19-12-2019, 06:12
Nachdem wir hier ja im "Leistungshundeforum" sind, gehe ich davon aus daß wir uns auch nur über Hunde mit entsprechender Veranlagung unterhalten. Rassebedingt kann das Problem also nicht sein. Selbstverständlich gibt es auch unter den Gebrauchshunden welche mit mehr und weniger Talent.
Generell ist aber festzustellen daß man einem Hund die Arbeit mit der Nase nicht beibringen muss. Ein Hund setzt seine Nase, bedingt durch sein Dasein als Makrosmatiker sowieso permanent ein. Das Einzige was wir tun müssen ist, diese natürliche Veranlagung nach unseren Vorstellungen zu formen.
Was bei diesem "Formen" für viele Hundesportler aber hinderlich ist, ist die Tatsache daß Fährtenarbeit nicht offensichtlich spektakulär ist. Man muß wie hier ja schon mehrfach erwähnt wurde, dem Hund vertrauen, dem Hund Freiraum geben und ihn seine Persönlichkeit und Selbstständigkeit entwickeln lassen. Das steht leider bei sehr sehr vielen Hunde"sportlern" noch immer im krassen Gegensatz zur Ausbildung in UO und SD. Dort wird zwar eingangs Konditioniert, aber später mit vielen Einwirkungen und Zwang gearbeitet.
In der Fährte funktioniert das nicht.
Selbstverständlich kann ich dem Hund im Training regelmäßig "sagen" (auf welche weise auch immer), daß er von der Fährte abgekommen ist, daß er einen Winkel überlaufen hat, daß er einen Gegenstand schief verwiesen hat. In einer Prüfung hat das aber nur für einen begrenzten Raum bzw. eine begrenzte Zeit bestand.
Sobald der Hund dort mit einem Problem konfrontiert wird, bei dem er im Training immer "gesagt" bekommt was er zu tun hat, wird er das in der Prüfung nicht eigenständig lösen könne. Woher auch??
Nachhaltiges Fährtentraining kann nur funktionieren wenn der Aufbau so erfolgt, daß der Hund es das Geilste überhaupt findet, seine Nase in den Dreck zu drücken und der Spur zu folgen. Es gibt nichts genialeres als einen Hund bei der Fährtenarbeit zu beobachten der mit einem Problem konfrontiert wird und dann eigenständig die Suchintensität erhöht und man richtig erkennen kann wie er das Problem lösen WILL. Wie er Lust hat sich mit der Situation auseinander zu setzen und wie er Lust daran hat weiter zu machen.
Und das funktioniert halt nun mal nicht mit Zwang.
Gewöhnt durch die vermeintlich permanente Kontrolle über den Hund in den anderen Sparten, können viele HF auf der Fährte nicht loslassen. Es erfordert einfach eine andere Herangehensweise.
Nicht zu vernachlässigen ist auch die Unlust vieler Hundesportler sich mit der Fährte auseinanderzusetzen. Mental wie auch im regelmäßigen Training.
Meiner Meinung nach resultiert das aus der Kombination aus einem höheren Zeitaufwand, keinen offensichtlich spektakulären Aktionen und der Tatsache daß, vor allem in der Ausbildung, der Spruch "Himmelhoch jauchzend - zu tode betrübt" gerne mal zum tragen kommt. Eine Fährte kann spitzenmäßig sein, die nächste in die Hose gehen.
Hier muss bzw. müsste sich der Hundeführer dann mit sich selbst und seinem Frust auseinander setzen. Das setzt eine, zu einem gewissen Maß gefestigte Persönlichkeit voraus . . .
Selbst wenn die Ausbildungsmethode nicht optimal ist und die Bereitschaft sich in die Thematik tief einzudenken nicht gegeben, kann man trotzdem mit einem gewissen Maß an Fleiß noch einiges heraus holen.
Meine persönliche Erfahrung ist, daß Hundeführer oft zu faul zum Fährten sind, mit vielen Einwirkungen arbeiten, sich keine Zeit für die Fährtenausbildung nehme (also, mal schnell zwischen Tür und Angel noch eine Fährte legen) und vor allem, daß selbst die, die der Thematik offener gegenüber stehen, unglaublich feig sind.
Sobald der Wind etwas zu stark ist, das Gelände zu trocken, eine Zwischenfrucht auf dem Acker aufgegangen ist, die Temperatur zu hoch ist oder ein paar Wildspuren zu sehen sind, dann ziehen sie den Schwanz ein und gehen lieber nicht zum suchen.
Und, die Horrorvorstellung vieler Hundesportler, die Fährte nicht zu sehen ist . . . Phu . . . Krass . . . Heftig . . .
Mal ganz im Ernst, wie deppert kann man eigentlich sein?? Mal die Dressur die wir betreiben außen vor gelassen und den Gebrauchshundegedanken wieder in den Mittelpunkt gerückt:
Wieso zum Teufel soll ich auf einer sichtbaren Fährte einen Hund ansetzen?? Wenn ich die Fährte sehen kann, dann kann ich ihr auch nachlaufen. Dafür brauch ich keine Hundenase . . .
Damit kommen wir aber auch schon wieder zum nächsten Punkt an dem ich mir schon so oft den Mund fusselig geredet habe. Häuffig werden Spuren ins Gelände gelatscht, die kann man acht Tage später noch sehen. Ich hab mal zu einer Dame die ich beim Fährtentraining begleiten "durfte" gesagt: "Mädl, für das was du da in den Acker ziehst nimmt man normalerweise einen Minibagger, das macht man nicht mit den eigenen Füssen . . ."
(Die Dame hat zukünftig auf meine Begleitung verzichtet)
Zusammengefasst:
es wird zu wenig Fährte trainiert, es wird sehr mutlos trainiert, den Hunden wird nicht vertraut, die Trainingsmethoden sind suboptimal
Nette Anekdote am Rand:
eine SEHR bekannte Hundeführerin die in den letzten Jahrzehnten immer wieder auf BSP etc. war macht ihre Quali für die Landesgruppe. Die Fährtenlegerin wird genauestens eingewiesen wie sie den Abgang zu legen hat, wie die Hundeführereignen Gegenstände abzulegen sind, wie die Winkel ausgetreten werden müssen und wie jeder einzelne Schenkel auszusehen hat.
Selbstverständlich ist die Dame mit 100 Punkten aus dem Acker gekommen. Seltsamerweise war die Fährte auf der LGA dann nicht mehr ganz so gut und auf der BSP ist sie abgekackt.
Wer mit im persönlichen Gesprächt fragen möchte, dem sag ich auch gerne den Namen der Dame.
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Zum Thema "suchen mit offenem Fang" möchte ich gerne an den Nasen-Gaumen-Kanal erinnern. Auch wir Menschen haben den bei der Geburt, bei uns verschließt er sich aber normalerweise im Lauf des Lebens. Beim Hund bleibt er offen. Auch in diesem Kanal befinden sich Riechzellen, die allerdings eine direkte Verbindung zum limbischen System haben. Das ist für die Entstehung von Gefühlen, Triebverhalten und die Bindung von Hormonen verantwortlich.
Der Nasen-Gaumen-Kanal wird nur von Luft durchströmt wenn der Fang geöffnet ist. Daher nimmt man häufig an daß die Suche mit offenem Fang nicht die gleiche Intensität hat wie jene mit geschlossenem Fang. Wenn die Riechzellen im Nasen-Gaumen-Kanal angesprochen werden, was bei offenem Fang kaum zu vermeiden ist, dann darf man annehmen daß im Gehirn eher bzw. auch soziale Aspekte in den Vordergrund rücken und die Arbeitsintensität nachlässt.
Man kann sich das ungefähr so vorstellen wie wenn eine hübsche Dame mit ausgeprägten weiblichen Atributen und körperbetonter Kleidung an einer Baustelle vorbei geht. Natürlich geht die Arbeit auf der Baustelle weiter, aber kurze Irritationen und ein abschwächen der Arbeitsintensität ist zu beobachten . . .
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Und weils mich grad in den Fingern juckt und ich einfach eine kleine Leidenschaft für die Fährte und alles was dazu gehört hab, geb ich auch noch meinen Senf zum Aufbau der Kondition noch von mir.
Nasenarbeit ist zu einem massiven Teil Kopf-/Konzentrationsarbeit. Ein Lebewesen das körperlich fit ist, ist dazu wesentlich besser in der Lage. Hunde benutzen immerhin rund 10% ihres Gehirns für die Verarbeitung von Gerüchen.
Vor allem für eine lange, ausdauernde und konzentrierte Fährtenarbeit halte ich die körperliche Fitness für unabdingbar. Die Klassiker hierfür sind sicher Fahrradfahren, Schwimmen und (meine zweite Leidenschaft) Zughundesport.
Neben der Nasenarbeit ist Bellen eine der anstrengendsten "Beschäftigungen" die ein Hund haben kann. Dabei werden unglaublich viel Muskeln trainiert und die Lunge in ihrer Arbeit gefördert.
Hier kann man also schon viel machen!
Ich kombinier das auch oft. Zuerst acht bis zehn Kilometer Fahrradfahren und anschließend, nach dem wässern und auslaufen (cool-down) leg ich eine Fährte. Leichtes Gelände, keine Sauereien, Winkel schön austreten. Die Fährte darf auch in Teilen gerne sichtbar sein, relativ viel Futter und im Abstand von 250 Schritten Gegenstände. Es geht hierbei ja nicht darum daß der Hund das Suchen an sich übt, sich mit Winkeln o.ä. auseinander setzt, sondern lediglich darum wie lange er durchhält.
Und dann einfach mal schauen wie weit der Hund kommt. Wann beginnt er zu faseln? Nach welcher Strecke wird er unruhig? Wann beginnt er mit dem entlasten?
Durch das regelmäßige einbauen von Gegenständen (ich nehm auch gern ebenerdig versenkte Filmdosen) hat man oft die Möglichkeit die Arbeit zu beenden.
Oder einfach dem Hund mal eine Pause gönnen. Nach der Bestätigung ein paar Minuten zur Regeneration an Gegenstand oder Dose liegen lassen und erst dann wieder ansetzen.
Man kann in dem Bereich so irre viel machen!!
Hierbei aber eine wirkliche Entwicklung festzustellen und über Monate zu beobachten setzt aber eigentlich voraus daß ein halbwegs anständiges Fährtebuch geführt wird . . .
aber das geht jetzt zu weit
LG
Tobi
Generell ist aber festzustellen daß man einem Hund die Arbeit mit der Nase nicht beibringen muss. Ein Hund setzt seine Nase, bedingt durch sein Dasein als Makrosmatiker sowieso permanent ein. Das Einzige was wir tun müssen ist, diese natürliche Veranlagung nach unseren Vorstellungen zu formen.
Was bei diesem "Formen" für viele Hundesportler aber hinderlich ist, ist die Tatsache daß Fährtenarbeit nicht offensichtlich spektakulär ist. Man muß wie hier ja schon mehrfach erwähnt wurde, dem Hund vertrauen, dem Hund Freiraum geben und ihn seine Persönlichkeit und Selbstständigkeit entwickeln lassen. Das steht leider bei sehr sehr vielen Hunde"sportlern" noch immer im krassen Gegensatz zur Ausbildung in UO und SD. Dort wird zwar eingangs Konditioniert, aber später mit vielen Einwirkungen und Zwang gearbeitet.
In der Fährte funktioniert das nicht.
Selbstverständlich kann ich dem Hund im Training regelmäßig "sagen" (auf welche weise auch immer), daß er von der Fährte abgekommen ist, daß er einen Winkel überlaufen hat, daß er einen Gegenstand schief verwiesen hat. In einer Prüfung hat das aber nur für einen begrenzten Raum bzw. eine begrenzte Zeit bestand.
Sobald der Hund dort mit einem Problem konfrontiert wird, bei dem er im Training immer "gesagt" bekommt was er zu tun hat, wird er das in der Prüfung nicht eigenständig lösen könne. Woher auch??
Nachhaltiges Fährtentraining kann nur funktionieren wenn der Aufbau so erfolgt, daß der Hund es das Geilste überhaupt findet, seine Nase in den Dreck zu drücken und der Spur zu folgen. Es gibt nichts genialeres als einen Hund bei der Fährtenarbeit zu beobachten der mit einem Problem konfrontiert wird und dann eigenständig die Suchintensität erhöht und man richtig erkennen kann wie er das Problem lösen WILL. Wie er Lust hat sich mit der Situation auseinander zu setzen und wie er Lust daran hat weiter zu machen.
Und das funktioniert halt nun mal nicht mit Zwang.
Gewöhnt durch die vermeintlich permanente Kontrolle über den Hund in den anderen Sparten, können viele HF auf der Fährte nicht loslassen. Es erfordert einfach eine andere Herangehensweise.
Nicht zu vernachlässigen ist auch die Unlust vieler Hundesportler sich mit der Fährte auseinanderzusetzen. Mental wie auch im regelmäßigen Training.
Meiner Meinung nach resultiert das aus der Kombination aus einem höheren Zeitaufwand, keinen offensichtlich spektakulären Aktionen und der Tatsache daß, vor allem in der Ausbildung, der Spruch "Himmelhoch jauchzend - zu tode betrübt" gerne mal zum tragen kommt. Eine Fährte kann spitzenmäßig sein, die nächste in die Hose gehen.
Hier muss bzw. müsste sich der Hundeführer dann mit sich selbst und seinem Frust auseinander setzen. Das setzt eine, zu einem gewissen Maß gefestigte Persönlichkeit voraus . . .
Selbst wenn die Ausbildungsmethode nicht optimal ist und die Bereitschaft sich in die Thematik tief einzudenken nicht gegeben, kann man trotzdem mit einem gewissen Maß an Fleiß noch einiges heraus holen.
Meine persönliche Erfahrung ist, daß Hundeführer oft zu faul zum Fährten sind, mit vielen Einwirkungen arbeiten, sich keine Zeit für die Fährtenausbildung nehme (also, mal schnell zwischen Tür und Angel noch eine Fährte legen) und vor allem, daß selbst die, die der Thematik offener gegenüber stehen, unglaublich feig sind.
Sobald der Wind etwas zu stark ist, das Gelände zu trocken, eine Zwischenfrucht auf dem Acker aufgegangen ist, die Temperatur zu hoch ist oder ein paar Wildspuren zu sehen sind, dann ziehen sie den Schwanz ein und gehen lieber nicht zum suchen.
Und, die Horrorvorstellung vieler Hundesportler, die Fährte nicht zu sehen ist . . . Phu . . . Krass . . . Heftig . . .
Mal ganz im Ernst, wie deppert kann man eigentlich sein?? Mal die Dressur die wir betreiben außen vor gelassen und den Gebrauchshundegedanken wieder in den Mittelpunkt gerückt:
Wieso zum Teufel soll ich auf einer sichtbaren Fährte einen Hund ansetzen?? Wenn ich die Fährte sehen kann, dann kann ich ihr auch nachlaufen. Dafür brauch ich keine Hundenase . . .
Damit kommen wir aber auch schon wieder zum nächsten Punkt an dem ich mir schon so oft den Mund fusselig geredet habe. Häuffig werden Spuren ins Gelände gelatscht, die kann man acht Tage später noch sehen. Ich hab mal zu einer Dame die ich beim Fährtentraining begleiten "durfte" gesagt: "Mädl, für das was du da in den Acker ziehst nimmt man normalerweise einen Minibagger, das macht man nicht mit den eigenen Füssen . . ."
(Die Dame hat zukünftig auf meine Begleitung verzichtet)
Zusammengefasst:
es wird zu wenig Fährte trainiert, es wird sehr mutlos trainiert, den Hunden wird nicht vertraut, die Trainingsmethoden sind suboptimal
Nette Anekdote am Rand:
eine SEHR bekannte Hundeführerin die in den letzten Jahrzehnten immer wieder auf BSP etc. war macht ihre Quali für die Landesgruppe. Die Fährtenlegerin wird genauestens eingewiesen wie sie den Abgang zu legen hat, wie die Hundeführereignen Gegenstände abzulegen sind, wie die Winkel ausgetreten werden müssen und wie jeder einzelne Schenkel auszusehen hat.
Selbstverständlich ist die Dame mit 100 Punkten aus dem Acker gekommen. Seltsamerweise war die Fährte auf der LGA dann nicht mehr ganz so gut und auf der BSP ist sie abgekackt.
Wer mit im persönlichen Gesprächt fragen möchte, dem sag ich auch gerne den Namen der Dame.
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Zum Thema "suchen mit offenem Fang" möchte ich gerne an den Nasen-Gaumen-Kanal erinnern. Auch wir Menschen haben den bei der Geburt, bei uns verschließt er sich aber normalerweise im Lauf des Lebens. Beim Hund bleibt er offen. Auch in diesem Kanal befinden sich Riechzellen, die allerdings eine direkte Verbindung zum limbischen System haben. Das ist für die Entstehung von Gefühlen, Triebverhalten und die Bindung von Hormonen verantwortlich.
Der Nasen-Gaumen-Kanal wird nur von Luft durchströmt wenn der Fang geöffnet ist. Daher nimmt man häufig an daß die Suche mit offenem Fang nicht die gleiche Intensität hat wie jene mit geschlossenem Fang. Wenn die Riechzellen im Nasen-Gaumen-Kanal angesprochen werden, was bei offenem Fang kaum zu vermeiden ist, dann darf man annehmen daß im Gehirn eher bzw. auch soziale Aspekte in den Vordergrund rücken und die Arbeitsintensität nachlässt.
Man kann sich das ungefähr so vorstellen wie wenn eine hübsche Dame mit ausgeprägten weiblichen Atributen und körperbetonter Kleidung an einer Baustelle vorbei geht. Natürlich geht die Arbeit auf der Baustelle weiter, aber kurze Irritationen und ein abschwächen der Arbeitsintensität ist zu beobachten . . .
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Und weils mich grad in den Fingern juckt und ich einfach eine kleine Leidenschaft für die Fährte und alles was dazu gehört hab, geb ich auch noch meinen Senf zum Aufbau der Kondition noch von mir.
Nasenarbeit ist zu einem massiven Teil Kopf-/Konzentrationsarbeit. Ein Lebewesen das körperlich fit ist, ist dazu wesentlich besser in der Lage. Hunde benutzen immerhin rund 10% ihres Gehirns für die Verarbeitung von Gerüchen.
Vor allem für eine lange, ausdauernde und konzentrierte Fährtenarbeit halte ich die körperliche Fitness für unabdingbar. Die Klassiker hierfür sind sicher Fahrradfahren, Schwimmen und (meine zweite Leidenschaft) Zughundesport.
Neben der Nasenarbeit ist Bellen eine der anstrengendsten "Beschäftigungen" die ein Hund haben kann. Dabei werden unglaublich viel Muskeln trainiert und die Lunge in ihrer Arbeit gefördert.
Hier kann man also schon viel machen!
Ich kombinier das auch oft. Zuerst acht bis zehn Kilometer Fahrradfahren und anschließend, nach dem wässern und auslaufen (cool-down) leg ich eine Fährte. Leichtes Gelände, keine Sauereien, Winkel schön austreten. Die Fährte darf auch in Teilen gerne sichtbar sein, relativ viel Futter und im Abstand von 250 Schritten Gegenstände. Es geht hierbei ja nicht darum daß der Hund das Suchen an sich übt, sich mit Winkeln o.ä. auseinander setzt, sondern lediglich darum wie lange er durchhält.
Und dann einfach mal schauen wie weit der Hund kommt. Wann beginnt er zu faseln? Nach welcher Strecke wird er unruhig? Wann beginnt er mit dem entlasten?
Durch das regelmäßige einbauen von Gegenständen (ich nehm auch gern ebenerdig versenkte Filmdosen) hat man oft die Möglichkeit die Arbeit zu beenden.
Oder einfach dem Hund mal eine Pause gönnen. Nach der Bestätigung ein paar Minuten zur Regeneration an Gegenstand oder Dose liegen lassen und erst dann wieder ansetzen.
Man kann in dem Bereich so irre viel machen!!
Hierbei aber eine wirkliche Entwicklung festzustellen und über Monate zu beobachten setzt aber eigentlich voraus daß ein halbwegs anständiges Fährtebuch geführt wird . . .
aber das geht jetzt zu weit
LG
Tobi
Regeln sind nun mal Regeln! Verbote sind Verbote!
IMMER - ÜBERALL - UNABDINGBAR - AUSNAHMSLOS
Außer beim Strom . . . <X
IMMER - ÜBERALL - UNABDINGBAR - AUSNAHMSLOS
Außer beim Strom . . . <X

