24-07-2015, 21:07
voraus,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165995#post165995 schrieb:tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165988#post165988 schrieb:müßte es nicht eher heißen: die meisten Trainer und Hundeführer,die sich auf die Leine, statt auf eine vernünftige Kommunikation mit dem Hund verlessen werden dir sagen, daß der Schritt von der Leine weg der schwierigste ist.... In der Regel
haben diese Leute damit zu kämpfen.
Wenn du nicht meinst, dass unabhängig von der Situation eine Leine immer für eine gescheiterte Kommunikation spricht, dann ist da was dran. Besonders in der UO, wenn man den Rudeltrieb planmässig nutzen will, statt auf Aktivierungszwänge oder nur auf Ballhoffnung zu setzen, ist eine Arbeit ohne Leine effektiver, weil sie den Hund an eine belastbarere Aufmerksamkeit heranführt, wo nicht der HF Aufmerksamkeit verlangt oder erheischen will, sondern der Hund durch seine Arbeit.
nein, so meine ich das nicht...
eine leine ist gut, um den wirkungskreis eines hundes bei bedarf zu begrenzen, also passiver zwang.
eine leine ist für bestimmte bereiche gut, um oppositionsreflexe zu nutzen.
eine leine ist gut um in bestimmten bereichen frust zu erzeugen.
da kann ich sofort beispiele bringen!
eine leine ist super, um den hund am sprenger mit geschirr ans rad zu packen...
eine leine ist super, um anderen hundeführern zu demonstrieren, dass der eigene hund nicht spielen soll...
ich persönlich habe für mich eine hierachie in der ausbildung entschieden, die mittlerweile frei von fremdwörtern ist, von jedem, einschließlich des hundes, verstanden wird und auf ausbildungsmittel, die nur abhängigkeiten schaffen, verzichtet. und ich orientiere mich dabei nicht dem meßbaren zhiel, sondern an der kommunuikation.
wollen - dürfen - müssen
wollen: der hund kann über die kommunikation mit mir seine grundbedürfnisse, in erster linie fressen, bewegen und spielen befriedigen
dürfen: wenn er verstanden hat, dass diese ganze nummer gewinnbringend für ihn ist, er selbst sich in gute stimmung bringt, dann erlaube ich ihm, mit mir zur arbeiten. hier lernt er mit frust umzugehen, er kann motivativ aufgrund des wollens gegenhalten. darüber lassen sich dann auch negative bestrafungen bis hin zum abbruch des ausbildungssegmentes das wollen des hundes erhöhen.
müssen: das ist die phase des verstandenen. dort erst greifen auch dann abbruchssignale dahingehend, das der hund sich in dem moment unwohl fühlt, also die positive bestrafung. ich für mich schaue, wo beim hund diese liegen, konditioniere sie klassisch, und löse dann auch mal das versprechen auf unwohlsein ein. für mich wichtig: so wenig wie möglich, so viel wie nötig, der situation angepaßt und: für den hund für das jeweilige verhalten durch sich selbst, zuordbar.
fehler passieren jedem, aber man sollte dahingehend auch reflektieren.
zielsetzung: der hund drängt ins erlernte verhalten, weil es für ihn gewinnbringend ist. was dann davon, entscheidet der jeweilige hund.
wenn er lücken im system sucht, die ihm ermöglichen aus verhalten und kommunikation zum hundeführer auszusteigen, dann hat man wohl den part des dürfens unterschätzt und ist gleich zum müssen übergegangen. und wenn man versucht dies über eine leine zu verhindern, dann muss man natürlich sorgen haben, wenn alles runter ist...
gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...

