26-10-2006, 13:10
Hallo Jupp,
es bestreitet doch niemand, dass Clickern eine gute Methode ist, um einen Hund (oder auch ein anderes Lebewesen) zu lehren, wie er durch eigenes Verhalten positiv bestärkt lernen kann.
Das ist nicht mehr neu. Es bestreitet auch niemand, dass auf diese Weise erlerntes Verhalten sehr sicher ausgeführt wird, v.a. wenn es in "sicherer" (oftmals reizarmer) Umgebung passiert. Es bestreitet auch niemand, dass auch die später zu dem Verhalten eingeführten Kommandos sicher ausgeführt werden.
Es hat sich jedoch oftmals gezeigt, dass gerade die Erweiterung der Topographie, und da besonders die damit einhergehende Pluralität von externen Reizen, ein sicheres Abrufen des erlernten und erwünschten Verhaltens nicht mehr gewährleisten.
Das heißt nun nicht, dass das Verhalten nicht mehr gezeigt werden kann, sondern dass das Tier in dieser veränderten Situation aufgrund der angenehmeren externen Reize nicht gewillt ist, das erwünschte, aber in diesem Fall weniger angenehme Verhalten zu zeigen. Da genügt es dann auch nicht, dem Hund das angenehmer Erscheindende einfach nur zu entziehen, denn dann befinde ich mich u.U. ja wieder in der reizarmen Umgebung.
Für mich hat sich das dann meist so gestaltet, dass ich dem Hund mit einer punktgenauen aversiven Einwikung in der für ihn reizvollen Umgebung deutlich gemacht habe, dass er das unerwünschte Verhalten zu meiden hat. Auch da lernt der Hund etwas, wenn auch über die Methode Versuch und Irrtum.
Du magst mir jetzt sagen, dass ich dann schon im Aufbau der Übung etwas falsch gemacht habe. Das kann sein, da ich mich aber außerstande fühle, die Ursache für diesen Fehler herauszufinden - ich hätte dann ja schon im Vorfeld versucht, den Fehler zu vermeiden - greife ich auf ein Muster zurück, das mich bisher stets auch zum Erfolg geführt hat.
Das ist vielleicht nicht die absolut perfekte Ausbildung eines Hundes, aber da ich es nicht besser kann, überlasse ich die perfekte Ausbildung anderen.
Ob das nun unbedingt für den Hund schlechter ist, kann ich nicht beurteilen. Meine Hunde haben mir das jedenfalls bis heute nicht übel genommen, wenn sie wussten, was sie dürfen und was sie strikt zu unterlassen haben.
Servus Walter
es bestreitet doch niemand, dass Clickern eine gute Methode ist, um einen Hund (oder auch ein anderes Lebewesen) zu lehren, wie er durch eigenes Verhalten positiv bestärkt lernen kann.
Das ist nicht mehr neu. Es bestreitet auch niemand, dass auf diese Weise erlerntes Verhalten sehr sicher ausgeführt wird, v.a. wenn es in "sicherer" (oftmals reizarmer) Umgebung passiert. Es bestreitet auch niemand, dass auch die später zu dem Verhalten eingeführten Kommandos sicher ausgeführt werden.
Es hat sich jedoch oftmals gezeigt, dass gerade die Erweiterung der Topographie, und da besonders die damit einhergehende Pluralität von externen Reizen, ein sicheres Abrufen des erlernten und erwünschten Verhaltens nicht mehr gewährleisten.
Das heißt nun nicht, dass das Verhalten nicht mehr gezeigt werden kann, sondern dass das Tier in dieser veränderten Situation aufgrund der angenehmeren externen Reize nicht gewillt ist, das erwünschte, aber in diesem Fall weniger angenehme Verhalten zu zeigen. Da genügt es dann auch nicht, dem Hund das angenehmer Erscheindende einfach nur zu entziehen, denn dann befinde ich mich u.U. ja wieder in der reizarmen Umgebung.
Für mich hat sich das dann meist so gestaltet, dass ich dem Hund mit einer punktgenauen aversiven Einwikung in der für ihn reizvollen Umgebung deutlich gemacht habe, dass er das unerwünschte Verhalten zu meiden hat. Auch da lernt der Hund etwas, wenn auch über die Methode Versuch und Irrtum.
Du magst mir jetzt sagen, dass ich dann schon im Aufbau der Übung etwas falsch gemacht habe. Das kann sein, da ich mich aber außerstande fühle, die Ursache für diesen Fehler herauszufinden - ich hätte dann ja schon im Vorfeld versucht, den Fehler zu vermeiden - greife ich auf ein Muster zurück, das mich bisher stets auch zum Erfolg geführt hat.
Das ist vielleicht nicht die absolut perfekte Ausbildung eines Hundes, aber da ich es nicht besser kann, überlasse ich die perfekte Ausbildung anderen.
Ob das nun unbedingt für den Hund schlechter ist, kann ich nicht beurteilen. Meine Hunde haben mir das jedenfalls bis heute nicht übel genommen, wenn sie wussten, was sie dürfen und was sie strikt zu unterlassen haben.
Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu

