18-01-2008, 00:01
Uwe Junker,index.php?page=Thread&postID=41121#post41121' schrieb:Hallo Martin,martin,index.php?page=Thread&postID=41062#post41062' schrieb:2) will der Hund bei dieser Übung nicht beißen, sondern vor dem Helfer "den Dicken" machen.ich möchte nochmals nachfragen, da ich meinen Denkfehler noch nicht sehe.
es wird doch in jedem Fall ein Erregungszustand im Hund hergestellt. Bei diesem Zustand, den der Hund doch sicherlich loswerden möchte, hat der Hund nun verschiedene Möglichkeiten.
Auch wenn der Hund dominieren will.....was würde denn geschehen, wenn plötzlich die Leine fallen gelassen werden würde oder das Hilfsmittel, welches das Beißen verhindert weg wäre?
Wie würde der Hund, der "den Dicken" macht, sich verhalten?
Nicht, dass Du mich falsch verstehst. Es liegt mir Fern, die Arbeit in Frage zu stellen oder sonst kritisches dazu zu äußern.
Für mich sind derzeit in jeder Form bei widerstreitenden Interessen Konflikte vorhanden. Diese Konflikte sind für mich auch nichts schlimmes oder hinderliches, sondern bei positiver Ausgestaltung ok.
Beim Dominieren muss ja für den Hund auch ein "Gegenstück" vorhanden sein, den es zu dominieren gilt. Insofern bin ich schon der Ansicht, dass auch hier Konflikte mit im Spiel sind.
Ich denke einmal, dass Du Edgar´s Vorgehensweise beschreibst.
Wenn nicht, dann würde mich einmal der konfliktfreie Aufbau näher interessieren. Vielleicht wird mir dann mein Denkfehler klarer. :c:
Hallo Uwe - um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, wie Edgar arbeitet, möchte aber an dieser Stelle erst einfach mal ein großes Lob für diesen Thread loswerden. So sollte es eigentlich immer sein. Wertfrei verschiedene Arbeitsweisen diskutieren - teilweise gerne auch kontrovers aber fair - und ohne den Anspruch, das Mittel der Wahl in Händen zu halten. Denn eins hab' ich gelernt: was bei Hund A passt, muss nicht auch für Hund B gut sein. Das zeigt sich immer erst, bei der praktischen Arbeit.
Doch zum Thema:
1) Der Hund stellt sich seinen Erregungszustand im Versteck selbst her. Er kennt diese suspekte Person aus dem Vortraining. Der Helfer muss nur stillstehen, sonst nix.
2) Stimmt - der Hund hat verschiedene Möglichen. Ihm die Erwünschte zu zeigen ist allein Aufgabe des Helfers.
3) - ist beim erstmaligen schicken zum Versteck keine Leine dran, die man loslassen könnte. Der Hund kommt völlig frei. Das gelingt, weil der Hund in dieser Situation a) noch niemals gebissen hat, b) bis dahin noch sehr wenig Erfahrung mit der Beute hat und c) der Hund zu einem frühen Zeitpunkt in seiner Ausbildung im Versteck eingesetzt wird.
Bei diesem erstmaligen Schicken können verschiedene Verhaltensweisen auftreten:
- hochspringen am Helfer
- kreisen
- zwicken des Helfers (aber nie ein ernsthaftes Beißen)
Diese oder ähnliche "Fehler" werden normalerweise ignoriert. Aber geschätzte 85 % der Hunde kommen am Helfer an, finden eine bekannte Situation vor und bellen (oft auch noch in zu großem Abstand), der sich aber im weiteren Verlauf automatisch verringert.
Wie schon geschrieben, er weiß bereits aus dem Vortraining, dass er diese Person im Sack hat, sie ins Meiden bringen kann, um es mal flapsig auszudrücken. Sein Verhalten hat er schon parat - ihm wird nur eine neue Situation gezeigt, in der er es anwenden kann.
Er findet anfangs eine für ihn etwas unsichere Situation vor. Weiß nicht, ob das einen Konflikt erzeugt.
Keine Sorge, ich hab' Dich richtig verstanden und möchte auch noch dazu sagen, dass ich ja nicht nur so schaffe. Aber da, wo's passt, ist das die schonendste Möglichkeit, ein starkes Verbellen zu formen.
Viele Grüße
Martin
Den Charakter eines Menschen kann man danach beurteilen, welche Behandlung er seinen Tieren angedeihen lässt.
(Friedrich der Große)
(Friedrich der Große)

