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Antijagdtraining
#61
Wie alt ist dein Hund jetzt?

Was das Jagen von flugfähigen Vögeln angeht, da kann man den Rückruf gut dran üben. Aber alle meine Hunde, ich hatte auch Jagdhunde aus jagdlicher Zucht und jagdlich geführt, haben ganz schnell begriffen, flugfähige Vögel jagen macht keinen Sinn.

Mein Zwerg ist 11 Monate und für den Fall der Fälle benutze ich eine Pfeife. Es gibt Jadgpfeifen, eine Seite Triller und andere Seite normaler Pfiff. Der Triller stoppt ihn, er schaut zu mir, dann viele kleine Pfiffe hinter einander lässt ihn schnell zu mir kommen. Bei mir gibt es dann die Megagaudi. Nennt sich doppelter Rückruf, muss man natürlich erst aufbauen, ohne Ablenkung. Wenn mal die Pfeife vergessen wird geht das auch ohne, erster lauter Pfiff stoppt den Hund und dann viele kurze Pfiffe hintereinander. Pfeifen kannst du sicher.

Auf Rehwild oder Hasen auf Sicht sind wir noch nicht getroffen, und ich hoffe das bleibt noch eine Weile so, aber wenn er mal auf einer Spur "nervös" wird funktioniert das richtig super. Oder auch bei Hundebegegnungen.
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
#62
Hallo Chaco,
Gino ist nun sechs Monate.
Es hat sich eine Veränderung eingestellt. Nun sucht er systematisch die Bäume ab - vermutlich sucht er nach seinem Erzfeind, dem Kater. Und er sieht sich gezielt nach den Pfauen um. Das bedeutet, dass ich verstärkt trainieren muss. Das mit der Pfeife habe ich noch nicht gehört. Kann durch diesen Pfiff selbst ein Jagdhund gestoppt werden? Wie würde eine Basisübung aussehen??
Ich denke, es muss mir gelingen, ihn zu stoppen, bevor er losrennt. Was ich bemerke ist, dass der kluge Kopf sehr wohl begreift, ob er an der Leine ist oder aber nicht. Irgendwie muss es mir so gelingen, ihn bei mir zu halten, wenn er 'frei' ist. Und das ist er ja die meiste Zeit, da er weder im Haus, noch in einem Zwinger lebt.
Wie auch immer - so schnell gebe ich nicht auf.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#63
Hallo zusammen,
da wäre ich wieder. In der Vergangenheit habe ich mit Gino einige Antijagd-Übungen gemacht, die teilweise auch zum Erfolg geführt haben. Doch immer, wenn ich dachte, dass wir beide es geschafft haben, kam ein Zwischenfall. Sei es der Hase vor seiner Nase auf dem Feld, das aufspringende Reh.
Ich fiel, die Leine wurde aus den Händen gezogen....und das nicht nur einmal.
Frage: Ein guter Bekannter meinte, dass dies nur noch mit einem E-Halsband zu regeln sei und verwies darauf, dass es solche Halsbänder gibt, die zuvor ein Signal abgegeben, bevor der Reiz kommt. Dies würde dazu führen, dass am Ende nur der Ton/Summen hilft. Was er mir aber nicht beantworten konnte, war, ob mein Rüde lebenslang bei jedem Spaziergang dieses Halsband benötigt.
Dieses Wochenende waren wir mit ihm und seinem Hundefreund in den Vogesen. Ich hatte anfänglich die Schleppleine, doch es war ein Unding so zu gehen, da er sich alle Naselang verhedderte. Nein, er lief nicht weg, vielmehr hielt er sich an die Gruppe.
Ich wollte um Erfahrungswerte nachfragen. Vor Monaten hatte ich bereits mit einem Hundetrainer gesprochen, welcher auch gemeint hat, er könne mir Hunderte von Euros abknöpfen, indem er mir irgendwelche Übungen sagt, doch am Ende würde nur das E-Halsband helfen. Irgendwo schrecke ich allerdings davon zurück, da ich schon Furcht habe, Vertrauen zu zerstören. Doch auf der anderen Seite erkenne ich klar, dass das so kein Zustand ist.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#64
Hallo,
wenn Du einen "echten Jäger" erwischt hast, ich nenn das mal so,kannst Du machen was Du willst, bei passender Gelegenheit geht er.
Manche werden mit E-Gerät noch schneller und verknüpfen das gar nicht richtig, der Hund muß ja wissen daß der Reiz eine Strafe ist damit er sein Verhalten ändert,
das muß konditioniert werden, bevor man in so hoher Trieblage damit etwas erreichen kann.
Ganz ehrlich, ich beobachte meine Hunde immer genau, sie dürfen nicht weiter wie ca 20 m vorlaufen und sobald einer "spitze Ohren" kriegt wird angeleint.
In der Dämmerung und im Dunkeln nur mit Flexi . Klopf auf Holz mir ist von den 8 die wir jetzt noch haben kein Hund mehr aus der Hand gegangen und die älteste wird 10 dies Jahr ...
lg
feuerteufel
#65
Das Problem ist, dass ein Geruch / Geräusch ausreicht, bevor er in die Startlöcher geht. An der Leine, achte ich schon darauf, dass er nicht zu intensiv schnüffelt, rufe in sofort zurück, wenn er sich 'aufstellt', spitze Ohren bekommt.
Doch er beschleunigt von 0 auf 100! Inzwischen wiegt der junge Mann 40 kg. Leider ist unser Kater sein Lieblingsfeind. Dabei hat er sich so die Hinterbeine vertreten, dass ich mit ihm zum TA musste, da er nicht mehr gehen konnte. Wenn ich ihn dabei erwische greife ich definitiv durch.
Außerhalb des Geländes ist er nur an einer verstellbaren Leine, nachdem ich mit der Schleppleine mehrmals wirklich übel fiel.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#66
Das E Gerät als einzige Lösung zu bezeichnen, finde ich bedenklich, es ist kein Zauberstab!.
Wenn Kommandos koventionell und mechanisch gegeben, nicht befolgt werden, kann das E Gerät das auch nicht "einbrennen".

Man kann das E Gerät als Block einsetzen, das erfordert genaues Timing und richtige Konditionierung, machst du es falsch, passiert beispielsweise das, was Trine sagt, "sie werden schneller"...! Das Anlernen erfolgt manuell mit Schleppleine und zwar über eine lange Zeit, ohne Mitleid wegen Verheddern oder traurigem Blick, denn an und ab der Leine macht den Hund einfach nur resistent und schlau...

Wenn, und nur wenn du das alles richtig verknüpft, Signal vor Impuls kann es sein das er nur noch das Halsband mit Signal tragen muß, the hole live. Oder du eine Pfeife ganz wie du es kreierst.

Zwischenfälle dürfen dir da nicht mehr passieren, der Hund lernt Verhaltensketten, demnächst fragst du, was man dagegen machen kann, das dich dein Hund umreißt. Ich weiß es ist stage aber Jagen ist einfach nicht lustig und auch schwer zu bearbeiten.

Also du mußt Rückruftraining bis zum Abwinken trainieren, das E Gerät kann dann die Absicherung sein.
Keine leichte Aufgabe aber wenn du dein Hund wieder entspannt ausführen willst,.. lets go!!

viel Glück!
tschööö mit ö
[Bild: Zwinger-von-der-schwarzen-B.jpg]
#67
Also ich hab mit herrn Brösel in den letzten 1,5 Jahren soviel Antijagdtraining durch... vom Abbruchsignal/Rückruftraining etc.. selbst E-gerät hat nicht großartig geholfen.. teils wie oben schon geschrieben wurde er manchmal noch schneller..
Unsere Lösung ist seit dem: Er bleibt an der Leine(Flexi-oder Schleppleine) wenn wir in unübersichtlichem Gelände sind. Freilauf bekommt er in gesichterten Bereichen wie Hundeplatz oder bei uns Zuhause im Garten.. Damit hab ich keinen Stress mehr und er auch nicht ..
Gruß Steffi ...
#68
Danke für all die Antworten!!
Ja, dass 'Jagdproblem' ist wirklich ein Problem. Doch ich bin auch beruhigt, dass ich kein E-Halsband benötige. Es war mir schon bange davor, da ich völlig ahnungslos in der Handhabe bin. Interessant am Wochenende war, dass er, ohne Leine, bei der Gruppe blieb. Er rannte bergauf/ bergab und vor/ zurück, doch er orientierte sich an der Gruppe, war viel aufmerksamer, als wenn ich alleine mit ihm unterwegs bin. Es war sein Hundekumpel dabei, welcher grundsätzlich ohne Leine läuft.
Ich wollte diesen Frühling damit beginnen ihn am Fahrrad mitlaufen zu lassen, doch solange er noch so jagd ist es mir zu gefährlich.
Da hilft nur:Nicht aufgeben.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#69
6 Monate und 40 Kilo ist ja ein bisschen viel :whistling:
#70
6 Monate war er im November 2014 ;-)....die 40 Kg hat er wohl jetzt...


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