Hallo an Alle, die hier sehr konstruktiv und diszipliniert mitdiskutieren.
Ich finde das Thema sehr spannend und lese schon eine ganze Weile mit. Leider läuft parallel zu diesem thread wieder die Diskussion SV/RSV und leider muss ich feststellen, dass sehr oft die gleichen Mitglieder (mit Ausnahmen)sehr engagiert sind, wenn es um das Thema SV/RSV geht, aber hier keinen Laut von sich geben.
Gruß
wolfgang
Beiträge: 1.778
Themen: 26
Registriert seit: Sep 2006
Hallo Detlef,
mein Eindruck von Scherkl ist durchaus real und tatsächlich nicht wirklich positiv. Das tut im Rahmen dieser Diskussion aber ja nicht wirklich etwas zur Sache.
Und natürlich würde ich mir gern auch mal in natura ansehen, wie Alf arbeitet. Aber er möchte es nun mal nicht und ich kann damit leben. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass für mich Geschriebenes erstmal durchaus auch real ist. Vielleicht hängt es auch damit zusammen, dass ich Alf von nichts überzeugen muss und mich durch ihn auch nicht herausgefordert fühle, weil ich selbst kein Helfer bin und auch nur ein mittelmäßig erfolgreicher Hundesportler  ! Das läßt einen manches entspannter sehen. Ich finde seine Beiträge in erster Linie interessant und wert, berücksichtigt zu werden.
LG
Bine
Beiträge: 356
Themen: 67
Registriert seit: Sep 2006
Hallo Detlef,
es ist wohl richtig, dass wir kein Video von Alf gesehen haben. Macht die gute Diskussion aber auch nicht schlechter oder weniger nachvollziehbar.
Es gibt allerdings auch keine Videos von den "ewigen Zweiflern". Wenn ich allerdings Google bemühe, machen mich die Ergebnisse, die ich dann lese, auch nicht sonderlich neugierig. Warum also nicht einfach bei der Sache bleiben.
Beiträge: 1.528
Themen: 28
Registriert seit: Sep 2006
rtg,'index.php?page=Thread&postID=107210#post107210' schrieb:Warum also nicht einfach bei der Sache bleiben. sehr gerne! ich bin dabei.
Beiträge: 388
Themen: 7
Registriert seit: Jun 2008
Auch mir fällt es schwer, immer die richtigen Fachbegriffe zu finden. Allerdings ist die Erklärung von Alf für mich nachvollziehbar und für sich schlüssig. Insgesamt kann ich die von ihm genannten Verhaltensweisen der Hunde nachvollziehen, da sie sich mit meinen Beobachtungen decken. Danke Alf, Danke Sören und auch Danke an all die anderen für die Ausführliche Kynologiestunde.
VG Uwe
Gewalt beginnt dort, wo Wissen aufhört
und wo Verzweiflung ihren Anfang nimmt!
Beiträge: 516
Themen: 5
Registriert seit: Oct 2006
Chrissi16,'index.php?page=Thread&postID=107207#post107207' schrieb:Ich persönlich bin jemand, der lieber die Hunde sieht, die den Helfer verbellen und
Wobei das ja nun nicht nur über diesen Aufbau geht.
Ich muss auch sagen, dass ich verstehen kann, dass man eine wie von Alf beschriebende Arbeit gern in der Praxis sehen möchte, denn mit dem Aufbau der Heuwinkler auf Seminaren etc haben ja nun die meisten bereits Bekanntschaft gemacht , auch die Ergebnisse ( obwohl die dem ein oder anderem ja trotz dieses Aufbaus zu technisch sind und nicht "das gewisse Etwas" vermitteln, was keine Wertung dieser Meinung ist) sind weithin bekannt, der Mensch lernt nun mal auch umso besser, je mehr Sinne beansprucht werden und auch mir würde das Sehen dieser Arbeit sicher mehr Aufschlüsse geben, als das Lesen von Theorien, die natürlich ihre Berechtigung und Logik haben......was meist interessant ist und was beim "nachmachen" eben oft ein Problem wird, ist auch, wenn ein Hund trotz wie man meint, sauberen Aufbaus, nicht erwünschtes Verhalten zeigt, wenn es ihm z.B trotz des eigentlichen reinen Dominieren und Vertreibenwollens ohne Beutebezug mal schwer fällt, zu trennen, wenn der Welpe/Junghund doch zu hoch dreht und es nervlich dann nicht verpackt bekommt.....ich glaube, dass es ein Problem ist , dass gerade bei dem Aufbau, wie hier beschrieben, man nicht eben "nur" Anregungen mitnehmen kann, sondern man sich entscheiden muss, da ich durch das absolute Weglassen der "Beutekanalisierung" nicht mal umschwenken kann, jetzt mal doch mit Beutebezug, dann wieder ohne...
Das Verbellen und Treiben auf diese Art und Weise machen ja nun schon einige, allerdings habe ich da dann öfter Probleme bei dem Schritt zum beissen gesehen, wie ja auch Dino/ Maria es hatte, also ist die Umsetzung nicht so leicht, wie sie klingt.
Ich denke, das ist dann das Problem einer theoretischen Diskussion, es fällt schwer ( mir zumindest:-)), mir alles komplett vorzustellen, ohne es gesehen zu haben, wobei ich Alf da auch ein bisschen verstehen kann, ich glaube, bei einem (hypothetischen) gemeinsamen Training wäre wohl bei einigen weniger der konstruktive Austausch die Intention, als vielmehr die Beweisführung des eigenen Rechts, der Feststelung der Fehler im System oder, dass es das doch alles schon gibt.
LG-Nadin
Beiträge: 965
Themen: 49
Registriert seit: Jul 2007
Zitat: Danke Alf, Danke Sören und auch Danke an all die anderen für die Ausführliche Kynologiestunde.
Ich schließ mich dem an. Wirklich sehr interessante Diskussion. Macht Spaß mitzulesen,
viele Grüße
Gaby
Beiträge: 24
Themen: 0
Registriert seit: Sep 2009
Hallo Leute,
nachdem ich diese Diskussion von Anfang verfolge und ich erst seit 4 Wochen Hundesport mache habe ich lange überlegt, ob ich mich dazu äußern werde. Den alten Hasen wird der Name Dildei sicher ein Begriff sein, den jungen Hundeführern empfehle ich, besorgt euch die Videos von Dildei, die er vor 15 oder 20 Jahren in Bezug auf Schutzdienstaufbau Junghunde gemacht hat und dann vergleicht die Beiträge von Alf und ein paar anderen, dann könnt Ihr feststellen, daß Dildei das damals schon gemacht hat, was jetzt als neu in der Hundeausbildung probagiert wird. Ich habe mir die Videos Stunden, Tage und Wochen reingezogen und habe jedesmal wieder was neues entdeckt. Als ich als junger, unerfahrener Helfer diese Arbeit in die Praxis umsetzte, wollten mich die erfahrenen Hundeführer in die Nervenheilanstalt einliefern. Aber nachdem ich eine hohe Reizschwelle habe, habe ich mein Ding durchgezogen und mache es noch heute und es funktioniert noch immer. Zu dem Thema schlechte Helfer in der OG - stellt Euch doch selber in die Hose und setzt das in die Praxis um was Ihr an Euren Helfern so kritisiert. Ich stelle meine Hunde gern zum Praxistraining zur Verfügung und dann schau mer mal wie der Kaiser so schön sagt.
Das Thema "Seminare" ist schön und gut aber schicke drei Hundeführer dahin und frage sie nachher einzeln was jeder gesehen hat: Drei verschiedene Aussagen - sonst noch Fragen? Auf einem Seminar ziehe ich drei Tage eine Show ab und jeder geht nach Hause in seine OG und dann soll der eigene Helfer so erbeiten wie ihm erzählt wird - kann nicht funktionieren. Wenn Ihr was gutes tun wollt, dann holt Euch den Thomas Claasen, LCC Rhein-Main, für einen 3-Tage Workshop, denn da wird mit Euren Hunden und Euren Helfern trainiert und nicht mit vorher handverlesenen und vorbereiteten Hunden.
Und was mir an Thomas so gefällt, er ist nicht betriebsblind und sagt Dir knallhart was Sache ist und somit versteht es auch ein Vollpfosten wie ich.
Gruß Hans
Beiträge: 623
Themen: 23
Registriert seit: Dec 2009
In Folge dieser, wirklich sehr interessanten Diskusion, habe ich versucht, einige der hier beschriebenen Sachen mal zu probieren. Hat bei 2 von 3 Hunden (beide haben ein sehr hohes Aggressionspotenzial), die allerdings vorgearbeitet sind, funktioniert, wie hier erklärt. Trotz allem, oder gerade darum frage ich mich, wenn diese Beiden, die von Anfang an sehr viel Zug zum Helfer, oder anderen provozierenden Personen hatten, von Anfang an in dieses System gedrückt worden wären, ob es heute noch möglich wäre, sie zu händeln. Nur durch sehr geringes SD-Training war es möglich, ihnen die Beute schmackhaft zu machen, aber wie hätte es ausgesehen, wenn man sie hätte in ihrem Naturell leben lassen? Bei beiden war eine sogenannte "Dominanzförderung" nicht notwendig. Wäre es trotzdem der richtige Weg gewesen?
Gruss Andreas
[size=10] ![[Bild: FB%2520Baner.jpg]](https://lh3.googleusercontent.com/-PO-hSkFfYjw/UB_8uHcrwQI/AAAAAAAACZo/tPVg2rYnjVo/s288/FB%2520Baner.jpg)
Beiträge: 188
Themen: 0
Registriert seit: Nov 2010
Hallo Wolfgang,
in den von dir genannten Vereinen werden die neuen Systeme nicht oder nur extrem selten praktiziert, anders als im DMC, wo sie sich immer mehr durchsetzen.
Wer noch in den Vorstellungen von „Beutetrieb“, „Wehrtrieb“ und „Triebwechsel“ denkt, tut sich einfach schwer, obwohl es auch nicht unmöglich ist, wenn man offen ist. Ganz hoch ist die Abwehr natürlich, wenn diese Vorstellungen zur Staatsdoktrin erhoben sogar in den Sichtungskriterien festgeschrieben sind. Da wären die neuen Systeme ja fast wie ein Putsch.
Die meisten Leute, die sich so ein Training mit ganz jungen Hunden mal kurz ansehen, sagen nichts und denken sich wohl „Was soll der Quatsch!“ Andere sagen schon mal, wenn sie etwas im Aufbau fortgeschrittenere Hunde sehen: „Da muß man aber auch den richtigen Hund für haben!“ Wenn man dann sagen würde: „Auch mit diesem System wird nicht jeder Hund Bundessieger. Aber es kann viel mehr aus ihm rausholen als „Triebwechsel.“, dann würden sie einem vielleicht halbwegs glauben, wenn man schon mal Bundessieger war oder wenigstens FCI-Weltmeister. Und dann lassen sie Monate später auch ihren neuen Welpen wieder in vom Helfer geschwungene Objekte beißen und sagen begeistert „Der hat Trieb ohne Ende!“, lassen ihn am Lappen hochziehen und sagen „Der hat volle Griffe, jetzt schon!“
Es wäre schon toll, wenn man so einen modernen Dominanzaufbau mal Woche für Woche in Videos festgehalten hätte. (Was nicht ist, kann ja noch werden.) Aber selbst dann würde es noch Leute geben, die sagen würden „Das ist EIN Hund, das sind drei Hunde, das sagt noch gar nichts. Wollen wir mal sehen, wo die in einigen Jahren stehen. Ich kenne jedenfalls 100 Hunde, die nach Triebwechsel gearbeitet überregional sehr erfolgreich sind.“
Gruß Alf
|