21-12-2019, 18:12
Uwe Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26912-FCI-WM-2019/?postID=188777#post188777 schrieb:Ich stelle mal eine etwas provokante Frage:Hallo Uwe,
wenn ein Hund sicher sucht und sicher auf der Fähre ist, warum muß der Hund sich da vergewissern?
MUSS er ja nicht... aber er darf es. Das ist in der PO auch so definiert. Er soll die Fährte "ausarbeiten" und da liegt der Fokus auf "Intensität" und nicht auf Tempo. Das ist auch ein Fehler, den viele LR-Kollegen machen. Ein Hund darf auf der Fährte langsamer werden und auch mal leicht beschleunigen, wenn die Intensität gleichbleibend ist.
Man muss auch unterscheiden, ob das nun eine Fährte auf geharkter Blumenerde ist, oder ob es da Wildverleitungen u. ä. gibt. Da ist es für mich auch kein Problem, wenn der Hund verharrt, prüft, am Winkel einpendelt oder auch mal seine Nase in Bodenverletzungen links und rechts von der Fährte steckt... ich erwarte das schon fast von einer intensiven Ausarbeitung (wobei ich natürlich auch nichts entwerte, wenn der Hund NICHT prüft).
Aber um das so zu richten und zu bewerten muss man schon irgendwie verstehen was da passiert. Und es ist als Richter schon anspruchsvoller, als wenn ich nur nach Kriterien wie "Tempo gleich / Immer auf der Fährte / Flüssig am Winkel / kein Vergewissern" bewerte. Aber das ist ein altes Thema... was aber die Kollegen im Gebrauchshund bei der VDH-DM und der FCI-WM gesagt haben ist ja nicht neu. So wird es schon seit Jahren auf den meisten Richtertagungen besprochen... leider noch viel zu wenig umgesetzt.
Viele Grüße
Sören

