28-12-2013, 08:12
Ich wüsste nicht, was gegen die Ausführungen von Antje sprechen sollte. Ich bin der festen Überzeugung, dass die DM viel weiter verbreitet ist, als angenommen und sehe insbesondere falsche CES-Diagnosen für den weit verbreiteten Irrglauben verantwortlich, DM sei ein eher zu vernachlässigendes Problem, zumal auch beide Krankheiten gemeinsam auftreten können. Die Differentialdiagnose ist für einen TA in einer normalen Praxis auch nicht ganz so einfach. Es gehört viel Erfahrung dazu. Meist wird der 7- oder 8jährige Hund geröngt und dann werden immer degenerative Veränderungen an der WS festgestellt und dann gibt es erst einmal Metacam und/oder Cortison. Dem Hund geht es dann für einige Zeit besser. Wenn er dann irgendwann humpelt und kaum noch hinten hoch kommt, dann glaubt man die Ursache ja zu kennen, die WS sieht schlimm aus, war ja auf dem Röntgenbild zu sehen.
Es kommt ein weiteres Problem hinzu: ich wiederhole meine Aussage, dass der Vater meines Rüden sehr viel gedeckt hat. Da die Kenntnisse über Genetik in der Schäferhundszene vielleicht nicht dem entsprechen, wie sie idealerweise sein sollten - Aktionen des SV, wie "mein erster Wurfs" tragen ja auch nicht gerade dazu bei - besteht doch nach wie vor die Tendenz, nicht wohl überlegt zu züchten, sondern massenhaft mit erfolgreichen Rüden zu decken und eher zu vermehren. Ist ein solcher Rüde Träger, dann hat man sehr viele, viele Träger und da man noch nicht weiß, womit der Ausbruch der Krankheit interagiert, könnte es sich um eine Zeitbombe handeln. Sind es bestimmte Zusätze im Futter? Zusätze in Impfstoffen? Quecksilber?
Verfolgt man Diskussionen im Internet, so verbreiten sich Gerüchte wie Erkenntnisse über DM wie ein Lauffeuer. In einigen Jahren werden Welpenkäufer eh den Nachweis eines Tests verlangen, ob der Züchter nun der Meinung ist, ob das Sinn macht oder nicht.
Vielleicht sollte doch der Fokus bei der Zucht vermehrt auf das Thema Gesundheit gelegt werden. Die OP-Kosten für meine 12jährige Schäferhündin entsprechen in etwa dem Gegenwert eines Kleinwagens. Wenn ich die Trauer um meinen Hund mal bewältigt habe, dann werde ich mir wahrsxheinlich wieder einen DSH zulegen, einfach weil ich ein großer Fan der Rasse bin, aber meine Auswahl wird sehr sorgfältig sein, wohl wissend, dass es keine Garantie für Gesundheit gibt.
Es kommt ein weiteres Problem hinzu: ich wiederhole meine Aussage, dass der Vater meines Rüden sehr viel gedeckt hat. Da die Kenntnisse über Genetik in der Schäferhundszene vielleicht nicht dem entsprechen, wie sie idealerweise sein sollten - Aktionen des SV, wie "mein erster Wurfs" tragen ja auch nicht gerade dazu bei - besteht doch nach wie vor die Tendenz, nicht wohl überlegt zu züchten, sondern massenhaft mit erfolgreichen Rüden zu decken und eher zu vermehren. Ist ein solcher Rüde Träger, dann hat man sehr viele, viele Träger und da man noch nicht weiß, womit der Ausbruch der Krankheit interagiert, könnte es sich um eine Zeitbombe handeln. Sind es bestimmte Zusätze im Futter? Zusätze in Impfstoffen? Quecksilber?
Verfolgt man Diskussionen im Internet, so verbreiten sich Gerüchte wie Erkenntnisse über DM wie ein Lauffeuer. In einigen Jahren werden Welpenkäufer eh den Nachweis eines Tests verlangen, ob der Züchter nun der Meinung ist, ob das Sinn macht oder nicht.
Vielleicht sollte doch der Fokus bei der Zucht vermehrt auf das Thema Gesundheit gelegt werden. Die OP-Kosten für meine 12jährige Schäferhündin entsprechen in etwa dem Gegenwert eines Kleinwagens. Wenn ich die Trauer um meinen Hund mal bewältigt habe, dann werde ich mir wahrsxheinlich wieder einen DSH zulegen, einfach weil ich ein großer Fan der Rasse bin, aber meine Auswahl wird sehr sorgfältig sein, wohl wissend, dass es keine Garantie für Gesundheit gibt.


