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Antijagdtraining
#41
Hallo Snille,
auf was alles zu achten ist! Aber es ist gut zu wissen. Ich dachte, ich sehe nicht richtig, höre sonderbare Geräusche, als mein 'Sängerknäblein' mit seinen Zähnen gegen die Scheibe stieß. Dieses Spaßprogramm ist ab sofort gestrichen. Danke für Deine Antwort.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#42
kimmy, Ferndiagnosen, ohne den Hund zu kennen, sind immer ein Problem.
Bestenfalls kann man Ratschläge erwarten aber keine Rezepte, die schlussendlich zum Erfolg führen. Oft ist auch das eigene Fehlverhalten, das Hunde dazu bringt, sich ihrerseits, in unseren Augen falsch zu verhalten, obwohl sie sich aus ihrem Selbstverständnis heraus, richtig verhalten.
Konsequentes, berechenbares Verhaltn des Hundehalters ist für ein harmonisches Miteinander unabdingbar. Dazu gehört ein waches Auge und die Kenntnis der Körpersprache seines Hundes und deren richtige Interpretation.
Thommys Ratschläge gipfeln häufig darin, letztlich Gewalt anzuwenden. Ich halte das vielfach für nicht notwendig. Ja, es ist effizient und führt schnell zum Ziel. So habe ich das in der Vergangenheit auch manchmal gehalten. Heute möchte ich, dass meine Hunde mich achten und nicht fürchten.
Das macht natürlich mehr Arbeit und erfordert viel mehr Zeit und ständiges Training und wie bereits erwähnt, ein wachsames Auge.
Aus familären Gründen lebe ich z.Z. wieder in meiner Heimat, auf einem ca. 5000 qm großem, uneingezäunten Grundstück. Weitere 11 ha schließen sich an. Den Hunden ist es nur erlaubt, sich auf dem Hofgrundstück zu bewegen. Dieses hat natürliche Grenzen mit Abhängen und ansteigendem Areal, sowie einem Bach an der östlichen Grundstücksgrenze. Parralel zum Bach verläuft eine Straße, die in unsere, ebenfalls asphaltiere Einfahrt mündet.
Es war einfach den Hunden beizubringen, das Ab- und Anhänge tabu sind (gewaltfrei, durch täglich mehrfaches Üben) alledings erwies sich die Straße und die Einfahrt als Problem. Der Bach ist an dieser Stelle verrohrt und sowohl Straße als Einfahrt haben die selbe Textur. Somit war für die Hunde nicht erkennbar, ob sie sich auf dem Grundstück oder auf der Straße befinden. Den Anstoß für die Lösung der Problems hat die örtliche Straßenmeisterei geliefert. Ich habe Mitarbeiter derer beobachtet, wie sie Straßenmarkierungen erneuert haben. Dann kam die Idee, die Straße von der Einfahrt durch eine Markierung zu trennen. Also habe ich Markierungsspray gekauft und bin zur Tat geschritten. Eine weiße Linie trennt jetzt die Straße von der Einfahrt.
Wie vorher, habe ich die Hunde trainiert, die Linie nicht zu übertreten. Meine Hunde gelten seither als Phänomen.
Hier gibt es Wild in Massen und auch Nachbars Katzen bleiben unbehelligt.
Man kann alles schaffen, Hunde sind so unglaublich intelligent.
#43
Kimmy: Orthographie ist auch etwas, was erlernt werden kann. Dem einen fällt es schwerer als dem anderen. So ist es auch bei Hunden. Ein sicherer Rückruf kann gelernt werden. Dem einen Hund fällt es schwer, dem anderen leicht. Dein Hund ist noch etwas jung. Meine Anspielung mit der Orthographie: Spare Dir doch womöglich Deine Lesezeit. Denn wenn jemand schreibt und dabei offenbar demonstriert, dass er der Sprache in der er kommuniziert gar nicht mächtig ist, bedeutet dies, diese Person hat es nie für nötig erachtet, sich selbst etwas wichtiges beizubringen. SIe möchte aber Dir und Hunden etwas beibringen. Stelle Dir also die Frage, ob es da nicht an Geduld und Selbstdisziplin mangelt. Im Weiteren hieße dies, dass Du Deine Zeit verschwendest. Beobachte lieber Deinen Hund und denke über Dein Timing nach.
#44
Hallo Zedemar,
ich habe ja erwähnt,dass ich mir ein Buch aus der Bibliothek geholt habe und auch an der Schleppleine trainiere. Das all das Zeit und Geduld benötigt ist nicht der springende Punkt für mich. Vielmehr was die richtigen Übungen sind. Ich 'übe' z.B schon, dass Gino vor dem füttern sitzen muss und erst zu dem Futter darf, nachdem er mit mir Blickkontakt aufgenommen hat, den Rückruf an der Schleppleine. Ich möchte eben beides nicht 'Zeit verschenken und Gino überfordern'.
Deshalb habe ich mich an dieses Forum gewandt, eben da ihr Erfahrung mit DSH habt. Gino Zeit zum Lernen zu geben, fällt mir nicht schwer.
Doch der Gedanke, dass ich aus Nachlässigkeit oder Dummheit heraus, ihn sozusagen ermutige ein 'erfolgreicher Jäher zu werden' beschäftigt mich schon sehr.
Was ich begriffen habe ist, dass ich in sogenannten Kleinigkeiten absolut konsequent sein muss, und nicht, wie in der Vergangenheit lange Bestandsaufnahmen mache - Warum? Wieso? Weshalb? Das ich verstärkt auf seine Körpersprache achten muss. Gino ist etwas nervös, Darüber habe ich bereits berichtet (Nervöser Junghund)
Und dennoch freue ich mich, als Anfängerin, über Ratschläge.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#45
Hallo Heraklit,
ich befürchte, dass Gino eine gewisse Veranlagung hat, zu jagen. Weißt Du, mein erster DSH-Rüde hätte eigentlich in eine Jägerhand gehört. Meine Hündin war fünf Tage lang spurlos verschwunden, nachdem die Flexileine gerissen war. Ein Hase war direkt vor ihrer Nase hochgesprungen. Und mein letzter Rüde hätte uns auch ohne weiteres mit Rehbraten versorgen können.
Vielleicht verstehst Du nun meine Besorgnis. Natürlich - ohne Fleiß kein Preis. Diese Herrschaften hatte ich alle mit zehn, bzw.acht Monaten erworben. Damals dachte ich, sie würden deshalb jagen, da ich sie 'zu spät' hätte lehren können, dies nicht zu tun. Nun aber ist Gino sechs Monate alt und er jagd. Das ich mich nun bemühe bereits Erlebtes zu umgehen, ist vielleicht verständlich....
Natürlich muss ich meinen Teil dazu beisteuern. Deshalb habe ich ja nachgefragt.

Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#46
kimmy, Bücher sind gut, Foren sind gut, in begrenztem Maße.
Wenn ich ein Problem mit meinem Auto habe, suche ich auch in einschlägigen Foren nach Ratschlägen und Reparaturanleitungen. Das hat mir schon sehr oft geholfen.
Wenn es um Lebewesen geht, wird die Sache wesentlich komplizierter. Manche Dinge lassen sich mit Medikamenten oder Operationen richten-
Andere Dinge erfordern Empathie und die Fähigkeit sich selbst in Frage zu stellen und die Bereitschaft den steinigen Weg zu wählen.
Ich kenne weder Dich, noch Deinen Hund.
Mein Rat ist, Deinen Hund so zu belehren, wie es Dein Lieblingslehrer bei Dir geschafft hat, etwas zu erlernen.
#47
Offenbar gehe ich von falschen Voraussetzungen aus.
Du schilderst, dass Du schon mehrere DSH hattest, mit der selben Problemstellung. Insofern stelle ich Deine Unbedarftheit in Frage.
#48
Hallo Zedemar,
stimmt, ich hatte DSH's mit Jagdproblemen, aber alles, was ich zu hören bekam, war ein 'Das ist eben so.Dagegen kann man nichts machen. Lasse sie an der Leine.' Ich habe damals sogar die Trainer von dem Hundeplatz gefragt, doch sie zogen die Schultern hoch und meinten nur. 'Weiß nicht' Ist nicht so leicht'. Bei meinem ersten Rüden eskalierte dann die Situation - er riss unseren Schafbock. Er war ausgebrochen und hielt sich in unserem Garten auf.
Mit allen hatte ich die Hundeschule besucht. Gehorsamsübungen. Fährte....die Pfauen ließen sie dann auch in Ruhe, aber ansonsten....und ich schien die Einzigste mit diesem Problem zu sein.
Ich las über das Antijagdtraining und besorgte mir ein Buch aus der Bibliothek. Und nun bin ich hier.
Mit freundlichem Gruß,
Kimmy
#49
ich würde nach einem guten Hundetrainer vor Ort Ausschau halten, der die Sache persönlich in Augenschein nimmt!
#50
Oh da bist Du aber an einen Haufen unfähiger Leute geraten, will ich mal sagen..
Es gibt sicher Vollblutjäger, denen man vermutlich nie zu 100 % vertrauen kann, aber iGg denke ich, dass alles machbar ist über eine gehörige POrtion Gehorsam, Alternativverhalten, Geduld und Spucke. Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg!


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