26-01-2016, 18:01
Ich lehne Stehend-Verweisen ja nicht ab, ich bin mir nur immer ein wenig seltsam damit vorgekommen.
Darüber, ob Stehend-Verweisen mehr Fehlerquellen birgt als Liegend-Verweisen, ließe sich nach meinen Erfahrungen noch streiten. Ich habe beides gemacht. Als große mögliche Fehlerquelle des Stehend-Verweisens wird ja oft das angeblich leichtere Überlaufen der Gegenstände genannt. Dass Hunde Gegenstände zwar bemerken, aber überlaufen, ist bei mir in der Praxis seltsamerweise nie ein besonderes Problem gewesen. (Das mag daran liegen, dass ich das erfolgreiche Finden im Training immer deutlich belohne, so dass es für Hunde reizfoll ist, das Finden zu markieren.)
Dagegen gibt es eine "Fehlerquelle" des Liegend-Verweisens, die man mit dem Stehen umgeht: Viele Hunde bleiben bei ihrer "natürlichen" Ablegebewegung nicht in der Geraden einer gedachten Körperachse und damit auch nicht in einer gedachten Geraden des weiteren Fährtenverlaufs. Wenn so ein Hund dann auch noch einen Lauf etwas nach hinten nimmt, dann habe ich schon mehrfach auf Prüfungen den Vorwurf des Nicht-gerade-Verweisens gehört. Der Stehend-Verweiser dagegen stellt sich beim Verweisen nicht anders auf, als er am Gegenstand ankommt; er vollzieht keine zusätzlichen Bewegungen. Er verweist also höchstens dann schräg, wenn er schon schräg sucht (z. B. wenn er an straffer Leine zieht oder durch die Leinenführung schräg gehalten wird oder wenn er vor dem Gegenstand nicht genau auf der Fährtenlinie war, was bei Seitenwind durchaus geschieht). Dann verweist aber auch ein liegender Hund leicht mal schräg. Wenn man das schräge Suchen prinzipiell zu vermeiden versucht, ist diese Fehlerquelle also beim Stehen minimiert.
Aber sorry, es ging hier ursprünglich ums Fährten auf Eis und Schnee. Und meine Frage danach, ob es prinzipielle Argumente dafür gibt, das Stehend-Verweisen abzulehnen, ist beantwortet. Danke dafür.
Darüber, ob Stehend-Verweisen mehr Fehlerquellen birgt als Liegend-Verweisen, ließe sich nach meinen Erfahrungen noch streiten. Ich habe beides gemacht. Als große mögliche Fehlerquelle des Stehend-Verweisens wird ja oft das angeblich leichtere Überlaufen der Gegenstände genannt. Dass Hunde Gegenstände zwar bemerken, aber überlaufen, ist bei mir in der Praxis seltsamerweise nie ein besonderes Problem gewesen. (Das mag daran liegen, dass ich das erfolgreiche Finden im Training immer deutlich belohne, so dass es für Hunde reizfoll ist, das Finden zu markieren.)
Dagegen gibt es eine "Fehlerquelle" des Liegend-Verweisens, die man mit dem Stehen umgeht: Viele Hunde bleiben bei ihrer "natürlichen" Ablegebewegung nicht in der Geraden einer gedachten Körperachse und damit auch nicht in einer gedachten Geraden des weiteren Fährtenverlaufs. Wenn so ein Hund dann auch noch einen Lauf etwas nach hinten nimmt, dann habe ich schon mehrfach auf Prüfungen den Vorwurf des Nicht-gerade-Verweisens gehört. Der Stehend-Verweiser dagegen stellt sich beim Verweisen nicht anders auf, als er am Gegenstand ankommt; er vollzieht keine zusätzlichen Bewegungen. Er verweist also höchstens dann schräg, wenn er schon schräg sucht (z. B. wenn er an straffer Leine zieht oder durch die Leinenführung schräg gehalten wird oder wenn er vor dem Gegenstand nicht genau auf der Fährtenlinie war, was bei Seitenwind durchaus geschieht). Dann verweist aber auch ein liegender Hund leicht mal schräg. Wenn man das schräge Suchen prinzipiell zu vermeiden versucht, ist diese Fehlerquelle also beim Stehen minimiert.
Aber sorry, es ging hier ursprünglich ums Fährten auf Eis und Schnee. Und meine Frage danach, ob es prinzipielle Argumente dafür gibt, das Stehend-Verweisen abzulehnen, ist beantwortet. Danke dafür.

