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Verhaltensfrage
voraus,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165779#post165779 schrieb:Nein. Das Anpusten ist für den Hund kein Verstärker, sondern ein unangenehmer Reiz. Die Hand mit dem Futter ist ein angenehmer Reiz.

wie kommst Du zu dieser Aussage?
M.E. ist ein sek Verstärker eine Info, die etwas ankündigt. In diesem Fall den prim Verstärker. Dabei ist es unerheblich ob der Verstärker neg oder pos ist. Ich könnte ja den sek Verstärker auch negativ belegen.
Soweit mir bekannt ist, ist der Clicker ein sek. Verstärker, der einen prim Verstärker (Futter) ankündigt. Wenn so belegt.

Die Hand mit dem Futter ist ja für mich erst einmal gar nichts. Erst die Gabe des Futters durch die Hand wird für mich zum prim. Verstärker. Wobei die Bewegung der Hand ja auch zum Lernprozeß gehört; quasi kündigt hier die Bewegung ja auch etwas an.

Im übrigen ist ja vieles Glaskugel lesen. Wer weiß denn schon sicher ob das Gehirn dieses Hundes entwickelt oder weniger entwickelt oder sich gerade in einer bestimmten "Phase" befindet. Nur auf Grund von gezeigtem Verhalten, welches wir hier interpretieren, halte ich es für schwierig.

Ich finde die Diskussion insgesamt sehr interessant und hoffe, dass es so weiter geht. :thumbup:
Bye Uwe
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Uwe Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165800#post165800 schrieb:Im übrigen ist ja vieles Glaskugel lesen. Wer weiß denn schon sicher ob das Gehirn dieses Hundes entwickelt oder weniger entwickelt oder sich gerade in einer bestimmten "Phase" befindet. Nur auf Grund von gezeigtem Verhalten, welches wir hier interpretieren, halte ich es für schwierig.

Ich finde die Diskussion insgesamt sehr interessant und hoffe, dass es so weiter geht. :thumbup:

Ich finde es nicht wichtig zu wissen in welcher Entwicklungsphase sich das Gehirn meines Hundes befindet. Es ist nur wichtig sich vor Augen zu halten, dass das Gehirn eines zwei jährigen Hundes nicht ausgereift ist und von daher sollte man sich gut überlegen was man tut.

Die Sache mit Serotonin und Dopamin und und kommt aus der Humanmedizin, ist bei Mäusen, Ratten bei Menschen und auch bei Hunden so.
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
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Chaco,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165801#post165801 schrieb:Ich finde es nicht wichtig zu wissen in welcher Entwicklungsphase sich das Gehirn meines Hundes befindet. Es ist nur wichtig sich vor Augen zu halten, dass das Gehirn eines zwei jährigen Hundes nicht ausgereift ist und von daher sollte man sich gut überlegen was man tut.

ich würde es schon wichtig finden. Interessant wären Quellen, die diese Aussagen untermauern.
Soweit mir bekannt ist, ist das Gehirn des Hundes bislang wenig untersucht. In den Staaten ist man da scheinbar etwas weiter und es gibt erste Aussagen über Hirnregionen, die für einzelne Lernschritte in Bezug auf "einsickern" und "behalten" gelten sollen. Dies habe ich jedoch nur vom Hörensagen einiger Biologen.
Welche Hirnregionen werden denn in welcher Zeitspanne entwickelt? Gilt das generell oder gibt es Varianzen?
Zu sagen, dass das Gehirn eines zweijährigen Hundes nicht ausgereift sei, ist mir ehrlich gesagt etwas zu vage.
Dies soll nun nicht ungläubig klingen, interessant sind immer Dinge, die sich weiter entwickeln und neue Impulse für die Ausbildung bringen.

Überlegen, was man tut, das ist doch in jedem Fall wichtig. Von daher finde ich Deinen Grundansatz es mal so zu versuchen, auch lohnenswert. Andere Dinge können immer noch dazu kommen. So wie Voraus schon schrieb: es macht nichts kaputt.
Bye Uwe
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Ja die Erkenntnisse kommen aus den Staaten.
Wie detailliert die Erkenntnisse sind, das weiß ich nicht.
Jedenfalls hat man durch MRT,MRS und Gehirnscan festgestellt, das ein Hundehirn eben so lange braucht bis es vollständig ausgereift ist.

Kümmern wie uns als Hundler noch darum welche Hirnregion sich in welcher Zeitspanne entwickelt, dann geht das sicher zu weit.
Wir sind nicht auf der Welt, um so zu sein, wie ihr es gerne hättet.
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Uwe Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165800#post165800 schrieb:voraus schrieb:
Nein. Das Anpusten ist für den Hund kein Verstärker, sondern ein unangenehmer Reiz. Die Hand mit dem Futter ist ein angenehmer Reiz.



wie kommst Du zu dieser Aussage?
M.E. ist ein sek Verstärker eine Info, die etwas ankündigt. In diesem Fall den prim Verstärker.


Ich sehe das auch so wie Uwe. Meiner Meinung nach war zu Beginn das Anpusten der
auslösende Reiz der Aggression und hat sich dann aber im Laufe der
Gewöhnung zu einem sekundären Verstärker gebildet.


Uwe
Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165800#post165800 schrieb:
M.E. ist ein sek Verstärker eine Info, die etwas ankündigt. In diesem Fall
den prim Verstärker. Dabei ist es unerheblich ob der Verstärker neg oder pos ist. Ich könnte ja den sek Verstärker auch negativ belegen.

Da widerspreche ich Dir etwas, das ist nicht unerheblich:
Der primär Verstärker ist immer positiv. Erst den sekundär Verstärker kann ich dann sowohl positiv wie auch negativ behaften.
Ein primär Verstärker zielt auf die Grundbedürfnisse eines Lebewesens (hier der Hund) an, wie z.B. Nahrungsaufnahme(Leckerlies), Aufmerksamkeit bekommen (spielen, streicheln) usw.

Im Video: Das Anpusten ist der Sekundärverstärker (negativ) und dann kommt die Hand mit dem Futter als Primärverstärker (positiv).
Viele Grüße
Ingo
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Chaco,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165801#post165801 schrieb:Ich finde es nicht wichtig zu wissen in welcher Entwicklungsphase sich das Gehirn meines Hundes befindet. Es ist nur wichtig sich vor Augen zu halten, dass das Gehirn eines zwei jährigen Hundes nicht ausgereift ist und von daher sollte man sich gut überlegen was man tut.


Natürlich sollte man das, ich verstehe aber gerade nicht was Du uns damit sagen willst.

Ist das Gehirn eines zwei jährigen Hundes zu unausgereift um zu verstehen dass es Dinge gibt die der Hund nicht darf?
Oder nimmt das Gehirn eines zwei jährigen Hundes also Schaden wenn Du den Hund ins Platz legst und ein scharfes Nein von Dir gibst?

Du hast weiter Oben geschrieben dass das Gehirn eines großen Hundes erst mit 3 Jahren ausgereift wäre.
Ich vermute dann mal das Du mit deinem Hund noch keinen Hundesport betreibst sondern auf den Tag wartest bis
er 3 Jahre alt ist um mit der Ausbildung anzufangen. Sowohl in der Unterordnung wie auch im Schutzdienst wird der Hund
ins Platz gelegt und muss da ruhig liegen bleiben obwohl die Ablenkung doch sehr hoch ist.
Viele Grüße
Ingo
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Eine Verknüpfung ist eine nervenbahn im Gehirn eines Lebewesens Egeal ob Mensch oder tier. Jedesmal wenn diese nervenbahn durch ein Signal angesprochen wird , wird durch spezielle Zellen im Gehirn eine myelinschicht um diese nervenbahn gelegt die immer dicker wird.Ähnlich wie die Isolierung eines kabels. Je öfter die bahn angesprochen wird desto schneller können die Informationen verarbeitet werden. So wird aus einem "feldweg" eine "autobahn". Ich habe das jetzt sehr laienhaft wieder gegeben. Ganz genau hab ich es in dem Buch von Daniel coyle gelesen.
THE TALENTCODE unglaubliches Buch über Lernprozesse. Bin nicht der grosse leser aber nach den ersten zwei Seiten musste ich mir einen textmarker nehmen.
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Uwe Junker,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165800#post165800 schrieb:wie kommst Du zu dieser Aussage?

Ich glaube, ich kann deine Frage ganz kurze beantworten: die Charakteristik des Anpustens ändert sich im Laufe des Trainings, wie ich doch schon beschrieben habe.
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Ingo Hofsaess,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165805#post165805 schrieb:Oder nimmt das Gehirn eines zwei jährigen Hundes also Schaden wenn Du den Hund ins Platz legst und ein scharfes Nein von Dir gibst?

Falsche Frage, aber ich will sie trotzdem, beantworten.
Die Frage ist doch immer, wie die Konsequenzen des HF auf den Hund wirken, wenn er das Abbruchsignal nicht befolgt.
Das Nichtbefolgen ist ja absehbar bei Chacos Hund in den geschilderten Situationen. Sie hat geschildert, dass die Durchsetzung des Abbruchsignals in dieser Hochstresslage nur über massivste Einwirkungen gehen würde, wenn ich erinnern darf. Wir kommen in der Diskussion doch nicht weiter, wenn wir die geschriebenen Aussagen immer wieder vergessen.
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Chaco,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165803#post165803 schrieb:Kümmern wie uns als Hundler noch darum welche Hirnregion sich in welcher Zeitspanne entwickelt, dann geht das sicher zu weit.

Sicher. Es reicht zu wisssen, dass die Wissenschaft alle paar Jahre erneut feststellt, dass nach den neuesten Forschungen die

Hunde noch intelligenter, sozialer und emotional differenzierter sind als wie bisher schon angenommen.

Wenn der HF das einfach mal glaubt, und kapiert, dass 2015 nicht das Ende der Forschung und Erkenntnis ist, und immer dran denkt,

dass ein erwachsener Hund in vielen Intelligenzdingen etwa wie ein dreijähriges Kind ist, und auch emotional dem Menschen sehr ähnlich ist,

dann

sollte sich ein bestimmter, auf fast jedem Hundeplatz zigfach zu beobachtender Umgang mit dem Hund erübrigen. Und gerade bei Welpen und Junghunden sollte man vor dem Hintergrund der aktuellen Gehirnforschung sich sehr gut überlegen ob so ein Tip für Stresssituationen wie „Da musst du dich nur mal richtig durchsetzen!“ wirklich die beste Lösung ist.
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