08-03-2018, 12:03
Das Trieb-Zwang-Trieb Model, unabhängig vom RSV, habe ich so kennengelernt:
Vorne aufreißen und hinten zusammentreten. Das hat in dem Moment nichts mehr mit Dominanz vom HF zu tun, weil die Hunde bewußt in Bereiche gebracht werden, wo sie selbst nicht mehr Herr der Situation sind.
In der Regel erlernen sie zu Anfang nur das Beißen, hierüber das Abstellen von Stress, der von vorne auf sie einwirkt. Das wirkt sich natürlich auch auf die klassische Konditionierung in der Situation aus.
Um dann Distanz für das Stellen und Verbellen zu schaffen, werden massive Enthaltungszwänge über die scharfe Halsung von hinten gebracht, die der Hund dann passiv meidet. Damit das nicht zum Totalausstieg des Hundes oder Rückorientierung Richtung HF führt, lößt der Figurant das Vorne über Stress oder beißen lassen wieder auf.
Mit dem Grundaufbau geht es auch ans Trennen. Es ist gar nicht wichtig, ob der Hund das Trennen überhaupt beherrscht, er wird einfach über die scharfe Halsung mit dem Trennkommando rausgeruckt.
Es werden m.M. hyperaktive nach Hunde erzeugt, die beißen wollen, aber nicht dürfen. Frage hier, worin liegt das Motiv für das Beißen , worin das Motiv für das Nicht-Beißen, über welchen Weg werden diese Motive erzeugt.
Für mich ist diese Art Beißausbildung tierschutzrelevant, weil man den Hund bewußt ins offene Messer laufen läßt, wo er seine Selbstkontrolle verliert.
Darüber dann die Wahl der Mittel und des Einsatzes zu begründen, oder die Güte des Hundes bzgl. seine gebräuchlichen Nehmerqualitäten, das halte ich nicht nur für falsch, sondern finde sie einfach scheiße.
Ob das im RSV nun Usus ist, das weiß ich nicht. Aber ich kenne sie auch aus anderen Verbänden.
Ob das grundsätzlich noch Bestand hat, das kann ich auch nicht sagen, ab und an sehe ich aber solche Sequenzen in Teilbereichen immer wieder.
Gruß Reinhard
Vorne aufreißen und hinten zusammentreten. Das hat in dem Moment nichts mehr mit Dominanz vom HF zu tun, weil die Hunde bewußt in Bereiche gebracht werden, wo sie selbst nicht mehr Herr der Situation sind.
In der Regel erlernen sie zu Anfang nur das Beißen, hierüber das Abstellen von Stress, der von vorne auf sie einwirkt. Das wirkt sich natürlich auch auf die klassische Konditionierung in der Situation aus.
Um dann Distanz für das Stellen und Verbellen zu schaffen, werden massive Enthaltungszwänge über die scharfe Halsung von hinten gebracht, die der Hund dann passiv meidet. Damit das nicht zum Totalausstieg des Hundes oder Rückorientierung Richtung HF führt, lößt der Figurant das Vorne über Stress oder beißen lassen wieder auf.
Mit dem Grundaufbau geht es auch ans Trennen. Es ist gar nicht wichtig, ob der Hund das Trennen überhaupt beherrscht, er wird einfach über die scharfe Halsung mit dem Trennkommando rausgeruckt.
Es werden m.M. hyperaktive nach Hunde erzeugt, die beißen wollen, aber nicht dürfen. Frage hier, worin liegt das Motiv für das Beißen , worin das Motiv für das Nicht-Beißen, über welchen Weg werden diese Motive erzeugt.
Für mich ist diese Art Beißausbildung tierschutzrelevant, weil man den Hund bewußt ins offene Messer laufen läßt, wo er seine Selbstkontrolle verliert.
Darüber dann die Wahl der Mittel und des Einsatzes zu begründen, oder die Güte des Hundes bzgl. seine gebräuchlichen Nehmerqualitäten, das halte ich nicht nur für falsch, sondern finde sie einfach scheiße.
Ob das im RSV nun Usus ist, das weiß ich nicht. Aber ich kenne sie auch aus anderen Verbänden.
Ob das grundsätzlich noch Bestand hat, das kann ich auch nicht sagen, ab und an sehe ich aber solche Sequenzen in Teilbereichen immer wieder.
Gruß Reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...

