselben Wirkungen erzielen wie hohe Dosen -langsam schleichende chronische Intoxikation. Nicht zu verwechseln mit einer akuten Intoxikation die entsteht, wenn eine sehr große Menge an Gift aufeinmal aufgenommen wird.
Je nachdem wie fetthaltig die Haut eines Tieres oder Menschen ist, wird das Deltamethrin mehr oder weniger aufgenommen.
Eine fetthaltigere Haut nimmt also mehr von dem Stoff auf, als eine weniger fetthaltige Haut.
Noch ein Beispiel zur Fettlöslichkeit: trinkt man ein Glas Wasser mit Deltamethrin (sollte man natürlich nicht tun!!!) wird es weitaus weniger zu toxischen Erscheinungen kommen als wenn man das Deltamethrin in Öl aufgelöst trinken würde.
Wirbeltiere und Menschen welche sich sportlich betätigen nehmen den Stoff wiel eher an, da man bekanntlich beim Sport mehr Fett verbrennt und die Haut, das Unterhautfettgewebe, die Organe etc. viel stärker durchblutet werden.
Eigentlich wollte ich hier nu keine Doktorarbeit schreiben. Mir ist es lediglich ein Anliegen, daß sich Gedanken über den Einsatz von derartigen Substanzen gemacht werden.
Juddel
@ Mika ...ich habe nicht nur jahrelang mit diesen Stoffen beruflich zu tun gehabt. Ich bin auch selber heftigst daran erkrankt!
Allerdings nicht nur in´s Unterfettgewebe wie Mika geschrieben hat, sonder es verteilt sich über den Blutkreislauf und bleibt im Nervenfettgewebe hängen. Dort reichert sich die Substanz an (Akkumulation).
Durch Adsorption und Diffusion im Nervenfettgewebe bilden sich unvorhersehbare Depots, aus denen die Wirkstoffe durch Rückdiffusion und Desorption wieder in den Blutkreislauf gelangen, wieder an den Körper abgegeben werden und zur Dauerbelastung für den Körper werden.
einfacher geschrieben: die bereits im Nervenfettgewebe abgelagerten Giftstoffe werden durch eine erneute Kontamination wieder freigesetzt. Sie zirkulieren erneut durch den Körper, belasten den Organismus erneut und können sich dann an noch nicht geschädigtem Gewebe festsetzen und dort mit dem neu hinzugekommen Giftaufnahme eine noch heftigere Schädigung hervorrufen.
Das heißt, es ist nur eine Frage der Zeit, bis niedrige Konzentrationen dieselben Wirkungen erzielen wie hohe Dosen -langsam schleichende chronische Intoxikation. Nicht zu verwechseln mit einer akuten Intoxikation die entsteht, wenn eine sehr große Menge an Gift aufeinmal aufgenommen wird.
Je nachdem wie fetthaltig die Haut eines Tieres oder Menschen ist, wird das Deltamethrin mehr oder weniger aufgenommen.
Eine fetthaltigere Haut nimmt also mehr von dem Stoff auf, als eine weniger fetthaltige Haut.
Noch ein Beispiel zur Fettlöslichkeit: trinkt man ein Glas Wasser mit Deltamethrin (sollte man natürlich nicht tun!!!) wird es weitaus weniger zu toxischen Erscheinungen kommen als wenn man das Deltamethrin in Öl aufgelöst trinken würde.
Wirbeltiere und Menschen welche sich sportlich betätigen nehmen den Stoff wiel eher an, da man bekanntlich beim Sport mehr Fett verbrennt und die Haut, das Unterhautfettgewebe, die Organe etc. viel stärker durchblutet werden.
Eigentlich wollte ich hier nu keine Doktorarbeit schreiben. Mir ist es lediglich ein Anliegen, daß sich Gedanken über den Einsatz von derartigen Substanzen gemacht werden.
Juddel
@ Mika ...ich habe nicht nur jahrelang mit diesen Stoffen beruflich zu tun gehabt. Ich bin auch selber heftigst daran erkrankt!
"Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen."
Ernst R. Hauschka
Ernst R. Hauschka


