23-08-2016, 11:08
Oberlausitzer,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/25497-Durchfall-bei-alter-Hündin/?postID=174542#post174542 schrieb:Kann der Durchfall tatsächlich nur altersbedingt sein?
Jain. Der Magen/Darmtrakt wird im Alter halt manchmal empfindlich. Ich habe selbst eine Hündin die im November 14 Jahre alt wird. Bis letztes Jahr hatte sie den sprichwörtlichen "Magen eines Pferdes", konnte alles fressen, auch durcheinander (z.B. Frischfleisch mit Trockenfutter gemischt), auch Sachen die sie bisher nicht gewöhnt war hat sie immer sehr gut vertragen. Durchfall war früher eigentlich nie ein Thema bei ihr.
Ende Oktober ist sie dann, zusammen mit ihrer Tochter, während meiner Abwesenheit in den Vorratsraum eingebrochen. Eine ganze Kiste mit diversen Leckerchentüten wurde komplett von den beiden geplündert, zwei ganze Ochsenziemer und diverse andere Trockenkauartikel waren verschwunden (u.a. ca. 10 Rinderohren), jede Menge Äpfel haben gefehlt, und am Trockenfutter hatten sie natürlich auch "all you can eat". Die Beiden haben also richtig schön Party gemacht, waren so kugelrund dass sie kaum noch laufen konnten, haben gegrinst als hätten sie was geraucht 8) , hatten natürlich Durst ohne Ende, und es stellte sich dann postwendend in der Nacht bei beiden Durchfall ein.
Bei der Jüngeren war nach zwei Tagen fasten dann alles wieder in Ordnung. Aber die Ältere hat sich ihre Darmflora damals so richtig ruiniert (an den Trockenkauartikeln sind ja oft irgendwelche Bakterien und/oder Hefen, was die Hunde im Normalfall eigentlich gut wegstecken). Seitdem ist sie extrem empfindlich. Ein Wechsel zwischen Trockenfutter, Frischfutter und/oder Reinfleischdose hat seitdem meist immer Durchfall zur Folge, auch mit Leckerchen der verschiedensten Arten bin ich nach schlechten Erfahrungen sehr vorsichtig geworden. Was ich sehr schade finde, denn die Abwechslung ist meinen Hunden immer gut bekommen.
Mit Propolis wäre ich vorsichtig, das verwende ich zum Wurmprophylaxe. Und etwas zu viel davon kann eine "durchschlagende" Wirkung besitzen.
Was alten Hunden, die mit dem Darmtrakt empfindlich geworden sind, oft hilft, ist Heilerde, täglich zum Futter gegeben. Man muss mit der Menge experimentieren. Meine Tierärztin meint sie hätte mehrere alte Hunde in ihrer Praxis denen das mit Erfolg regelmässig beigefüttert wird. Eine Darmaufbaukur, z.B. mit Symbiopet, kann auch in manchen Fällen helfen dass die Darmflora wieder richtig zusammengesetzt wird.
Die Moro'sche Möhrensuppe ist super, aber halt nur dort wo es um akute Infektionen mit bakteriellen Infektionen geht. Bei regelmässigem oder chronischem Durchfall kann man besser mit geriebenem rohen Apfel (pektinreiche Sorten verwenden) oder mit rohem Sauerkraut versuchen den Stuhl etwas zu festigen. Beides kann man, wenn es der Hund frisst, täglich dem Futter beifügen.
Natürlich spielen auch andere Ursachen im Alter eine Rolle. Einzelne Organe arbeiten ggf. nicht mehr so gut, das Immunsystem ist aus irgend einem Grund nicht mehr so fit etc. Da kann man natürlich in Einzelfällen auch mit Mitteln, die das Immunsystem stärken, Erfolg haben. Meist hilft bei so alten Hunden, wenn sie häufiger Verdauungsprobleme haben, aber eine symptomatische Behandlung über stuhlfestigende Nahrungsmittelzusätze am besten, in Verbindung damit dass man das halt künftig weg lässt, was sie nicht mehr so gut vertgragen.
"Ich kann mir die Welt ohne Idioten und Gauner nicht vorstellen."
Mark Twain
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