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Dominanztraining
#91
Hallo Anja,

ungefähr so kenne ich das auch. Aber in dem von Alf beschriebenen Ansatz ist mindestens ein riesiger Unterschied: der Helfer verläßt den Platz und das, so wie ich das verstanden habe, in der ersten Zeit ohne irgendeine Beute im Spiel. Das gibt dem Hund das Gefühl, dass er dem Menschen, den er da gerade vertrieben hat, haushoch überlegen ist. Eine bessere Bestätigung kann man sich da ja überhaupt nicht wünschen!

Ich hab nur irgendwie ein Problem mit dem Übergang, vielleicht bin ich einfach noch zu vernagelt. Also mit dem Übergang in die Beißphasen, meine ich. Kann man die Beutegeschichte (also das nur-in-den-Ärmel-und-sonst-nirgendwohin-beißen parallel aufbauen und die Komponenten irgendwann zusammensetzen??

LG
Bine
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#92
Hallo Sören,

vielen Dank für diesen Beitrag, ich glaube, ich sehe langsam klarer.

LG

Bine
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#93
Anja*Zina,index.php?page=Thread&postID=107029#post107029' schrieb:Ich kenne es so, das erst vertrieben und ganz zum Schluß doch die Kanalisierung in die Beute kommt. Aber halt nur 1x-----Anbiss (Lappen, Kissen, Ärmel ) und runter vom Platz.

Bei meiner Methode endet jedes SD Training damit, daß der Helfer sich mit Ärmel (je nach Ausbildungsstand kann der Ärmel auch auf dem Platz liegenbleiben, er wird vom Hund dann sowieso nicht beachtet) vom Platz schleicht oder hinter das Versteck geht, und der Hund als Sieger noch kurz auf dem Platz bleibt. Der HF lobt dann den Hund, weil dieser ihn so gut beschützt hat und dann geht es in aller Ruhe, völlig unaufgeregt im normalen Schritt zu einem kurzen Gassigang. Erst wenn der Hund außer Sicht bzw. etwas weiter weg ist, kommt der Helfer wieder hervor, um mit dem nächsten Hund zu arbeiten.

Gruß Alf
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#94
Huhu Sören,

danke für Deine Antwort, ich glaube gar nicht mal, dass nur ein Griff aus der Beute heraus ein ruhiger sein muss, denke nur, dass wenn nicht gut umgesetzt, der Aufbau schon auch schief gehen kann ( allerdings wie jeder andere Aufbau auch), zumindest habe ich schon Hunde gesehen, die tolle technische Übungen und "Palaber" vor dem Helfer gemacht haben aber dann irgendwie beim Beissen tatsächlich ein Problem hatten....kann sein, dass daher meine Gedanken kommen.
Und wie Du auch bestätigst, findet an den ein oder anderen Stellen ja doch eine Kanalisierung in den Beutebereich statt, wenn eben auch nicht unbedingt in den Beissphasen....nochmal danke:-)

LG-Nadin
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#95
Was ich irgendwie immer noch nicht verstehe: Wann und wie fängt man denn mit der Beissarbeit an? Und wenn der Hund dann gebissen hat, verzieht sich der Helfer wieder außer Sichtweite? Oder spuckt der Hund den Ärmel aus, vertreibt den Helfer und geht dann wieder ohne Ärmel vom Platz?

Gruß
Dina
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#96
Hallo Uwe,

meine Kapazitäten sind auf absehbare Zeit ausgelastet, aber vielleicht kann Monika oder jemand anders ja mal einen Kontakt zu den Heuwinklern, zu den Knoches oder anderen herstellen, damit du da mal zugucken kannst. Auch was Sören und Volpi schreiben hört sich sehr kompetent an. Vielleicht können die dir ja irgendwie praktisch helfen.

Gruß Alf


Na Alf, bei der Praktischen Umsetzung müssen jetzt Monis,Knoches und Heuwinkler her.Stimmt ja, deine Kapazitäten
in absehbarer Zeit waren total ausgelastet.
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#97
Detko,'index.php?page=Thread&postID=107036#post107036' schrieb:Hallo Uwe,

meine Kapazitäten sind auf absehbare Zeit ausgelastet, aber vielleicht kann Monika oder jemand anders ja mal einen Kontakt zu den Heuwinklern, zu den Knoches oder anderen herstellen, damit du da mal zugucken kannst. Auch was Sören und Volpi schreiben hört sich sehr kompetent an. Vielleicht können die dir ja irgendwie praktisch helfen.

Gruß Alf


Na Alf, bei der Praktischen Umsetzung müssen jetzt Monis,Knoches und Heuwinkler her.Stimmt ja, deine Kapazitäten
in absehbarer Zeit waren total ausgelastet.

Hallo Detko,

es wäre nett von Dir, wenn Du diese bisher wirklich interessante Diskussion jetzt nicht mit diesen persönlichen Seitenhieben zerstören würdest.

LG

Bine
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#98
Nadin,'index.php?page=Thread&postID=107034#post107034' schrieb:Huhu Sören,

danke für Deine Antwort, ich glaube gar nicht mal, dass nur ein Griff aus der Beute heraus ein ruhiger sein muss, denke nur, dass wenn nicht gut umgesetzt, der Aufbau schon auch schief gehen kann ( allerdings wie jeder andere Aufbau auch), zumindest habe ich schon Hunde gesehen, die tolle technische Übungen und "Palaber" vor dem Helfer gemacht haben aber dann irgendwie beim Beissen tatsächlich ein Problem hatten....kann sein, dass daher meine Gedanken kommen.
Und wie Du auch bestätigst, findet an den ein oder anderen Stellen ja doch eine Kanalisierung in den Beutebereich statt, wenn eben auch nicht unbedingt in den Beissphasen....nochmal danke:-)

LG-Nadin

Hallo Nadin,

ja, wenn Du das so nennen willst... es wird aber kein Kanalisierungs-Training etc. gemacht. Es ist auch völlig egal, was der Hund mit dem Ärmel macht, wenn er ihn hat. Spuckt er aus ist das okay, trägt er ihn, ist das auch okay, legt er ihn ab und kaut drauf rum ist das auch gut... es spielt keine Rolle. Dem Hund wird nach der Bestätigung nichts "aufgezwungen". Er kann das tun, was er will. Anders als in dem bisherigen Prinzip, wo durch Tragen, unterfassen, ruhiges Halten, etc. ständig am Hund rummanipuliert wird, ob er das nun will oder nicht.

Entscheidend ist das Beißen am Helfer. Das gibt in der Prüfung Punkte. Was der Hund mit der toten Beute macht, interessiert niemanden.

Vielleicht kann man den Unterschied am ehesten mit einem "Wohlfühbereich" erklären. Im klassischen Aufbau hat der Hund diesen Wohlfühlbereich in der Beute. Er wird über Beute aufgebaut und will, genügend Trieb vorausgesetzt, auch immer dahin zurück. Nun besteht man aber keine hochklassige Prüfung mehr über Beute, daher braucht man andere Bereiche. Der Hund wird also in seiner Beute gestört und mittels Konflikten (wie auch immer die aussehen) aus der Beute rausgebracht, er reagiert auf Konflikte mit Aggression (der berühmte Triebwechsel) und wird danach wieder mit Beute bestätigt. Man geht also den Weg Beute => Konflikt => Aggression => Beute. Dieses Verhalten wird irgendwann gefestigt und der Hund lernt, dass er über Aggression zur Beute kommt (Kanalisieren bzw. der Triebwechsel). Trotzdem will der Hund im Grund immer nur in die Beute rein und würde von sich aus da auch niemals raus wollen. Man muss ihn erst stören, wenn er seinen "Wohlfühltrieb" verlassen soll. Unprovoziert würde er das nicht zeigen, von sich aus auf die Idee kommen auch nicht. Warum auch, er hat ja gelernt, dass der Helfer nett ist und so ein Beutespiel Spass macht.

In den von mir praktizierten Aufbau ist der Wohlfühlbereich die Aggression, also das Dominieren. Hier ist das Fundament, da will der Hund wieder hin zurück weil er darüber aufgebaut wurde und weil er den Helfer als Gegner sieht... also als einen "bösen Angsthasen", dem zwar nicht zu trauen ist, der aber himmelweit dem Hund unterliegt. Aus diesem Wohlfühlbereich gibt es dann Abstecher in die Beute, quasi als "ritualisierte Endhandlung" um mit Beißen die Dominanz auszuleben. Der Hund hat aber keinen Grund lange in der Beute zu bleiben, er will wieder zurück ins Dominieren und in die Aggression, da er sich hier wohl fühlt und sich auch hier am meisten Erfolg verspricht. Man braucht also keine Aktivierung, keinen Konflikt und auch keine Bestätigung (Kanalisieren) für die Aggression. Die ist da, als Fundament. Alles andere sind Nebenkriegsschauplätze, die zu vernachlässigen sind.

Ich halte diese Art des Aufbaus für ehrlicher. Der Helfer ist von Anfang an der Gegner. Der ist auch mal unangenehm, gibt mal einen Stockschlag, zieht dem Hund mal einen mit der Peitsche. Der Hund bleibt aber trotzdem immer überlegen. Ich gaukel dem Hund keine "heile-Beute-Welt" vor und konfrontiere ihn dann plötzlich vor einer Prüfung mit der grausamen Wahrheit oder überfordere ihn, wenn er mal an einen Helfer gerät, der es wirklich ernst meint. Der Helfer ist Gegner, das lernt der Hund schon vor der Zahnung. Und diese Einstellung wird nie wieder ausgelöscht... mit dem Ergebnis das der Hund dem Helfer völlig anders gegenübertritt als ein Hund, der sein Fundament in der Beute hat.

Viele Grüße

Sören
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#99
Der Aufbau ist mir bekannt, jedoch eher in Teilphasen des Trainings als im kompletten Aufbau.

Ich persönlich sehe den knackpunkt dieser Methode jedoch an einem ganz anderen Ort : Hinten an der Leine.

Für diese Methode bedarf es zwar nicht den Non-Plus-Ultra-Hund aber einen durchsetzungsstarken und souveränen Hundeführer ! Stellt Euch mal vor, da wird ein junger Rüde so in "Dominanz" gebracht. Der Hundeführer hält sich lange im Hintergrund. der Hund wird aber nicht nur dominanter und stärker nach vorne, sondern unweigerlich auch nach hinten-an-der-Leine.

Sprich: Für mich stellt sich da dann unweigerlich die Frage nach der Führbarkeit. Sicher, erfahrene starke Hundeführer können dann damit umgehn ....- aber mal Hand aufs Herz : Wieviele von zehn x-beliebigen "normalen" Hundeführern können dies wirklich ??

Ich denke genau dort wird es dann schwierig: Der Helfer macht seine arbeit perfekt- der Hund geht voll auf dabei und wird so richtig stark .... und hinter der Leine baumelt dann ein untalentierter Hundeführer der gänzlich überfo^rdert ist.

@Alf : wie sind dazu Deine erfahrungen ? Wann bringt ihr den Apell in die ganze sache rein ?

Gruss

Babs
Wenn es im Himmel keine Hunde gibt, gehe ich dort auch nicht hin
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@ Biene was für einen Seitenhieb??????......war nur eine Feststellung.

MfG Detko
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