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Studie Magendrehung
#1
In der neusten Ausgabe der "Breeder Special" (Ausgabe 1/2008, Seite 11) wird auf eine Studie zum Thema "Magendrehung" hingewiesen, die bereits im Jahr 2005 veröffentlicht wurde. Möglicherweise wurde hier schon mal etwas darüber gepostet, aber da diese Studie, genau wie die Kieler Salmonellenstudie aus dem gleichen Jahr, nicht unbedingt die Interessen der Futtermittelindustrie unterstützt, wird sie anscheinend ein wenig unter den Teppich gekehrt.

Die Studie stammt von Petra Hellweg und Jürgen Zentek, lautet "Risikofaktoren im Zusammenhang mit der Magendrehung des Hundes" und wurde veröffentlicht in der Zeitschrift "Kleintierpraxis", 50 (10), 2005: 611-620.

Zitat: "Zusammenfassung zum Risiko der Magendrehung:

- Eine vererbte Veranlagung ist nicht erkennbar.

- Temperament, Ernährungszustand oder Haltung des Hundes (Haus, Zwinger) spielen, wenn überhaupt, nur eine untergeordnete Rolle.

- Freßgeschwindigkeit und Standort des Futternapfes sind relativ unwichtig.

- Große Hunde erkranken häufiger, Rüden und Hündinnen etwa gleich häufig.

- Ältere Hunde sind bevorzugt betroffen, am häufigsten Hunde von etwa acht Jahren,

- Seltene Futtergaben und fast ausschließlich konventionelles Trockenfutter erhöhen das Risiko.

- Die Erkrankung tritt überwiegend im Ruhezustand auf.

- Das Risiko ist am späten Abend am größten."

Die Studie lief über 11 Monate und umfaßt die Informationen über 882 an Magendrehung erkrankten Hunden. Nur ca. 5% der betroffenen Hunde waren kleiner als 50 cm. Über 90% der betroffenen Hunde wurden ausschließlich oder fast ausschließlich mit kommerziellem Trockenfutter gefüttert, wobei davon ca. die Hälfte der Hundehalter das Futter eingeweicht verfüttert hat, die andere Hälfte trocken.

Die gefährdetste Zeit für eine Magendrehung liegt zwischen 20 und 24 Uhr (ca. 50% der Erkrankungen), gefolgt vom Nachmittag (ca. 25% der Erkrankungen), die restlichen ca. 25 % verteilen sich relativ gleichmäßig auf den Vormittag und die Zeit nach 24 Uhr. Frühere Vermutungen, z.B. daß ein erhöhter Futternapf das Risiko für eine Magendrehung erhöht oder daß lebhafte Hunde häufiger erkranken, wurden in dieser Studie wiederlegt.

Grüße

Antje
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."

Mark Twain
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Studie Magendrehung - von Antje - 16-01-2008, 14:01
[Kein Betreff] - von britta_vamos - 16-01-2008, 15:01
[Kein Betreff] - von Antje - 16-01-2008, 16:01
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Magendrehung - von Sassenach - 20-01-2008, 18:01
[Kein Betreff] - von Pauli - 20-01-2008, 22:01
[Kein Betreff] - von Erich2 - 21-01-2008, 10:01
[Kein Betreff] - von Haakon - 21-01-2008, 12:01
[Kein Betreff] - von DSH-Hero - 21-01-2008, 21:01
Hallo DSH - Hero - von Lilly S. - 22-01-2008, 23:01
[Kein Betreff] - von Antje - 23-01-2008, 00:01
[Kein Betreff] - von Erich2 - 24-01-2008, 20:01
[Kein Betreff] - von Bine DSH - 25-01-2008, 13:01
Magendrehung - von Roswitha - 02-02-2008, 21:02

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