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Verhaltensfrage
Ingo Hofsaess,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165743#post165743 schrieb:Falls ich Dich da irgendwie getroffen habe möchte ich mich entschuldigen. Das war absolut nicht negativ gegen Dich gemeint.

Du brauchst dich nicht entschuldigen, aber wenn du meinst, dass meine angebliche Propaganda einer antiautoritären Erziehung von Hunden nicht negativ ist, dann könntest du mal überlegen, was passiert, wenn ein Hund keine Autoritäten respektiert.

Und wenn man von Gewalt und gewaltfrei spricht, sollte man bedenken, dass das so unscharfe Begriffe sind, dass jeder da was anderes drunter verstehen kann. Sie führen also nur in die Irre. Mit dem Begriffspaar „angenehm/unangenehm“ aus Sicht des Hundes kommt man weiter.

Zitat: Bei einem Abbruchsignal soll der Hund nicht entscheiden oder abwägen was er mehr fürchtet oder liebt, er soll Abbrechen.

Unser Ziel ist, dass der Hund sein Verhalten abbricht. Der Hund kommt von seinem ursprünglichen Ziel ab und zu unserem Ziel aber immer über den Weg des Abwägens. Ein Abbruchsignal setzt leider keinen unwillkürlichen Reflex in Gang, wo der Hund nicht mehr abwägt und gar nicht anders kann als zu gehorchen. Die Problematik von unausgereiften Gehirnen oder schon länger falsch gebahnten Prozessen im Gehirn beim Abwägen und bei der eigenen Impulskontrolle habe ich ja schon erklärt. Da wäre es ganz unfair zum Hund ihm mit Zwang zu begegnen und eher kontraproduktiv. Sonst müsste man ja ohne Rücksicht auf die normale Entwicklungsphase sofort unangenehm auf den Welpen oder jungen Hund einwirken, wenn er plötzlich die Mülltonne anbellt, weil man frühzeitig verhindern will, dass er lebenslang Mülltonnen anbellt. Es gibt sicher Leute, die das immer noch glauben und auch tun.

Immer dran denken: manches wächst sich einfach von selbst aus im Laufe der Reifung. Bei nervlich etwas angekratzten Hunden, die ja im Sport durchaus ihre Vorteile haben können, kann es etwas länger dauern im Alltag bei bestimmten Situationen. Das beschriebene Schönfüttern ist eine bewährte Methode, die keine ungewollten Nebenwirkungen erzeugt. Natürlich funktioniert sie, wie alle anderen Methoden auch, nicht bei allen Hunden in allen Situationen zu jeder Zeit immer gleich erfolgreich. Aber sie ist einen ausführlichen Versuch wert, denn kaputt machen kann man damit nichts.
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voraus,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165745#post165745 schrieb:Und wenn man von Gewalt und gewaltfrei spricht, sollte man bedenken, dass das so unscharfe Begriffe sind, dass jeder da was anderes drunter verstehen kann. Sie führen also nur in die Irre. Mit dem Begriffspaar „angenehm/unangenehm“ aus Sicht des Hundes kommt man weiter.


Gewalt und gewaltfrei sind keine unscharfe Begriffe, die hier auch bestimmt niemanden in die Irre führen. Und wir reden hier schon die ganze Zeit über gewaltfreie Methoden unserer Ausbildung bzw. einer Lösung für das Problem.

Wir reden über Zwänge, die müssen nicht über die Gewaltschiene laufen. Auch in unserem Leben begegnen wir ständig Zwängen, nicht nur unsere Hunde. Und das ist auch gut so, ein soziales Miteinander ist nunmal Zwängen unterlegen, anders würde vieles nicht funktionieren.



voraus,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165745#post165745 schrieb:Unser Ziel ist, dass der Hund sein Verhalten abbricht. Der Hund kommt von seinem ursprünglichen Ziel ab und zu unserem Ziel aber immer über den Weg des Abwägens. Ein Abbruchsignal setzt leider keinen unwillkürlichen Reflex in Gang, wo der Hund nicht mehr abwägt und gar nicht anders kann als zu gehorchen. Die Problematik von unausgereiften Gehirnen oder schon länger falsch gebahnten Prozessen im Gehirn beim Abwägen und bei der eigenen Impulskontrolle habe ich ja schon erklärt. Da wäre es ganz unfair zum Hund ihm mit Zwang zu begegnen und eher kontraproduktiv. Sonst müsste man ja ohne Rücksicht auf die normale Entwicklungsphase sofort unangenehm auf den Welpen oder jungen Hund einwirken, wenn er plötzlich die Mülltonne anbellt, weil man frühzeitig verhindern will, dass er lebenslang Mülltonnen anbellt. Es gibt sicher Leute, die das immer noch glauben und auch tun.

Immer dran denken: manches wächst sich einfach von selbst aus im Laufe der Reifung. Bei nervlich etwas angekratzten Hunden, die ja im Sport durchaus ihre Vorteile haben können, kann es etwas länger dauern im Alltag bei bestimmten Situationen. Das beschriebene Schönfüttern ist eine bewährte Methode, die keine ungewollten Nebenwirkungen erzeugt. Natürlich funktioniert sie, wie alle anderen Methoden auch, nicht bei allen Hunden in allen Situationen zu jeder Zeit immer gleich erfolgreich. Aber sie ist einen ausführlichen Versuch wert, denn kaputt machen kann man damit nichts.


- mit unangenehmen Zwang auf einen Welpen einwirken weil er eine Mülltonne anbellt? Natürlich muss man das nicht, da übertreibst Du wohl ein wenig.
Aber ich würde das auch nicht schönfüttern denn dann lernt der Hund eher das Mülltonnen Futter bedeuten.
Ich würde ihm da eher die Zeit geben die Mülltonnen zu erkunden denn dabei lernt er wirklich was; Mülltonnen sind nicht böse.

Wir reden hier aber nicht von Mülltonnen die angebellt werden sondern von Passanten und da hat mein Hund einfach keine Entscheidungsfreiheit.

Nicht falsch verstehen, jeder hat so seine Ausbildungsmethoden. Ich respektiere fast alle (ausser Gewalt) und nehme auch gerne neues an. Aber ich bezweifle trotzdem dass ein Hund geistigen Schaden nimmt wenn ich ihn in einer Situation wie Chaco es beschrieben hat ins Platz lege und ein Abbruchsignal gebe.
Viele Grüße
Ingo
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Chaco,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165667#post165667 schrieb:Abbruchsignal, würde ich auch gerne mit arbeiten. Aber das würde in manchen Situationen bedeuten den Hund zu erschlagen. Nein, kein Witz.

Also ich nehme deine Angaben hier selbstverständlich ernst, d.h. glaube, was du beschreibst. Bei anderen frage ich mich allerdings, ob sie es auch so halten.

Ingo Hofsaess,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165746#post165746 schrieb:Aber ich bezweifle trotzdem dass ein Hund geistigen Schaden nimmt wenn ich ihn in einer Situation wie Chaco es beschrieben hat ins Platz lege und ein Abbruchsignal gebe.
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Nun mal aber langsam @voraus. Bitte versuche die postings zu verstehen und auseinander zuhalten.
Chaco schreibt das dies nicht mit ihrem Hund geht und ich habe nicht geschrieben dass sie ihren Hund erschlagen soll.
Und mein Wort "Situation" bezog sich auf das Problem des Anfangs-threads, nicht auf das "Situation" von Chaco. Bitte hier nichts zusammenreimen.
Viele Grüße
Ingo
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Im ersten Posting dieses Threads beschreibt sie, wie er im Wald in bestimmten Situationen sich verhält:
Zitat:der rastet aus, wie ein Irrer
, dann beschreibt sie, dass sie bei ihm in diesen Situationen ein Abbruchsignal nicht durchsetzen kann ohne massivste Einwirkungen. Auf dieser vorgegebenen Basis diskutiere ich hier und begründe den Vorschlag des Schönfütterns.

Du dagegen schlägst trotzdem vor, ihn ins Platz zu legen und ein Abbruchsignal zu geben:
Zitat:... ihn in einer Situation wie Chaco es beschrieben hat ins Platz lege und ein Abbruchsignal gebe

Erst behauptest du, dass ich antiautoritäre Hundeerziehung propagiere, und jetzt, dass ich mir was zusammenreime. Es reicht allmählich.
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voraus,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165749#post165749 schrieb:Im ersten Posting dieses Threads beschreibt sie, wie er im Wald in bestimmten Situationen sich verhält:
Zitat:der rastet aus, wie ein Irrer
, dann beschreibt sie, dass sie bei ihm in diesen Situationen ein Abbruchsignal nicht durchsetzen kann ohne massivste Einwirkungen. Auf dieser vorgegebenen Basis diskutiere ich hier und begründe den Vorschlag des Schönfütterns.

Du dagegen schlägst trotzdem vor, ihn ins Platz zu legen und ein Abbruchsignal zu geben.

Dieses Verhalten hat sich doch aber nicht von heute auf morgen gezeigt. Andere Personen irre anbellen und ausrasten, da hätte ich aber schon vorher was gemacht und reagiert bevor es so eskaliert.
Naja, und mit 1,5 Jahren sollte ein junger Hund trotzdem das Kommando Platz und hier drauf haben. Somit wäre er dann auch kontrollierbar für die Hundeführerin.
Die Schilddrüsenwerte sind in Ordnung bei diesem Hund?
LG Simone Krüger :hallo:
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voraus,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165745#post165745 schrieb:Immer dran denken: manches wächst sich einfach von selbst aus im Laufe der Reifung. Bei nervlich etwas angekratzten Hunden, die ja im Sport durchaus ihre Vorteile haben können, kann es etwas länger dauern im Alltag bei bestimmten Situationen. Das beschriebene Schönfüttern ist eine bewährte Methode, die keine ungewollten Nebenwirkungen erzeugt. Natürlich funktioniert sie, wie alle anderen Methoden auch, nicht bei allen Hunden in allen Situationen zu jeder Zeit immer gleich erfolgreich. Aber sie ist einen ausführlichen Versuch wert, denn kaputt machen kann man damit nichts.

Ich denke, dass dies die Quintessenz ist.
Eine gewisse Skepsis bleibt und Chaco wird ja weiter berichten.
Bye Uwe
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voraus,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165715#post165715 schrieb:Dabei ist es vom Prinzip egal, ob die Reaktion dann Flucht oder Angriff ist. Auch bei Fluchtverhalten würde man die Situation „schönfüttern“ wie in dem Video.
das video ist ja ein überzeugender beweis dafür wie gut es funktioniert. ich frage mich nur in wie weit die klassische konditionierung uns hier vielleicht einen streich spielt?? zeigt der hund das veränderte verhalten nur unter diesen bedingungen, das heißt in diesem raum, mit dieser person? würde er genauso reagieren in einer anderen örtlichkeit bei einer anderen person? hm........
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Moni-Ronja,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165750#post165750 schrieb:da hätte ich aber schon vorher was gemacht ...und mit 1,5 Jahren sollte ein junger Hund ...Somit wäre er dann

Hätte, hätte, Fahrradkette...
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Detlef Berensmann,'http://www.leistungshundeforum.de/index.php/Thread/24672-Verhaltensfrage/?postID=165752#post165752 schrieb:würde er genauso reagieren in einer anderen örtlichkeit bei einer anderen person?

Berechtigte Frage.
Es ist wie immer beim Lernen ein Weg zur Generalisierung. Wenn er Sitz im Wohnzimmer macht, macht er es nicht sofort auch zuverlässig im Garten oder bei Ablenkung auf dem Hundeplatz. Aber man kann anknüpfen an die Lernerfahrung im Wohnzimmer.
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