22-07-2015, 11:07
voraus,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165905#post165905 schrieb:Die Diskussion driftet nicht ab, denn der Kern ist doch: kann man das Verhalten von Chacos Hund ohne unangenehme Einwirkungen ändern?
das war wohl nicht die Ausgangsfrage. Der Ausgang war, dass Chaco das Verhalten seines Hundes verstehen wollte.
Zitat:...Das ist ja das Ziel einer Operationalisierung, dass man wegkommt von der laienhaften Aussage „Das ist aber doch keine Gewalt“ zu möglichst genauen Beschreibungen konkreter Verhaltensweisen wie z.B. „Leinenzupfer am Gliederhalsband“ oder „kräftiges Reissen am Stachelhalsband“.
was ist daran denn genau beschrieben? Ein Leinenzupfer am Gliederhalsband kann doch auch positiv erregend beim Hund wirken.
Die Wissenschaft immer als Maß der Dinge anzuführen, das halte ich auch für nicht immer hilfreich. Dinge, die da häufig propagiert werden sind unter Laborbedingungen herbeigeführt worden und dann widersprechen sich auch die Wissenschaftler selber. So habe ich einmal eine Abhandlung zur iK (Skinner) gelesen, die eine gänzlich andere Darstellung zum Lernprozeß hatte. Leider finde ich dies Quelle nicht mehr.
Ich danke schon, dass die Wissenschaft Dinge für uns herausfindet oder bereits herausgefunden hat, die unserer Ausbildung hilft; jedoch alles sollte nicht immer bedingungslos geschluckt werden. Unsere empirisches Handeln ist auch eine Größe, die nicht von der Hand zu weisen ist. Ferner ist in der Zucht auch eine gewisse Streßtoleranz relevant. Nicht gemeint ist natürlich, dass der Hund nun "Gewalt" aushalten soll.
Den Thread schließen....von mir aus sicher nicht. Es ist schon beachtlich, dass dieser Thread über so viele Seiten recht sachlich verläuft und ich hoffe, dass dies auch so bleibt und auf andere Threads etwas abfärbt. Letztlich gibt es immer verschiedene Sichtweisen, Erfahrungen und Denkmodelle. Wenn diese zum Nachdenken und überprüfen eigenen Handelns anregen....prima.
Letztlich ist eine Herangehensweise beim Hund nicht rückgängig zu machen und somit gibt es auch keine Überprüfung ob es auf eine andere Art ebenso funktioniert hätte.
Auch ich stehe auf dem Standpunkt, dass erst im Kopf geplant und dann gehandelt werden sollte. Bei den Maßnahmen denke ich auch, dass nicht mit Kanonen auf Spatzen geschossen werden sollte und unangenehme Einwirkungen beim Hund nicht Anfangs Priorität haben sollten, was diese jedoch bei mir nicht gänzlich, bei erfolgloser anderer Anwendung, ausschließen würden.
Ob dies nun für Chaco´s Hund gilt, dass kann ich nicht beurteilen, da das Verhalten ja nicht sichtbar und somit einzuschätzen ist. Dafür kenne ich zu viele Hundeleute, die angeblich problematische Hunde haben, die bei genauerer Betrachtung kein eigentliches Problem darstellen. Davon leben ja auch häufig die Hundeschulen ganz gut.
So, nun habe ich viel zu viel geschrieben, ist nicht so meine Art, aber egal.
Schönen Tag
Bye Uwe

