17-09-2013, 16:09
Nadin,'index.php?page=Thread&postID=150552#post150552' schrieb:Natürlich ist es eine grundsätzliche Frage des Aufbaus, nepopo ist ja eine durchdachte Ausbildungsmethode, in der, wenn denn mit TIG gearbeitet wird/wurde...der Einsatz sicher nochmal ein anderer ist, als bei der eventuellen erst späteren Absicherung eines Hundes, der, ob durch Ausbildungsfehler oder warum auch immer gezeigtes Fehlverhalten korrigiert werden soll.Nadin, alles sehr richtig, nur an obigen Satz bin ich hängen geblieben. Und zwar aus zwei Gründen:
1. Gemäß dieses Satzes bedingst der methodische Aufbau via NEPOPO den Einsatz des TIG. Das halte ich für blanken Unsinn. Das eine ist eine Methode, das andere ein Werkzeug, das ich für die verschiedensten Methoden, Arbeitsweisen einsetzen kann. Und wie es so menschlich ist, geschickter und weniger geschickt. So, wie ich mit einem einfachen 200g-Hammer prima Nägel gerade in die Wand klopfen kann, mir aber ebenso gut die Finger dabei blau hauen.
2. Es kommt so rüber, als könne ich nur mit dieser Methode Fehlverknüpfungen und daraus resultierende spätere Einwirkungen verhindern. Auch das ist Unsinn. Ganz im Gegenteil: Wenn der Hund von klein auf lernt, sich "seinen" Lösungsweg selbst zu erarbeiten, dabei konsequent bestätigt wird, oder eben auch nicht, Einwirkungen in dieser Phase als Hilfe und nicht als Strafe dosiert werden, dann ist der nachhaltige Lernerfolg umso beständiger. Was leider immer verschwiegen wird, ist, dass der aversive Reiz, der bei Beginn einer Übung unter nepopo gegeben wird, zum einen ein Hundeleben lang benötigt wird und die Dosis desselben bei weitem nicht in der "sanften" Stufe des Junghundaufbaus verharrt. Aber so lange dauert kein Seminar um das zu erleben.
Ein schöner Leitsatz hierzu: Motivation ist, wenn einer will, was er soll. Übertragen auf den Hund bedeutet das: Unsere Aufgabe als Ausbilder ist es dem Hund zu vermitteln, das er die Fäden in der Hand hält und sich die Übung eigentlich selbst beigebracht hat.

