05-05-2014, 12:05
hallo thomas, ein paar anmerkungen dazu.

eine verhaltensmodifikation kann aus meiner sicht nur über eine veränderte motivation des hundes führen, denn die scheint mir die ursache für das (aus unserer sicht) unerwünschte verhalten zu sein. das löschen von tief sitzenden lernverbindungen ist eine super schwierige sache, oftmals steht der aufwand der betrieben werden muss nicht im verhältnis zum nutzen. deswegen ist es so wichtig das man sich von anfang an klar darüber ist, was man konditioniert, nämlich nicht nur verhalten sondern vor allem auch triebstimmungen.
redtool,'index.php?page=Thread&postID=157109#post157109' schrieb:und diese zwischenaufgabe, bei uns den ball mitnehmen der am ende der wand liegt, verhindert das frühzeitige abspringen....ein ball wird zu 99,9 % ein positiver reiz für den hund sein. plaziert man den ball direkt am ende der schrägwand wird der hund das nach einigen wiederholungen antizipieren. führt nicht genau das dazu das der hund am liebsten auf die schrägwand raufspringen möchte um möglichst schnell an die belohnung zu kommen??
redtool,'index.php?page=Thread&postID=157109#post157109' schrieb:und FRUST sehe ich nicht automatisch als negativ in der arbeit. frust ist eine hohe motivation und richtig kanalisiert hat sie einen extrem hohen lerneffekt für den hund..........frustration ist natürlich nicht automatisch etwas negatives, ganz im gegenteil, man nutzt ja dieses element auch an anderer stelle um mehr motivation zu erzeugen. ob das ein funktionierendes mittel ist um ein eigentlich übermotiviertes verhalten zu optimieren, scheint mit fraglich. trieb (reizlage) mit trieb (reizlage) zu bekämpfen ist gefährlich. Ich will das aber auch nicht ausschließen, man kann ja auch feuer mit feuer bekämpfen

redtool,'index.php?page=Thread&postID=157109#post157109' schrieb:sollte der hund dies nicht machen gehts einfach zurück und er wiederholt solange die übung bis er sie richtig macht, dann gibts erst bestätigung !das funktioniert wunderbar vor allem bei hunden die trieblich eher gut bis sehr gut veranlagt sind. bei hunden die mit besonderen triebpotential ausgestattet sind, führt das wiederholen von übungen oftmals in die frustration, was dann auch wieder mehr motivation erzeugt, ein lernen findet hier nur sehr selten statt. man dreht sich im kreis und dann platz dem hundeführer der kragen, es kommen negative reize dazu die nun den hund in einen konflikt stürzen, der führt dann entweder ins meiden oder ins hyperaktive, beides irgendwie nicht sinvoll. meidet er, wird wieder trieb gemacht, wird er hyperaktiv wird noch mehr druck gemacht. ein kreislauf den ich des öfteren beobachte, .....leider!
eine verhaltensmodifikation kann aus meiner sicht nur über eine veränderte motivation des hundes führen, denn die scheint mir die ursache für das (aus unserer sicht) unerwünschte verhalten zu sein. das löschen von tief sitzenden lernverbindungen ist eine super schwierige sache, oftmals steht der aufwand der betrieben werden muss nicht im verhältnis zum nutzen. deswegen ist es so wichtig das man sich von anfang an klar darüber ist, was man konditioniert, nämlich nicht nur verhalten sondern vor allem auch triebstimmungen.
mfg Detlef Berensmann
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit
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