30-09-2012, 09:09
Helmut Dillmann,'index.php?page=Thread&postID=137624#post137624' schrieb:Es mag sein, dass das kontrovers diskutiert wird. Aber die Meinung, dass bestimmte gesundheitliche Risikofaktoren nicht zum Ausschluss aus der Zucht führen sollten, weil sonst sehr wertvolles Potenzial verloren ginge, habe ich schon allzu oft gehört. Ich persönlich denke etwas anders darüber, aber ich bin da kein Fachmann.
Die OFA empfiehlt die Ergebnisse des Testes in die Zuchtplanung einfließen zu lassen, was durchaus sinnvoll ist. Das bedeutet z.B., dass man Träger nur mit freien Hunden verpaaren sollte. Auch die Genetiker sagen, dass man Träger nach dem heutigen Stand der Wissenschaft nicht von der Zucht ausschließen sollte, da eine solche Einengung des Genpools wieder zwangsläufig zu anderen Problemen führt.
Die Zucht
Würden wir nach der Statistik der OFA Träger von der Zucht ausschließen, dann ginge 50% unseres Zuchtpotentials verloren. Undenkbar und tödlich - für jede Rasse! Gentests werden in der Hundezucht immer wichtiger und in den nächsten Jahren werden uns auch immer mehr Tests zur Verfügung stehen. Das ist eine Entwicklung, mit der wir als Züchter leben müssen.
Was aber passiert, wenn wir nicht sorgsam mit den Ergebnissen umgehen und ein Radikalschlag erfolgt, der natürlich auch dadurch hervorgerufen wird, dass ganze Linien schlecht geredet werden und man mit Hunden dieser Linien nicht mehr züchtet? Pauschale Vorverurteilungen von ganzen Blutlinien führen zwangsläufig zum Zuchtausschluss. Die Züchter kaufen sich Hündinnen aus anderen Linien, die Deckrüden aus diesen Linien werden nicht mehr eingesetzt. Wohin führt uns das? Weg von der Genvielfalt, die wir in den letzten Jahren und Jahrzehnten in der Zucht mühsam aufgebaut haben, hin zur extremen In-und Linienzucht!
Was passiert wenn wir nur noch mit diesen anderen Linien züchten und in ein paar Jahren in diesen Linien, auch durch die In-und Linienzucht, ganz andere, wirklich gravierende klinische Probleme auftauchen und mit diesen Hunden dann tatsächlich auf Grund von Erkrankungen nicht mehr gezüchtet werden darf? Worauf greifen wir dann zurück wenn wir Hunde, die keinerlei klinische Symptome aufweise, sondern lediglich die mögliche genetische Veranlagung zu einer Erkrankung tragen, dann aus der Zucht genommen haben? Vor allem dann, wenn wir schon wissen, dass ein Test (noch) nicht wirklich aussagekräftig ist wie im Falle der DM.
(Quelle: http://www.club-elsa.de/zucht-und-gesund...athie.html)
Gruß
Dirk
Nen Kotlett kann man einfach nicht hart kloppen!

