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Der Dobermann als Gebrauchshund?
#9
hallo harald,

es gibt ja auch anhand zumindest eines ehemals sehr erfolgreichen hundeführers und ausbilders aus der maliscene, dass der wechsel zum dobermann eine so schlechte entscheidung nicht sein kann. armin buschmann zeigt das ja mit seinem jungen index sehr deutlich. und hier nicht nur aufgrund der geringeren population. unabhängig jetzt von seiner person: das ausbildungsergebnis braucht sich nirgendwo verstecken. bei der dm 2013 war ich dabei. für mich schon ein ganz anderes auftreten als seine mitbewerber um den titel.

es gibt, so meine ich jedenfalls zu erkennen, ein hohes kooperationspotential beim dobermann. nasenveranlagung muß bei den fangverhältnissen einfach top sein, aggression im schutzdienst bringt er auch mit. was für mich auffällig bei den dobermännern ist, die ich kenne, dass es im schutzdienst scheinbar eine anbissverzögerung gibt, auch der wirklich feste griff scheint sehr abhängig von der klarheit der lage zu sein.

die vereinigung von gegner und erzieher in der person des figuranten, wie es bei den schäfern funktioniert, bringt den dobermann im aufbau aus dem konzept.

und das, so denke ich, resultiert aus dem, was du beschreibst. der hund macht ordentlich gas, ist übermotiviert und verliert am ende die übersicht. regulatives eingreifen von hinten stört den hund in seiner entwicklung nach vorne zu gehen, zuviel belastung von vorne kann die beute belasten und treibt den hund in einen unruhigen griff oder aber in die ecken.

bei unserem kann ich nur sagen, dass wir einstellung figurant und einstellung kooperation in den verhaltensbildern teil c voneinander getrennt haben, bis beides in sich fertig gewesen sind. dann haben wir das zusammengefügt. jetzt übertragen wir das auf figuranten, die echt ernst machen. und dann macht der hund auch ernst, ohne dabei technik oder substanz zu verlieren. und siehe da, plötzlich stimmen auch einstiege und griffhärte.

er hat also einen lösungsweg, den gilt es zu generalisieren.

meines wissens nach gibt es einen genetischen fingerabdruck für dcm aus usa. einzige lösung hier scheint mir, dies zuchtausschließend zu machen, sich dann aus unbekannte linien bedienen zu müssen. mag sein, dass man dann keine dobis mehr sieht, die fett sind wie hochbeinige labradore, dafür aber alt genug werden, dass man die gebrauchsfähigkeit bis zu 8-9 jahre abrufen kann. dann bedarf es nur die hälfte der jetzt erzeugten dobermänner, weil man erst spät einen nachfolger braucht. und dann auch erst kann langfristig ausgerichtete ausbildung den dobermann auch wieder in den internationalen vergleich bringen.

gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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Der Dobermann als Gebrauchshund? - von zedemar - 28-02-2015, 19:02
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