Die Leute selbst, zumindest Raiser, nennt es „sachliche Arbeit“. Wenn du dir lieber diesen Begriff für die gezeigte Freifolge aneignen willst, bitte... Aber ansehnlicher wird diese Arbeit dadurch nicht.
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Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171285#post171285 schrieb:Superlernen kann der Hund von Geburt an. Hunde sind qua Natur Beziehungskünstler. Lernen findet bei Erziehung und Ausbildung immer innerhalb einer Beziehung statt.
:i_ Boah, was für eine neue Erkenntnis! :i_
Dass der Hund das "Superlernen" (für mich einfach wieder einmal ein neuer Begriff!) von klein an in sich hat, ist unbestritten, es geht aber eher darum, dass der Hundeführer sich intensiv um dieses Beziehungskonzept kümmert.
Und, Spaß bei Seite. Was ist neu daran, dass man die besten Ergebnisse in der Ausbildung erzielt, wenn man von klein auf eine hervorragende Bindung zum Hund aufbaut, wenn man die Verhaltensweisen des Hundes, die er von Natur aus anbietet und zudem erwünscht sind, positiv verstärkt und die unerwünschten Verhaltensweisen entweder ignoriert oder nagativ beeinflusst.
Das mach ich schon seit Jahren so, s. z.B. meine Beschreibung zum Lernen des Apportierens.
Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu
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Detlef .. ja hätte gerne Beispiele dazu.. zum Thema "Superlernen" finde ich im Netz nur Literatur zu "Superlearning+Suggestopädie bzw. Desuggestopädie " / "in Bezug auf Menschen ..
Auf die Nachfrage an Pesch von mir, kam ja leider kein für mich konkrete Antwort (Erklärung)oder mal ein brauchbares Beispiel welches man eventuell mal visuell betrachten kann...
Gruß Steffi ...
Walter, wenn man ein neues Konzept nur stark genug herunterbricht landet
man tatsächlich in der Banalität. Die Finessen des Superlernens sind
dann aber leider auf der Strecke geblieben. Dafür kann man aber sagen
„Das haben wir schon immer so gemacht.“
Steffi, du möchtest also
ein öffentliches Video über z.B die Komponente Etablierung des
Versöhnungsverhaltens? Überleg doch mal...
Wenn du dir nach meiner detaillierten Beschreibung
Nein
und Abbruchverhalten erzwingen durch deutlich unangenehme Einwirkung,
nahtloser Übergang mit Formel (z.B. Willst du wieder lieb sein?) und
durch gleichzeitiges Locken mit Futter in der Hand ins Wunschverhalten
Fußlaufen (Futterfußlaufen kennt er natürlich schon), drei, vier
Schritte Futterlaufen mit viel verbalem Lob bei jedem Schritt und dann
stehen bleiben und Futtergabe mit Superlob, dann neutral (kein Lob mehr,
keine Ermunterung oder sonstige Kommunikation, keine formelle
Freigabe). Das Leben geht einfach so weiter. Hölle und Himmel sind
vorbei.
so gar nichts bildlich vorstellen kannst, kann ich dir auch nicht weiterhelfen.
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Hallo Steffi,
ich denke, wenn man dazu wirklich mehr Infos haben möchte, reichen die ersten drei Einträge bei Google nicht aus. Es wird voraussichtlich auch keine Videos geben, in denen explizit das Thema "Superlearning in dog sports" dargestellt wird. Wahrscheinlich handelt es sich vorwiegend um spezifische Fachliteratur aus der Motivationstheorie etc., Aufsätze und ähnliches. Ich habe mich bisher damit nicht wirklich auseinander gesetzt.
Aber, Pesch, mich würden die Autoren, auf die Du Dich beziehst, sehr interessieren. Vielleicht kannst Du mal ein paar Tips geben? Ich würde mich mit dem Thema gern näher beschäftigen.
LG
Bine
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Bine hat geschrieben:
Aber, Pesch, mich würden die Autoren, auf die Du Dich beziehst, sehr interessieren. Vielleicht kannst Du mal ein paar Tips geben? Ich würde mich mit dem Thema gern näher beschäftigen.
Mich interessiert das Thema sehr, nur finde ich auch sehr wenig Information darüber.
"Pesch" wer bist Du eigentlich? Bist Du schlussendlich ein "Ghostwriter"?
Fundiertes findet man gar nichts.
Ich muss erhrlich sagen, wenn man so ein Thema aufreisst, dann müsste man es hinterlegen mit konkrete Erfolgsgeschichten.
Superlernen without the background is a tunnel without end.
Life, z.B. Hundesport, is really simple but we insist on making it complicated
Bine, dein Interesse freut mich sehr. Nur würde ich mich selbst auch nur als Interessierten und nicht als Fachmann bezeichnen, d.h. ich kriege das (Kognitions-, Motivations, Hirnforschung usw.) auch nur am Rande mit. Es gibt auf dem Markt nach meinem Wissen keine spezielle Literatur zum Superlernen. Das ist auch vorerst nur ein interner Arbeitsbegriff einiger inerdisziplinärer Fachgruppen, der noch nicht allgemein eingeführt ist. Zum social brain und attachment findet man zwar viel (ist meist sauteuer), aber es sind immer nur ganz wenige Seiten, die man auf Hunde übertragen kann. Die Primatologie bietet auch noch was. (Z.B. dass Primaten bei bestimmten Interaktionstests, wo es auf Beziehung ankommt, schlechter abschneiden als Hunde.) Also auf Tagungen und Konkressen krieg ich schon allerhand mit, gibt ja auch oft Handouts, aber das meiste bleibt irgendwie im Kopf hängen und die genaue Quelle weiss ich dann später oft selbst nicht mehr.
Privat als HF interessiert mich immer die Operationalisierbarkeit. Das habe ich hier versucht darzustellen und allgemein zu begründen und mein Pulver auch schon weitgehend verschossen. Konkretere, ehrlich gemeinte Fragen kitzeln dann manchmal noch was raus. Allerdings ist die reflexhafte Abwehr hier in diesem Forum noch relativ hoch, so dass es oft mehr eine allgemeine Abwehrschlacht wird, die alle Beteiligten mehr ermüdet als auf kreative Ideenvorschläge und konstruktive Beiträge bringt.
Es soll doch niemanden was weggenommen werden, sondern eher eine weitere Möglichkeit zur Verbesserung der Performance vorgestellt werden. Aber ich kann auch nicht um des lieben Friedens und einer breiteren Anerkennung willen so tun, als wäre das kompatibel mit Pressingmodellen, Nepopo und „keine Strafe ist Lob genug“. Weil immer wieder moniert wird, dass das wissenschaftliche Geschwafel sowieso nichts bringt, habe ich Videos eingestellt. Da kann dann jeder selbst entscheiden, wie sein Hund als Zielvorstellung laufen soll, und sich überlegen, inwieweit das Konzept eine Rolle spielt. Ich finde es ist dramatisch sichtbar. Natürlich spielt auch das Händchen des HF bei der Umsetzung eine Rolle. Raiser und Knabl haben unbestritten ein Händchen bei der Umsetzung ihrer unterschiedlichen Konzepte. Aber möchte wirklich jemand noch, dass sein Hund so läuft wie bei Raiser oder selbst so eine Körpersprache haben? Mich würde das Konzept von Knabl mehr interessieren. Denn von der Performance kommt es einem gelungenem Superlernen sehr nahe. Was wirklich alles dahinter steckt, kann ich nicht beurteilen.
Ich bin schon verwundert, dass es keine substanziellen Kommentare zu den Videos gibt. Natürlich ist auch die gezeigte BH nicht wirklich schlecht. Viele wären froh, das so hinzukriegen. Aber aus der Sicht des anspruchsvollen Superlernens ist das Totentanz (sorry, ich habe auf der Klippschule für deutliche Aussprache studiert). Wenn jemand nun überlegt, wie er seine BH- oder Prüfungsperformance verbessern kann, dann soll er es doch ruhig mal probieren, wie ich es beschrieben habe. Aber es kann nur funktionieren, wenn auf Pressing mit Plan A,B usw., Nepopo usw. verzichtet wird und eine differenzierte Kommunikation mit zusätzlichen HilfsHZ eingeführt wird.
Ganz allgemein ist es extrem hilfreich, wenn man (und dazu gibt es ja auch genug populärwissenschaftliche Hintergrundliteratur der Pädagogik, Psychologie, Biologie, Verhaltensforschung) davon ausgeht, dass der Hund als hochsoziales Wesen über überragendes Potenzial verfügt, dass er nicht nur sehr, sehr, sehr differenziert fühlen kann, sondern auch denken kann. Er will (sofern keine Rehe über den Platz rennen) alles richtig machen, er will nicht faul sein und sich in eine minimalistische Komfortzone retten. Es liegt an uns! Da kann es gut helfen, mal über neue Konzepte nachzudenken und seine allgemeine Einstellung zum Hund.
Entschuldige, wenn ich deine Frage auch zum Anlass genommen habe, was ganz Allgemeines loszuwerden.
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Bine, dein Interesse freut mich sehr. Nur würde ich mich selbst auch nur als Interessierten und nicht als Fachmann bezeichnen, d.h. ich kriege das (Kognitions-, Motivations, Hirnforschung usw.) auch nur am Rande mit.
Kannst Due den Fachmann veraten??
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Pesch,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24122-Antijagdtraining/?postID=171309#post171309 schrieb:Walter, wenn man ein neues Konzept nur stark genug herunterbricht landet
man tatsächlich in der Banalität. Die Finessen des Superlernens sind
dann aber leider auf der Strecke geblieben. Dafür kann man aber sagen
„Das haben wir schon immer so gemacht.“ Danke für deine Einschätzung meiner geistigen Befindlichkeit. Das ist natürlich keine Beleidigung, sondern nur die Feststellung, wie banal (geistlos, nichtssagend) ich bin. So ist das eben mit der Toleranz. Für sich kann man sie uneingeschränkt einfordern, muss sie aber keineswegs auf andere übertragen. Und ich sollte jetzt wohl ein schlechtes Gewissen haben, dass ich mich nicht auf jeden Modetrend einlasse. Habe ich aber nicht.
Im übrigen habe ich nicht geschrieben, dass ich das schon immer so gemacht habe, sondern dass ich das jetzt seit Jahren so handhabe. Ich bilde halt schon seit 57 Jahren Hunde aus, nicht immer so, aber jetzt eben seit Jahren so.
Servus Walter
Meine Hunde blieben mir im Sturme treu
Wenn man die Zusammenfassung, das Runterbrechen eines komplexen Sachverhalts als banal bezeichnet, meint man den Aussageinhalt, das substanzielle Ergebnis, welches oberflächlich, also banal ist und nicht einen ganzen Menschen oder seinen allgemeinen Geisteszustand. Wer sich gleich persönlich angegriffen fühlt, nur weil seine Lehrmeinung oder Zusammenfassung kritisiert wird, kommt auf Kongressen (supergeschickte Korrektur meines peinlichen Rechtschreibfehlers oben) gar nicht gut an.
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