29-09-2016, 08:09
Cristine,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/20637-Degenerative-Myelopathie-Appell-an-Züchter/?postID=175401#post175401 schrieb:Und es ist immer noch nicht EINFACH, dem Problem Herr zu werden....
Man kann das Risiko einer DM verringern, indem man DM Tiere in der Zucht vermeidet. Um wieviel, muss noch geklärt werden.
Das ist doch schon geklärt. Ziel der Rassehundezucht sind phänotypisch gesunde Hunde. Jeden Defektgenträger von der Zucht auszuschliessen hiese das Kind mit dem Bade auszuschütten (das wäre auch gar nicht möglich, denn selbst das phänotypisch gesündeste Indinviduum trägt mehrere Defektgene in seinem Erbgut).
In Bezug auf Erkrankungen, bei denen "Träger" phänotypisch keine gesundheitlichen Nachteile haben (wie das bei der DM der Fall ist) dürfen diese geboren werden. Der verantwortungsvolle Züchter wird solche Hunde nur mit Nichtträgern verpaaren, so dass maximal wieder nur "Träger" geboren werden können. Es muss lediglich verhindert werden dass Welpen auf die Welt kommen können, die das defekte Gen doppelt in ihrem Erbgut tragen, also sowohl vom Vater wie auch von der Mutter vererbt bekommen haben. Selbst DM/DM-Hunde können problemlos in der Zucht bleiben, wenn sie (wie N/DM-Hunde) ausschliesslich mit N/N-Hunden verpaart werden.
Bei Krankheiten wie der DM geht also kein genetisches Material durch Zuchtausschluss einzelner Hunde verloren. Lediglich manchen Paarungskombinationen sind, abhängig vom Genotyp der jeweiligen Zuchtpartner, evtl. nicht möglich.
Anders ist das bei Krankheiten, bei denen auch die Träger phänotypisch betroffen sind, wie z.B. beim MDR1-Defekt. Hier sollte man, abhängig von der Populationsgrösse einer Rasse, ggf. auch ausschliessen dass neben reinerbig betroffenen Tieren auch keine Träger geboren werden.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
Mark Twain
Mark Twain


