25-07-2012, 08:07
Managarm,'index.php?page=Thread&postID=134864#post134864' schrieb:Richtig! Bei der Ausbildung muss man schon mal hinlangen; es gibt ohnehin keine ohne jeden Zwang! Das Ergebnis sollte aber den Verzicht auf Hilfsmittel mit beinhalten!Das ist ja mal eine Erkenntnis!
Muss man nicht spätestens in einer Prüfung im Anschluss an die vorangegangene Ausbildung die Hilfsmittel weglassen?
Meines Erachtens hat sich in dieses Thema ein grundlegender Fehler eingeschlichen: Der Einsatz von "Ausbildungshalsbändern" wird mit Zwang gleichgesetzt. Das ist nur z.T. richtig. Wenn "man schon mal hinlangen muss", so kann man dies mit einem geeigneten Halsband wesentlich sanfter, dosierter tun, als beispielsweise mit einem (breiten) Lederhalsband. Und zwar völlig egal, ob man den Hund mit einem kleinen Zupfer lediglich aufmerksam machen möchte, oder ihn mit einem (dosierten) Ruck von etwas abhalten.
Wie gesagt, das alles kann man mit jedem anderen Halsband auch erreichen. Allerdings muss man, je nach Hund von der Dosis dann auch höher einsteigen. Das wiederum tut der Halswirbelsäule nicht immer gut.
Die meisten unserer Sporthunde drehen auf spitze Einwirkungen ohnehin eher hoch als runter zu fahren. Schon allein deswegen ist die rein zwangsorientierte Verwendung des Stachels in Frage zu stellen.
Der Einsatz im Alltag ist genau so zu bewerten, wie es hier auch einige tun: Als Hilfsmittel zur besseren Kontrolle in unerwarteten Situationen, deren Ausgang trotz vorangegangener guter Erziehung nicht immer vorhersehbar ist. Als sich meine Mutter (über 70) mit dem Leonberger Rüden der Nachbarin wegen Vorbereitung einer UO für ein Breitensportturnier mit Stachel am Platz einfand und man ihr dies verwehrte, hat sie das einzig Richtige getan: Sich abgemeldet mit den Worten "Ich lasse mich doch hier nicht von einem Hund, der schwerer ist als ich selbst, umreissen."

