29-01-2022, 21:01
Sören,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband-und-die-neue-TierSchHuVO/?postID=192920#post192920 schrieb:Die Frage muss eher lauten: Wie viele Diensthunde kommen NICHT aus einer leistungsorientierten Gebrauchshundezucht?für den DSH kann ich das aus meiner Sicht beantworten. Es wurden keine Hunde aus schauorientierten Linie gekauft. Nicht des Geldes wegen, sondern weil sie einfach nicht tauglich sind. Mehr möchte ich dazu nicht einwerfen.
Ich finde diese Diskussion mühsam, sie immer nur auf das Hinzufügen von Schmerzen oder das Stachelhalsband zu reduzieren. Kein redlicher Hundler wird darauf erpicht sein, dem Hund Schmerzen hinzufügen zu wollen. Jeder kompetente Hundler wird aversive Reize auf ein nötiges Minimum reduzieren. Allerdings bleibt ein Rest, der individuell hoch sein kann.
Wer kennt denn nicht die Hunde, die beim Schecker mit Stufe 5 nicht mal gewackelt haben. Wer kennt nicht die Hunde, die bei der lauten Ansprache zusammenbrechen?
Ich finde es auch mühsam, Ausbildung von alten Zeiten aufzuwärmen. Ferner andere Inhalte herzunehmen, um etwas zu verteidigen. Hier geht es doch um den Erhalt von Eigenschaften wie: Rohbustheit, Stresstolleranz, Motivation, Umweltsicherheit, Belastbarkeit. Ich nenne nun nicht alle Eigenschaften, meine aber, dass ich dazu Instrumente benötige, die diese Dinge abbilden und abprüfen. Ob dies eine IGP in Gänze kann, lasse ich mal dahin gestellt. Eine RO- oder Agility Prüfung kann es m.E. nicht.
Warum kann ein Verband nicht sagen, dass es einfach bei der Ausbildung sein kann, Hunden Grenzen zu setzen und dies notfalls auch unter Hinzuziehung von aversiven Reizen? Ein Verband sollte in der Lage sein, durch kluge Kommunikation und Aufklärung dies der Öffentlichkeit darzulegen.
Jeder Privatmann versteht, dass Diensthunde schon mal härter angefasst werden müssen. Dies aus der Funktion heraus, dem Menschen zu helfen und in brenzligen Situationen zu funktionieren. Eine Gebrauchshundezucht schafft doch die Voraussetzungen dazu. Dies könnte doch u.a. ein Aufhänger für die Verbände sein und dazu gibt es sicherlich noch viele weitere Argumente; wenn man sie denn suchen wollte.
Z.B. hat m.E. der SV bei der Kampfhundproblematik sich weggeduckt, hat sich bei der E-Geräte Problematik weggeduckt, die Transporte im Anhänger sind auch noch da und nun duckt er sich auch wieder weg. Der ADAC vertritt seine Autofahrer gegen Widerstände. Die Tierschützer ebenfalls. Die Hundesportverbände???????
Jeder kann seinen Sport frei wählen, mir wird er auf unredliche Weise und ohne Gegenwehr weggenommen.
Wer nun meint, dass eine Ausbildung ohne aversive Dinge funktioniert.......ich bin gespannt auf die Art Hund und die Arbeit.
Bye Uwe

