13-03-2018, 09:03
Henning,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/26356-Schutzdienst-Video´s-von-H-Raiser/?postID=183129#post183129 schrieb:Kann mir mal jemand erklären wie die praktische Ausbildung z.B. der Sitzübung beim Erlernen mit "Will to Please" aussieht?
Hört sich ja alles toll an, aber ich kann mir da praktisch nichts wirklich drunter vorstellen.
Hallo Henning,
das ist keine "Methode", sondern einen innere Einstellung, wie Du mit Deinem Hund zusammen lebst und was er für Dich empfindet bzw. wie ein Zusammenleben mit Dir und Deinem Hund abläuft.
Ein paar Beispiele, dann wird das vielleicht deutlicher (passen vielleicht nicht 100%ig, aber mal so in der Richtung):
1. Dein Chef sagt Dir, dass Du in einem neuen Projektteam mitarbeiten kannst. Ist freiwillig, ist eine stupide Arbeit, Du muss es nicht machen, aber wenn Du es tust, dann bekommst Du 1.000,00 EUR Bonus (positive Motivation)
2. Du fährst 50 km/h weil dort 50 km/h erlaubt ist und da ein Blitzer steht und Du Angst vor Strafe hast (negative Motivation)
3. Du machst gerne Hundesport weil es Dir Spaß macht. Du bekommst dafür weder Geld noch bekommst Du eine Strafe, wenn Du es nicht machst. Der Sport befriedigt Dich, Du machst ihn gerne und freust Dich auf jedes Training (intrinsische Motivation)
4. Deine Frau oder Freundin bittet Dich, den Misthaufen im Garten umzusetzen. Sie wird dir weder 100 EUR dafür geben, wenn Du es machst, noch Dir eine reinhauen, wenn Du es nicht machst. Du liebst aber Deine Freundin, willst ihr gefallen und machst es gerne. Nach der Arbeit ist sie glücklich und Du bist es auch (Will to Please)
Wie immer, kann man natürlich auch die Motivationslagen mischen.... am Beispiel der Freundin ist es illusorisch zu glauben, dass ein "Nö" keine negativen Konsequenzen hat. Dennoch machst Du es lieber für sie als für einen wildfremden Menschen.
Ist das so ungefähr deutlich geworden?
Viele Grüße
Sören

