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Verhaltensfrage
tinka,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165960#post165960 schrieb:im umkehrschluss würde das ja bedeuten, dass ein welpe, der ohne mutterhündin aufwächst nicht spielen kann, nicht jagen, sich nicht zurücknehmen kann, nicht ausweicht und meiden kann?

Abbruchverhalten wird von der Mutter und den Geschwistern erzwungen. Dabei geht es um unangenehme Reaktionen auf Zwicken, Beissen, Rempeln, Herausgabe eines Knochens, einer Beute.
In den ersten Wochen eines Welpen bei seinem neuen Halter, müssen die meisten Welpen denken, dass ihr neuer Vorname „Nein“ ist. Das angemessen mit Zwängen durchzusetzen ist völlig normal, denn man muss dem Welpen ja beibringen, was er alles nicht darf. Das versteht er auch.

Mutterlos aufgezogene Welpen lernen also von den Geschwistern und vom Züchter und Halter.
Was weder Mutter noch Geschwister tun und auch der Mensch nicht tun sollte, ist erwünschtes Verhalten zu erzwingen. Das geht zwanglos über Lernen am Erfolg.

Bei Wölfen ist dokumentiert, dass eine Mutterwölfin ihre aufgeregt bellenden Welpen bei Gefahr (z.B. Annäherung von Feinden) nicht mit Durchsetzung eines Abbruchverhaltens massregelt, um sie zum Schweigen zu bringen (das würde ein Welpe auch nicht verstehen, sondern noch mehr in Erregung kommen), sondern sie ablenkt, indem sie sie in die Höhle lockt und dort leckt, also angenehm beruhigend auf sie einwirkt. So eine Art von Umlenkung, wie sie ähnlich ist bei Gegenkonditionierung.
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Mal OT:
Das Thema hat sich entwickelt im Laufe der Diskussion (das liegt in der Natur der Sache) zu verschiedenen Aspekten von Abbruchverhalten, Gewalt vs. Gegenkonditionierung. Das gehört alles zusammen. Der wiederkehrende Verweis auf die erste Frage von Chaco scheint das Ziel zu haben, die Darstellung unerwünschter Positionen zu verhindern.
Merkwürdig ist, dass der Thread unter „Suche/Biete/sonstige Hundedinge“ läuft. Das hat zwar den Vorteil, dass auch Gäste ihn lesen können und damit vielleicht bei der Erziehung ihres Hundes profitieren können, hat aber den Nachteil, dass er schwerer zu finden ist. Denn wer sucht schon unter „Suche/Biete“, wenn er etwas über Gegenkonditionierung erfahren möchte?
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ok, ich verschiebe ihn in die Ausbildung.
Bye Uwe
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Unter Lobby/Platz für allgemeine Themen könnten ihn auch die Gäste weiterverfolgen.
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voraus,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165965#post165965 schrieb:[quote='tinka','http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165960#post165960']

Bei Wölfen ist dokumentiert, dass eine Mutterwölfin ihre aufgeregt bellenden Welpen bei Gefahr (z.B. Annäherung von Feinden) nicht mit Durchsetzung eines Abbruchverhaltens massregelt, um sie zum Schweigen zu bringen (das würde ein Welpe auch nicht verstehen, sondern noch mehr in Erregung kommen), sondern sie ablenkt, indem sie sie in die Höhle lockt und dort leckt, also angenehm beruhigend auf sie einwirkt. So eine Art von Umlenkung, wie sie ähnlich ist bei Gegenkonditionierung.


Das habe ich vor einiger Zeit auf einem Vortrag auch gehört und einiges mehr. Ich lasse das mal unkommentiert, finde es aber wichtig.


Nun mal ein ehrlicher Zwischenbericht.
Gebellt wird schon lange nicht mehr, mit einer einzigen Ausnahme vor einer Woche etwa. Trotzdem bewerte ich den Vorfall positiv. Denn ich konnte verhindern, dass er sich hochschraubt und habe erreicht, dass er mit Bellen aufhört. Klickern und Futter wurde ignoriert, aber reden und anfassen hat funktioniert. Dann habe ich den guten Rat angenommen und mich mit der Person unterhalten. Alles gut, Hund war wieder ganz normal und wurde auch gestreichelt.

Begegnungen laufen überwiegend ganz entspannt ab. Die Rute geht nur hoch, wenn sich die Menschen nicht so verhalten, wie es der Hund erwartet. Ein Jogger, der mit den Armen rudert. Eine Frau, die im Wald Jogaübungen macht. Ein Man, der aufgrund einer Behinderung anders läuft, sich anders bewegt.
Da der Hund eine ausgeprägte Körpersprache hat kann ich den Grad der Erregung gut lesen und dem entsprechend reagiere ich. Geht die Rute steil nach oben wird geredet und angefasst, beruhigt er sich kommt C&B.
Geht die Rute nur leicht nach oben wird nur geredet, beruhigt er sich C&B, oder einfach nur Futter.

Ist er ganz entspannt gibt es C&B, oder Lob und Futter oder nur Lob mit Streicheln aber erst wenn wir an der Person vorbei sind.

Ins Platz schicken bei manchen Begegnungen finde ich eine gute Sache, besonders wenn man zwei Hunde hat. Nur ging das bisher eben nicht. Jetzt können wir auch das trainieren, denn da er nicht mehr so hochfährt kann ich ein Platz auch durchsetzten. Durchsetzten heißt aber bei mir vielleicht was anderes als bei Moni-Ronja.

Jetzt denkt sich so mancher, nu ist der Groschen gefallen, jetzt wird es richtig gemacht. Bestätigen erst wenn er ruhig ist, aber nicht in die Aufregung rein.

Ich glaube voraus hat irgendwo geschrieben, es geht darum einen Fuß in die Tür zu bekommen. Genau das trifft es sehr gut und das habe ich geschafft, aber eben nur durch diese unkonventionelle Art. Jetzt kann ich "herkömmlich" arbeiten. Den Clicker der Regel nach verwenden, Abbruchsignal wenn ich es für sinnvoll halte. Ins Platz legen.

Wenn gewünscht berichte ich weiter.

Thema Schmerzempfindung finde ich spannend. Da könnte ich einiges von dem Zwerg schreiben. Es gibt auch Ereignisse die perfekt auf das Zitat von oben passen.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Tinka bedanken, er hat mir einen guten und für meinen Hund und mich richtigen Weg gezeigt. Mein Dank geht ebenso an voraus, der mich mit seinen Post unterstützt hat. Nicht zuletzt möchte ich mich auch bei Nadin bedanken, durch das eingestellte Video wurde mir klar wie ich es machen muss.
Von Tinka habe ich auch sehr interessante Videos bekommen.
Danke schön an alle!

Da der Hund leider nicht sehr verfressen ist, erwartet er nicht bei jeder Begegnung Futter, also er geht relaxt vorbei ob er dann Futter bekommt oder nicht ist ihm relativ egal. Bekommt er was prima, bekommt er nichts auch kein Problem.
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
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das sind echt gute Nachrichten. Ich hoffe, dass Du weiter berichtest.
Bye Uwe
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voraus,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165966#post165966 schrieb:Mal OT:
Das Thema hat sich entwickelt im Laufe der Diskussion (das liegt in der Natur der Sache) zu verschiedenen Aspekten von Abbruchverhalten, Gewalt vs. Gegenkonditionierung. Das gehört alles zusammen. Der wiederkehrende Verweis auf die erste Frage von Chaco scheint das Ziel zu haben, die Darstellung unerwünschter Positionen zu verhindern.
Merkwürdig ist, dass der Thread unter „Suche/Biete/sonstige Hundedinge“ läuft. Das hat zwar den Vorteil, dass auch Gäste ihn lesen können und damit vielleicht bei der Erziehung ihres Hundes profitieren können, hat aber den Nachteil, dass er schwerer zu finden ist. Denn wer sucht schon unter „Suche/Biete“, wenn er etwas über Gegenkonditionierung erfahren möchte?

Unter "Suche/Biete" sollte das nicht laufen, mein Fehler.

Unter Ausbildung wollte ich es aber auch nicht laufen lassen. Wollte den Hund "nur" verstehen um unserer Problem lösen zu können. Ursache finden fand ich damals noch wichtig.

Ich habe mir auch nicht vorgestellt dass es hier so ab geht.
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
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Chaco,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165969#post165969 schrieb:Das habe ich vor einiger Zeit auf einem Vortrag auch gehört und einiges mehr.

Wer hat den Vortrag gehalten?

PS: Glückwunsch zu den Fortschritten und zu deiner Geduld.
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Elli H. Radinger
Sehr interessant was da beobachtet wurde. Besonders was den Umgang mit Jungwölfen angeht. Das Märchen vom Alphawolf der immer und alles zu jeder Zeit unter Kontrolle hat. Und vieles mehr.

Wölfisch für Hundehalter ist nicht schlecht.
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
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Chaco,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165561#post165561 schrieb:Ich versuche es jetzt mit cklick bevor er loslegt.

Heute der erste und zufällig! auch erfolgreiche Versuch.

Mal sehen. Bei einem Clickerhund ist dieses Geräusch etwas besonderes.

Vorher hatte ich es mit seinem Namen versucht und da hatten wir eben nicht so den Erfolg.


Mensch (ohne Hund) mitten im Bestand, also für den Hund noch schwieriger. Hund sieht Mensch. Erste Reaktion, die Rute steil nach oben, anfangen wie ein Stier zu schnauben.
Click, Hund dreht zu mir und Rute geht wieder nach unter, er wird ruhig. Leckerli, nochmal ganz kurz die die Rute nach oben, click und gut war. Hund entspannt am Mensch vorbei, der inzwischen auf dem Weg war.

Eintagsfliege, weil es so warm war?


Mal sehen.

das war am 06.07., also vor genau 18 tagen.

ein glück, dass der hund nichts von dieser diskussion mitbekommen hat und einfach nur hund geblieben ist.

mich freuts sehr für dich und deinen hund und ich bin überzeugt davon, dass du darüber sicher jetzt schon türen geöffnet hast, vor denen du noch gar nicht stehst.

gruß reinhard
Schön mal vor der eigenen Tür kehren...
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