13-12-2021, 23:12
doghunter,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192374#post192374 schrieb:Eigentlich fehlt jetzt nur noch die Weltverschwörerechsenmenschenregierenunsereweltlogik. Das ist doch nicht dein Ernst.Sören,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/27107-Verbot-von-Stachelhalsband/?postID=192372#post192372 schrieb:Ja....Nein, das ist falsch.Es liegt daran, dass der Gesetzgeber in einer Alibifunktion lieber alle "kleinen Gruppen" sanktioniert, als ernsthaft gegen "Übeltäter vorzugehen! Das war in der "Kampfhundegeschichte" so, das ist bei den Waffengesetzen so (hier werden Millionen ehrliche Legalwaffenbesitzer seit JAhren gegängelt, weil Terroristen mit "illegalen Waffen" Menschen umbringen) und so ist es auch jetzt wieder!
und da jeder, der lange Sport betreibt diese "schwarzen Schafe" kennt, die Hundesportgemeinschaft es aber über Jahrzehnte nicht geschafft hat, mit einer "Selbsthygiene" aus eigener Kraft diese Leute zu benennen und aus eigenen Reihen heraus zu sanktionieren bzw. aus falsch verstandener "Sportlichkeit" lieber wegzuschauen und zu relativieren, müssen jetzt eben die externen Tierschützer ran.
Es ist einfach nur Mist und ändert nicht eine einzige Tierquälerei...wetten? Es kriminalisiert nur die "kleinen" Sportler, die sich keinen "blickdicht eingezäunten" Hundeplatz leisten können und macht die Diensthundeausbildung in Zukunft unmöglich
Wenn du das für so ungerecht hälst dann strebe doch eine Verfassungsbeschwerde aufgrund fehlender Verhältnismäßigkeit an. Denn nach deiner Logik müsste es es doch schon an der Erforderlichkeit eines solchen Gesetzes scheitern.
Ich muss Sören hier vollumfänglich zustimmen. Die Hundesportszene hat es eben nicht geschafft diejenigen auszusortieren, die entsprechende Mittel missbrauchen. Das war beim Tele so und das ist beim Stachel eben nicht anders. In weiten Teilen der Hundesportwelt ist es völlig legitim einem Hund mittels Hilfsmittel erhebliche Schmerzen zuzufügen, damit der Hund eine Übung besser, schneller oder überhaupt ausführt (Stichwort Zwangsapport). Ein Jürgen Rixen schreibt in DER Zeitschrift für den Gebrauchshundesport von "robusten Umgang" mit dem Hund zu den Bildern aus Finnland oder den Videos von und mit Edgar Scherkl. Es ist eben genau dieses Bewusstsein, diese Akzeptanz des robusten Umgangs mit Hunden die uns dieses Gesetz eingebrockt haben.
Witzig ist auch dass du die Kampfhundgeschichte ansprichst. Als DHF oder Mensch der regelmäßigen Umgang mit diesen pflegt solltest du doch wissen, welche Art Hunde sich zB gerade in der BTM und Rotlichtszene als Statussymbol gehalten werden und in welcher Art diese Hunde "ausgebildet" werden. Irgendwo müssen diese ja herkommen... und wenn eben immer wieder die selben Rassen bei entsprechendem Klientel negativ auffallen, ja dann muss ein Staat der die Aufgabe hat, seine Bürger zu schützen, eben handeln. Die die eben vernünftigen Umgang mit diesen Tieren pflegen, sind halt Kollateralschaden. Und genau darum sollten sich eben die Gebrauchshundezüchter, die Leute, denen sie ihre Hunde anvertrauen, sehr genau anschauen. Sie sind in der Verantwortung den Fortbestand der Rasse zu zu sichern und ihre Verantwortung hört nicht nach der Verpaarung auf. Hätten die Züchter der entsprechenden Rassen sich entsprechend organisiert und lange vor 2002 begonnen das oben angesprochene Klientel nicht zu bedienen, gäbe es eben diese Problematik nicht. Aber da nimmt man eben lieber den $$$ mit.
Erkennst du Parallelen? Wenn eben eine Gruppe mit ähnlichen Interessen nicht schafft diejenigen auszuschließen, die sich daneben benehmen, dann muss man sich eben nicht wundern, wenn der Staat im Rahmen seiner gesamtgesellschaftlichen Verantwortung den großen Hammer auspackt.
Und wenn das Verbot eines Stachelhalsbandes eure Diensthundeausbildung unmöglich macht, dann solltet ihr überlegen ob eure Ausbildung taugt, eure Diensthundeführer taugen, euer Anspruch an eure Diensthunde dem tatsächlich notwendigem Einsatzzweck für den Normaldienst überhaupt noch zeitgemäß ist.

