28-04-2014, 23:04
Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=156957#post156957' schrieb:der hund sollte lernen gedanklich nicht zum triebziel hin zu arbeiten, sondern viel mehr davon weg. zwei matten und die lernverbindung diese als safe spot zu sehen würde hier helfen.der hund lernt zunächst einmal auf eine matte zu gehen. dieses verhalten sollte unter signalkontrolle gestellt werden, das hörzeichen "rauf" bietet sich hier an. beim lernprozess sollte weder gelockt noch bestärkt werden. negative reize (z.b. über die leine) auf der einen seite und ein beruhigendes lob auf der anderen seite sind motivation genug. der hund darf keine verbindung herstellen über das auf die matte gehen belohnt zu werden bzw einen positiven reiz einfordern zu können (das wäre kontraproduktiv).
zeigt der hund, nach genügend vielen wiederholungen, auf das hörzeichen "rauf" das erwünchte verhalten kommt die zweite matte ins spiel. der hund wird nun von matte zu matte geschickt. ist der hund auch hier handlungssicher, wird der hund über einen positiven reiz (ball oder futter evt sogar das bringholz) deutlich in motivation versetzt (trieb machen). der hund wird nun in ein technisches verhalten gebracht, meistens ist die ablage (platz) am sichersten. die belohnung wird für den hund offensichtlich und in erreichbarer nähe plaziert (später geworfen). nun wird dem hund das konditionierte hörzeichen "rauf" gegeben, was in den meisten fällen ingnoriert wird. sollte der hund versuchen zum primärverstärker zu gelangen, wird ihm das über einen ausreichend starken negativen reiz verwehrt. die alternative für den hund ist es nun auf die matte zu gehen, was auch vom HF durchgesetzt wird.
der hund wird hier also bewußt in einen entscheidungskonflikt gebracht. geht er seinen trieben nach, wird es unangenehm, entscheidet er sich für das erlernte verhalten (auf die matte gehen) kann er das unangenehme vermeiden und bekommt oben drauf noch ein sachliches lob. an dieser stelle darf keine positive verstärkung einfluss nehmen, nicht am anfang!! ab hier gibt es nun verschiedene variable vorgehensweisen.
hat der hund gelernt, anstatt zum primärverstärker zur matte zu gehen, werden die matten jeweils vor und hinter der schrägwand (oder hürde) plaziert. die matten werden am anfang sehr dicht an die schrägwand gelegt. usw usw usw usw
die intention ist es dem hund zu lernen, umso höher die triebliche provokation (fliegendes bringholz) desto wichtiger ist es auf die matten zu gehen, er lernt sich im trieb zurückzunehmen, sucht seinen safe spot anstatt wie ein irrer hinter der reizlage hinter her zu rennen. man versucht also nicht über passive hilfen dem hund etwas vorzumachen, sondern setzt ganz bewußt darauf, dem hund zu lernen sich im trieb zurücknehmen zu wollen.
wenn der hund will was er soll!!
mfg Detlef Berensmann
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit
Die Ausbildung des Hundes ist ein Spiegelbild der eigenen Persönlichkeit

