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Neue PO 2017
Warum soll denn eine neue PO erarbeitet werden?

Trotzdem meine 5 Cent: Es gibt eine Leistungselite, die sehr gut im Zuchtgeschenen und mit der Richtertätigkeit verdrahtet ist. Diese legen fest, was Mode ist, Kopfhaltung so und so, oder im Schutdienst mal reinhauen vor dem einstellen, selbständiges trennen bei Stillstand des Helfers oder eben nun des Festhalten bis zum Hörzeichen „Aus“. Transport… Man rennt den Entwicklungen als Nichtprofi mit fehlendem finanziellen und Teambackground nur hinterher, denn die Besten sind wirklich gut. Während man noch trainiert, um sie einzuholen, denken sie sich schon wieder neue Sachen aus, die die Richter zum neuesten Stand machen werden. Auf Prüfungen kann man sich so nur das eigene Mittelmaß bescheinigen lassen. Dann doch lieber Hausfrauenhundesport.

Abteilung A:
Sollte bleiben und könnte so aussehen
IPO 1: Verlorensuche und Fährte auf Wiese oder Acker
IPO 2: Fährtenarbeit im dörflichen Bereich mit Feldwegen
IPO 3: Fährtenarbeit mit Ortschaft (Parks) und Begängnis, also keine „sterilen“ Böden

Imo sollte die Fährtenarbeit mit „erfüllt“ oder „nicht erfüllt“ bewertet werden. Es ist ungerecht, dass Erfolg nicht von Leistung abhängt, sondern vom Zufall. Ein Hund sucht unter optimalen Bedingungen und der nächste hat plötzlich Regen bei Windstärke 8 und eine Wildschweinrotte, die die Fährte kreuzte. Der letztgenannte Hund geht etwas neben der Fährte, prüft, vergewissert sich bei Winkeln und Verleitern, kommt an und findet alle Gegenstände. Obwohl er die schwerere Arbeit erledigt hat, verliert er.

Abteilung B:
Übungen könnten in der Reihenfolge oder der Art der Ausführung wechseln wie z.B. beim Obedience. Dazu vielleicht der Seitenwechsel. Damit entfiele die lebenslange „Fuß“trainiererei. Sind die Hunde breiter aufgestellt, werden sie besser und auch im OG-Bereich müssen die Hf mehr machen, lehren und bekämen bei mehr Abwechslung mehr Spaß. Die Sprünge höher und weiter, eine Steilwand wäre gut. Dann das Bringen verschiedener Gegenstände, damit entfiele die Diskussion über nicht optimal fliegende Hölzer. Für eindeutige Spitzenvorführungen kann es ja 3 Bonuspunkte geben. Ansonsten eine Bewertung nicht nach Neigungswinkel des Ohres, sondern nach Aufgabe erfüllt / nicht erfüllt.
Ablenkungen und Futterverweigerung sind auch möglich. Das kann mit den Prüfungsstufen gesteigert werden.

Abteilung C:
Revieren ist gut und kann bleiben. Bei der folgenden Fluchtverhinderung könnte der Hund doch wirklich warten, bis er mit dem Hörzeichen hinterher geschickt wird Confusedquint:

Das Einstellen sollte mit „stellt ein“ / „stellt nicht ein“ bewertet werden. Innerhalb von drei Sekunden. Der eine Hund haut noch mal eine rein, der nächste trennt bei Stillstand (oder wollen wir ein Einstellen aus der vollen Kampfhandlung, ist ja machbar). Der eine bellt, der andere nicht. Der Malli frißt sich rein, der Riese grummelt und ist ungestraft unruhig im Griff, solange er sich nicht vertreiben läßt. Und der Rotti hält dann einfach fest. Entscheidend ist hören und Angriff/Flucht verhindern. „Erfüllt“ / „nicht erfüllt“.
Btw: muss der Hund nach dem einstellen immer vor dem Helfer stehen?

Beim Transport habe ich es lieber, der Hund schaut mich an. Er wird den Überfall gewiss nicht verschlafen ^^ . Der Hund könnte den Helfer auch allein transportieren.

Beim langen Gang sollte in der IPO 3 der Hund nicht festgehalten werden dürfen und trotz Provokationen beim Hf bleiben. Der Hund wird dann geschickt und der Helfer belastet den Hund schon vor dem Angriff mit der Rute vom Busch neben dem Zaun des Hundeplatzes. Und kurz vor dem Einbiss sagt der Richter „Hund abrufen, bitte“ Der Hund sollte dann den Angriff einstellen und zum Hundeführer zurück kommen. Das wäre gute Werbung für den Schutzdienst. Wenn kein einstellen verlangt wird, beißt der Hund eben, durch den Stockschlag durchgehend. Natürlich kann der Hund weiter heraus gedreht werden, wir machen ja Breitensport.

Wird die Prüfung auf einem Hauptbahnhof oder auf der Domplatte durchgeführt, kann alle Welt sehen, wie gut die Tiere kontrollierbar und unter Kontrolle sind. Nicht nur auf dem Hundeplatz, sondern im real life. Das ist dann bester Hausfrauenhundesport, der auch Nachwuchs bringt: In Abteilung A eine Verlorensuche nach dem abgebrochenen Absatz. In Abteilung B folgt der Hund unbeirrt durch wüstestes Kaufhausgedränge und lässt sich nicht vom Regal wegschieben, wenn er dort allein bleiben soll. In dem Gedränge nimmt er auch Niemand den Burger aus der Hand. Der Hund trägt das neue Shirt zur Kasse, ohne es zu zerknittern. In Abteilung C dann verteidigt er den Einkauf und Mama selbst. Danach feiern beide ihren Sieg wieder ganz entspannt bei Käffchen und Keks, während der Delinquent händeringend auf das Eintreffen der Polizei wartet…

So in etwa könnte es sein, vielleicht, …
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@ Dumbledore,

in manchem hast Du recht. Ich habe tatsächlich eine Tendenz, auf die Aussagekraft für die Zucht zu achten; und einiges von dem, was ich beschrieben habe, hat kaum eine Chance, übernommen zu werden. Vor allem auch über Dein Argument für das Rückwärtsgehen werde ich nachdenken, obwohl ich es für nicht ganz zutreffend halte: Ich glaube, dass man das Rückwärtslaufen über Zwang sogar gut hinkriegen würde, nur – und da hast Du vollkommen recht – den Zwang würde man in den Bewegungen des Hundes extrem sehen! Nur gilt das doch auch für viele Übungen, die wir schon haben. Wo ist der Zugewinn? Ich verstehe auch nicht so ganz, warum so praktische Dinge wie die Ablage dir realitätsfern erscheinen, das Rückwärtslaufen aber nicht. Wann braucht jemand das? Du schreibst zu recht: Wir haben keine Diensthunde. Ja, aber Trickdogs auch nicht. Beim Schuss bleibe ich anderer Meinung als Du. Und ich denke, dass es einfach eine grundlegende Schwierigkeit darstellt, in einer sehr kurzen Prüfungszeit von ca. 8 Minuten UO die langfristige Verlässlichkeit von Gehorsam festzustellen. Da scheint mir weiterhin die Wiederholung ein wichtiges Element zu sein. Ich denke da nicht nur ans Fußgehen, sondern auch an die Wiederholung anderer Elemente, wie den Wechsel aus dem Vorsitz in die Grundstellung, das mehrfache Apportieren etc. Ich kann verstehen, dass man das als langweilig wahrnimmt (so erscheint es mir oft selbst), aber es stellt doch eine eigene Art der Belastung dar. Und das mit dem "Im Regen Liegen" ist so eine Sache: Du hast schon recht, da sieht man vor allem Ausbildung. (Aber nicht nur: wer etwas von der Körpersprache von Hunden versteht, sieht auch noch mehr.) Ich habe ja erläutert, warum ich die längere Ablage für praktisch sinnvoll halte: Sie ist es nicht mehr, wenn der Hund bei unangenehmen Reizen (wie Knallen oder Nässe) abhaut. Er muss tatsächlich zu einem verlässlichen Liegen gebracht werden können, und zwar so, dass er nicht etwa körpersprachlich Zwang anzeigt. Und ehrlich gesagt halte ich ein paar Minuten Regen (normalerweise ja kaum ein Wolkenbruch) für einen gesunden Hund nicht für ein Problem. Es entspricht sicher dem Geist der Zeit, alle Härten wegzunehmen, aber so nehmen wir uns die Möglichkeit, die robusten Tiere von weniger robusten unterscheiden zu können, und das ist langfristig wieder für die Zucht nicht wünschenswert.

Du fragst nach Anwendungen für das Vorauslaufen? Da erinnere ich mich an meine Jugend auf dem Land: Wenn ich auf einer Weide mit Bullen Kaninchenfutter suchen wollte, dann schickte ich meine Hündin quer über die Wiese und ließ sie an deren anderen Ende ablegen. Die Bullen rotteten sich zusammen und rückten geschlossen gegen den liegenden Hund vor. In ihrem Rücken konnte ich allein oder mit Freunden anstellen, was immer ich wollte – wenn sie gegen einen Hund vorgehen, haben Rindviecher kein Auge mehr für Menschen Und wenn ich fertig war oder die Rinder dem Hund zu nah auf die Pelle rückten, rief ich den Hund ab. War ich noch nicht fertig, dann ließ ich ihn auf halber Strecke zu mir wieder ablegen, dann hatten die Bullen wieder für eine Zeit etwas zu tun. Das konnte man so lange treiben, bis man weiter wollte, und dann rief man den Hund einfach ab. Zugegeben, das ist eine exotische Anwendung, die noch dazu nicht prüfungslike mit Abrufen statt mit Abholen endete, klappte aber ganz wunderbar! Und wie gesagt: Ich habe Hunde auch warten lassen, wenn ich kurz in einen Laden ging. Und auch da bin ich nicht immer zur Ablagestelle gegangen, sondern habe meinen Hund mit ausgestrecktem Arm an eine Stelle geschickt, an der er sich hinlegen sollte. Das ist weniger exotisch. Warum soll man immer mitgehen müssen, wenn man den Hund irgendwo hin haben will? Mich hat immer gewundert, dass ich das seltsamerweise tatsächlich kaum andere Menschen ihre Hunde schicken sehe. Wenn ein Hund das ein wenig gewohnt ist, klappt das im Alltag ganz wunderbar. Freilich muss er auch verlässlich liegen können (da sind wir wieder beim Thema Ablage und Störungen).
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Gestern wollte ich nur meinen Senf zur PO dazu geben. Heute nochmal ein Kommentar hierzu:

WoWi,'index.php?page=Thread&postID=160027#post160027' schrieb:das sehe ich zum Teil ein wenig anders. Das Gelatsche mag wirklich langweilig sein, nur besteht der Zweck der Übung nicht in unserem Amüsement, sondern wir wollen Informationen über den Ausbildungsstand und die Motivationslage des Hundes haben. Und das Folgen bei Fuß muss eben über einen längeren Zeitraum funktionieren: Es soll sich zeigen, dass wir einen Hund effektiv mehrere Minuten lang kontrolloiert in dieser Postion führen können. Verschiedene Fuß-Positionen wären möglich - aber wozu? Das klingt ein wenig nach Trickvorführung, Dogdancing etc. Also wieder nach Amüsement. Nichts gegen zu sagen, aber welche Informationen über die Führbarkeit des Hundes gibt uns das, die wir anders nicht kriegen könnten?

Das Grundproblem ist das Amüsement. Ich behaupte, dass die besten Ausbilder die sind, die den meisten Spaß an der Sache haben. Die Hundesport zu ihrem Amüsement betreiben. Die haben auch die wenigsten Probleme mit ihrem Hund. Die meisten Probleme haben die, für die Hundeausbildung "Arbeit" ist. Und nun schau mal bei den Mädchen, wo die Hunde alles mögliche an Gangarten kennen und können. Die können ihren Hund minutenlang kontrollieren. Und verhaut der Hund eine Übung, freuen sie sich trotzdem (mit ihm). Das sind die Sieger von morgen. Denn Leidenschaft erfordert Freude. Ohne Freude wird alles zur Besessenheit und zur Quälerei für alle Beteiligten.

PS: Wenn Du mal bei den Trickdoggern vorbeischaust, wirrst Du sehen, dass Rückwärtslaufen an sich nichts mit Zwang zu tun hat. Innerhalb von 3 Minuten ist dem Hund die Übung vermittelt :thumbup:

PPS: Empfinden Neue IPO als langweilig, gehen sie eben zu den anderen, wollen wir ja nicht, oder?
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WoWi,
Für verschiedene Alltagsbereiche (Warten beim Bäcker) oder aber für die Jagd bzw Arbeit an der Herde sind sicher einige Übungen sinnvoll und wichtig - trotzdem empfinde ich sie bei der IPO als überholt.
Mir ist ein körperlich und geistig wendiger, intelligenter und aktiv mitarbeitender Hund wichtig. Deine Argumentation zielt von meinem Verständnis her mehr auf den Typ "Befehlsempfänger im Kadavergehorsam" .
Vielleicht verstehe ich das aber auch falsch ?!
Wenn man die von Dir eingesprochenen Eigenschaften als wichtig empfindet, kann man als Rassezuchtverein bei einer Zuchtveranstaltung - zB Körung - Eigenschaften abfragen, die relevant erscheinen, aber nicht in der IPO vorkommen. Siehe Körung der Malinois oder auch den Ochsersprung beim RSV.

Reisender,
Ich stimme Dir in vielen Sachen zu.
Ich persönlich sehe auch nicht, warum IPO Sport in B keinen Spaß machen darf - und zwar Hund und Hundeführer.
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@Dumbledore und Reisender
Ich wäre dafür, in der Abt. B noch ein paar Dinge mehr einzubauen. Z.B. Slalomlaufen durch die Beine. Oder eine gleichzeitige Pirouette von Hd und HF während der Übung "rückwärtslaufenden Hund vor sich her treiben", kombiniert mit einer Seitwärtsrolle, wobei sich der HF links- und der Hund rechts herum rollen muß. Dafür könnte man das Apportieren und die Sprünge weg lassen. Purzelbaum rückwärts stelle ich mir beim Hd etwas schwer vor. Deshalb wird es sich wohl in der PO leider nicht durchsetzen.

Erst dachte ich, Ihr würdet es mit Euren Vorschlägen ernst meinen. Aber nein! Ich habe Euch durchschaut. Ihr seid Spaßvögel. Big Grin
MfG
Maik
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Hallo Maik,
im Gegensatz zu deiner Polemik meine ich es in der Tat ernst.
Slalom laufen u.ä. finde ich zum Aufwärmen ziemlich gut.... Ach sorry - warm up ist ja was für Warmduscher, nichts für echte Gebrauchshunde.
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Reisender,'index.php?page=Thread&postID=160058#post160058' schrieb:PS: Wenn Du mal bei den Trickdoggern vorbeischaust, wirrst Du sehen, dass Rückwärtslaufen an sich nichts mit Zwang zu tun hat. Innerhalb von 3 Minuten ist dem Hund die Übung vermittelt :thumbup:
wollen wir wirklich übungen die innerhalb von 3 minuten vermittelt sind oder wollen wir anspruchsvoll ausbilden? wenn ich mir so einige vorschläge hier durchlese habe ich den eindruck, vielen geht es nur darum, übungen bei denen sie probleme haben zu entschärfen oder ganz wegzulassen, z.b. hürdensprung, apportieren. wer die uo soweit verändern will daß sie dogdancing und tonnenhupsen ähnlich wird, der kann doch gleich diese sportarten ausüben.
die vorschläge von wowi finde ich dagegen wirklich brauchbar.







Dumbledore,'index.php?page=Thread&postID=160063#post160063' schrieb:Reisender,
Ich stimme Dir in vielen Sachen zu.
Ich persönlich sehe auch nicht, warum IPO Sport in B keinen Spaß machen darf - und zwar Hund und Hundeführer
wem und wessen hund ausbilden in b keinen spaß macht, der hat wahrscheinlich die falsche sportart gewählt,
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Dumbledore,'index.php?page=Thread&postID=160070#post160070' schrieb:Hallo Maik,
im Gegensatz zu deiner Polemik meine ich es in der Tat ernst.
Slalom laufen u.ä. finde ich zum Aufwärmen ziemlich gut.... Ach sorry - warm up ist ja was für Warmduscher, nichts für echte Gebrauchshunde.
wozu muß eine aufwärmübung in die po?
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[quote='Th. M.','index.php?page=Thread&postID=160071#post160071'] wenn ich mir so einige vorschläge hier durchlese habe ich den eindruck, vielen geht es nur darum, übungen bei denen sie probleme haben zu entschärfen oder ganz wegzulassen, z.b. hürdensprung, apportieren.


Ja der Eindruck kann kommen.
Aber ich denke eine zusätzliche , entschärfte Prüfungsstufe ist sehr wichtig.

Es gibt nun mal Hunde , welche aus Gesundheitsgründen nicht in den angebotenen Stufen starten können.

Dann wären da noch die Pokalkämpfe. Keiner will seinen Hund , den er gerade auf überregionale Prüfungen führt, auf solchen Veranstalltungen "verheizen" .
Wenn dieser Hund dann 8 Jahre alt ist, könnte er noch so einige Pokalkampfe laufen, aber bitte mit "Knochenschohnung"
Die Farbe beißt nicht
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@ britta
es gibt da ja auch noch die bgh 1-3.
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