23-08-2012, 13:08
Hallo Detlef,
das lässt sich nicht mit wenigen Worten sagen, aber ich möchte wenigstens andeuten, was mich stört:
Pauschal steckt Baumann die Traditionalisten in die Ecke der Tierquäler, die zu blöd zum Dazulernen sind. Ich bin Traditionalist, denn ich betreibe seit über 50 Jahren intensiven Schutzhundesport mit dem Ziel bei Prüfungen optimal abzuschneiden, aber ich lasse mich nicht als Tierquäler abstempeln.
Bei Baumann und anderen liest sich Schutzdienstausbildung wie Apportieren des Schutzärmels, also rein Beute orientiertes Arbeiten. Förderung sog. "sozialaggressiver Verhaltensweisen" lehnen sie mit der Begründung ab, dass diese Hunde der modernen Gesellschaft nicht zu vermitteln sind, ich vermute einmal mit dem Hintergrund, dass solche Hunde "ungeheuer böse sind und für die ach so entsetzlich große Anzahl" von Beißvorfällen (Vorsicht Ironie, denn für die Versicherungen sind die Beißvorfälle in ihrer Bedeutung völlig unerheblich) verantwortlich sind.
Mein jetzt gut dreijähriger Rüde ist in 52 Jahren intensivem Schutzhundesport mein fünfter Schutzhund, und keiner von diesen fünf Hunden hat je eine Person unserer Gesellschaft schief angeschaut, geschweige denn gebissen. Ein gutausgebildeter Schutzhund ist keine "sozialaggressive " Bestie, sondern ein auch gegenüber Femden absolut sozial verträglicher Partner des Hundeführers.
Ich bilde, obwohl Traditionalist, im Gegensatz zu der von Baumann und anderen vertretenen Meinung nicht mit Stachel und Tele aus und habe auch keinen sog. "Tunnelblick", und ich bezeichne meine Hunde trotzdem keineswegs als "Weicheier" oder mich als "Softie (Hundeführer)", denn ich weiß sehr wohl, dass es auch nötig sein kann, einmal handfest durchgreifen zu müssen.
usw. usw.
Grundsätzlich, Detlef, ist mir der Artikel zu sehr in einem Schwarz-Weiß-Muster gehalten, auch wenn ich ehrlicherweise zugeben muss, dass mir auch Raisers Aussagen nicht unbedingt uneingeschränkt zusagen.
Deshalb stellt sich für mich die Frage nach Pro und Contra Schutzdienst nicht, ich bin nicht bereit mein Pro zu rechtfertigen.
Servus Walter
das lässt sich nicht mit wenigen Worten sagen, aber ich möchte wenigstens andeuten, was mich stört:
Pauschal steckt Baumann die Traditionalisten in die Ecke der Tierquäler, die zu blöd zum Dazulernen sind. Ich bin Traditionalist, denn ich betreibe seit über 50 Jahren intensiven Schutzhundesport mit dem Ziel bei Prüfungen optimal abzuschneiden, aber ich lasse mich nicht als Tierquäler abstempeln.
Bei Baumann und anderen liest sich Schutzdienstausbildung wie Apportieren des Schutzärmels, also rein Beute orientiertes Arbeiten. Förderung sog. "sozialaggressiver Verhaltensweisen" lehnen sie mit der Begründung ab, dass diese Hunde der modernen Gesellschaft nicht zu vermitteln sind, ich vermute einmal mit dem Hintergrund, dass solche Hunde "ungeheuer böse sind und für die ach so entsetzlich große Anzahl" von Beißvorfällen (Vorsicht Ironie, denn für die Versicherungen sind die Beißvorfälle in ihrer Bedeutung völlig unerheblich) verantwortlich sind.
Mein jetzt gut dreijähriger Rüde ist in 52 Jahren intensivem Schutzhundesport mein fünfter Schutzhund, und keiner von diesen fünf Hunden hat je eine Person unserer Gesellschaft schief angeschaut, geschweige denn gebissen. Ein gutausgebildeter Schutzhund ist keine "sozialaggressive " Bestie, sondern ein auch gegenüber Femden absolut sozial verträglicher Partner des Hundeführers.
Ich bilde, obwohl Traditionalist, im Gegensatz zu der von Baumann und anderen vertretenen Meinung nicht mit Stachel und Tele aus und habe auch keinen sog. "Tunnelblick", und ich bezeichne meine Hunde trotzdem keineswegs als "Weicheier" oder mich als "Softie (Hundeführer)", denn ich weiß sehr wohl, dass es auch nötig sein kann, einmal handfest durchgreifen zu müssen.
usw. usw.
Grundsätzlich, Detlef, ist mir der Artikel zu sehr in einem Schwarz-Weiß-Muster gehalten, auch wenn ich ehrlicherweise zugeben muss, dass mir auch Raisers Aussagen nicht unbedingt uneingeschränkt zusagen.
Deshalb stellt sich für mich die Frage nach Pro und Contra Schutzdienst nicht, ich bin nicht bereit mein Pro zu rechtfertigen.
Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu

