26-02-2015, 00:02
Bernhard Ratstanne,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24400-HD-ED-LÜW-OCD-DM-etc-pp/?postID=163378#post163378 schrieb:Inzucht birgt immer die Gefahr der Inzuchtdepression:
Aufgrund der Unteilbarkeit des Erbgutes auf der Ebene der einzelnen Allele kommt es zum Verlust von Allelen aus dem Genpool, die genetische Vielfalt und damit auch die effektive Populationsgröße reduzieren sich nach und nach. Es entsteht aufgrund der genetischen Einheitlichkeit der Population Inzucht auch zwischen nicht näher verwandten Paaren. Die Population kann degenerieren und anfälliger für Krankheiten werden.
Um dem entgegen zu wirken, bedarf es insbesondere bei zunehmenden Inzuchtkoeffizienten einer strengen Selektion der weiterhin zur Zucht verwendeten Exemplare. Dann kann es trotz Inzucht zum Perging kommen:
Als Purging (von engl. to purge: säubern, läutern) oder Inzuchterholung bezeichnet man in der Populationsgenetik das Phänomen, dass es in ingezüchteten Populationen unter gewissen Bedingungen trotz starker Inzucht zu einer Reduktion oder sogar Elimination der Inzuchtdepression kommen kann. Purging geschieht meist im Zusammenhang mit einem genetischen Flaschenhals und kann dann auftreten, wenn in einer Population starke Inzucht in Verbindung mit starkem Selektionsdruck auf Fitness vorkommt. Hierzu muss die Reproduktionsrate hoch genug sein, um unter der verstärkten Selektion zumindest die kleinste überlebensfähige Populationsgröße zu erhalten.
Wenn man schon Zitiert und davon gehe ich hier aus, sollte man die Quelle nennen: http://de.wikipedia.org/wiki/Purging
Man kann solange Inzucht betreiben bis alle verebten Krankheiten ausgeschaltet sind, siehe Beagle-Versuchstierzucht bei BASF.
Nur wollen wir das?
Ist das Ergebnis noch der Hund den wir wollen, weitestgehend gesund, aber?
potius stans mori quam vivere posito genu

