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Erklärung??
#71
genau so sieht es aus
mfg
baldur kranz
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#72
nickel,'index.php?page=Thread&postID=155293#post155293' schrieb:Ich glaube, was Angelika meint ist, dass durch das immer höhere Streben nach Perfektion nur allzu oft der Hund als Individuum auf der Strecke bleibt

@angelika und nickel

ipo braucht zwingend ein genau vorgegebenes schema, weil es sonst nicht vergleichbar ist in dem worauf es beim ipo ankommt, nämlich perfektion der technischen ausführung !

wem das zu technisch ist oder zu unnatürlich für den hund kann obi, agi, ths oder mondioring machen. hier sind andere schwerpunkte gefragt die dem hund andere eigenschaften mehr abverlangen und vlt. der natur des hundes mehr entsprechen....

daß das level an perfektion immer höher gesetzt wird liegt doch daran das immer mehr hf nahezu perfekt ausbilden. um dennoch 100 von 98 unterscheiden zu können werden immer mehr feinheiten mit größerer bedeutung belegt, was zu extremeren technisierung führt !
Wenn dein Hund dein Flüstern respektiert DANN hat er verstanden !!!
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#73
angieblau,'index.php?page=Thread&postID=155283#post155283' schrieb:Diese kurze Sequenz hat mir nicht wirklich gefallen, weil der Hund erst für mich extrem links am Helfer vorbeigelaufen ist und dann ob gesehen oder nicht in irgendeiner Form eine Korrektur erhalten haben MUSS, damit er dann den Bogen auf den Helfer gemacht hat. Von sich aus selber hat der Hund das nämlich bestimmt nicht gelernt so zu Laufen. Irgendwo hier im Forum hatten wir doch mal die Diskussion mit dem "Bogen-Laufen" und wie, was, warum zum Abzug kommt.

Hallo Angelika,

wenn Du etwas nicht weißt, dann interpretiere auch nicht. Wir arbeiten alle Hunde so wie auf dem Video gesehen und alle Hunde zeigen während dieses Aufbaus einen mehr oder weniger starken bis teilweise noch ausgeprägteren Bogen. Teilweise laufen die Hunde fast bis zum Schluss parallel zum Helfer, biegen dann ein und treffen fast im 90 Grad Winkel auf den Ärmel. Bis zur Prüfung ist das mehr oder weniger wieder weg, dann sieht es deutlich runder aus.

KEIN Hund bekommt dafür Zwänge, zumindest keine, die man normalerweise als "Zwang" versteht. Der Hund wir während der Übung am Geschirr mehrfach auf die falsche Seite des Helfers gezogen, damit er diesen Leinenzug automatisiert und schon beim Starten gegen diesen Zug arbeitet. Dadurch bekommst Du diesen Linksbogen hin. Mehr steckt da nicht hinter.

Also bitte, interpretiere keine Zwänge irgendwo rein wo keine sind. Zum Rest Deines Postings: Auf OG-Ebene kannst Du das mit Deinem Helfer ja gerne so machen. Auf höherer Ebene sollte sich die Spreu vom Weizen trennen und dazu gehört auch eine selektive Helferarbeit. Wenn es Dir nicht gefällt: Okay, es zwingt Dich niemand dort zu starten.

Viele Grüße

Sören
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#74
nickel,'index.php?page=Thread&postID=155293#post155293' schrieb:Ich glaube, was Angelika meint ist, dass durch das immer höhere Streben nach Perfektion nur allzu oft der Hund als Individuum auf der Strecke bleibt.
So manches Mal kann man beobachten, dass HF ihren Hund nicht erkennen und ihm etwas abverlangen möchten, was er auf Grund von anatomischen oder nervlichen Einschränkungen her gar nicht geben kann.
Und statt nun zu sagen "Okay, der Typ Hund macht mir sichere 94 im SD" wird Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt um aus diesen 94 eben 98 zu basteln...mit dem Ergebniss, dass evtl. nur noch 88 bei rum kommen - dann aber natürlich der Hund nichts taugt und ein neuer her muss. Und das ganze beginnt von vorn.
Dazu kommt sicher auch, dass HF und LR manche Trends setzen...wie es eben anfing, dass die Hunde nun alle den Kopf im Nacken haben sollen weil nur das ein gerades Gehen und Perfektion ist...
Da bewerten das einige LR hoch oder bekannte HF machen das - und peng!! muss nun jeder Typ Hund so tippeln und nur noch so ist es passend.

Und wieder wird nicht geguckt, was man an der Leine hat, sondern man will das eben - fertig.
Die eigentliche Natur und das wirklich ererbte Gut sieht man durch diese ganzen Tricks und Techniken vielen Hunden gar nicht mehr an. Entweder sind sie Blender und dafür technisch perfekt oder der wirklich starke Hund holt dann keine 98...
Ich bevorzuge den Zweiten!
Ist sicher bei weitem nicht für das gros der Hunde geltend, aber der ein oder andere ist durch zuviel Technik sicher schon versaubeutelt worden.

Hallo NIckel,

entschuldige, aber das stimmt so nicht. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Es hat immer HF gegeben, die ihre Hunde überfordern, unabhängig von den Vorgaben, die wettkampfmäßig gegeben werden. Das ist ein Problem des Menschen und nicht der Prüfungsordnung. Egal, wie niedrig man die Anforderungen ansetzt - es gibt immer Menschen, die auch diese mit ihrem Hund nicht erfüllen können, das aber nicht sehen können/wollen oder was auch immer. Auch Modetrends hat es immer gegeben und die wird es immer geben, so lange nicht die Ausführung der einzelnen Übung minutiös vorgegeben werden. Ja und? Wenn mir persönlich die "Kopf in den Nacken"-Geschichte nicht gefällt - dann bilde ich es einfach nicht aus, wohl wissend, dass ich da vielleicht bei dem ein oder anderen Richter eben NICHT 100 Punkte bekomme. Es steht mir doch frei! Ist natürlich eine Frage der persönlichen Einstellung.

Ich sehe wohl auch das Problem, dass im SD zur Zeit manche Dinge - nach meiner ganz persönlichen Meinung - nicht so bewertet werden, wie ich es mir vorstellen würde (persönlich ziehe ich den Hund mit viel Herz dem Pflichterfüller vor), aaaaber auch damit muss man leben. Wahrscheinlich wird sich auch das irgendwann wieder ändern, wie so vieles...

LG

Bine
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#75
Bine, dass es HF gibt, die die Hunde überfordern ist klar. Das will ich damit gar nicht ausdrücken.
Meinen tue ich, dass eben heute der sichere 94er-Typ schon nichts mehr taugt und statt ihn da zu lassen wird der Hund "totgefummelt".

Beispiel UO: wieviele Hunde verbocken das Sitz?? Weil er NOCH schneller, NOCH "dominanter" (keine Ahnung, wie ein Hund "dominanter zum HF sitzen" soll...hat mal ein LR so bewertet) sitzen soll und und und.
Also wird dem Hund, der sich zügig und sicher absetzt, heute keine volle Punktzahl mehr gegeben - er muss im wahrsten Sinne des Wortes wie elektrisiert runter schnellen...
HF versucht also alles, um es der PO recht zu machen und schwupps...steht der Hund!! Stress macht das sichere Sitz zu einem unsicheren Steh.
Klar gab es das schon immer, aber die Hunde durften sich doch früher in der Ablage mal umsehen (OHNE sich zu bewegen natürlich)..heute heißt es "aufmerksamer zum HF liegen".
Sie haben beim Sitz kurz zum LR geguckt wenn dieser direkt daneben stand...na und?? Ich arbeite mit einem Individuum und bei aller Liebe..wenn plötzlich jemand neben mir auftaucht - dann sehe ich hin!!

Solche Dinge, in denen der Hund nichts mehr seiner Umwelt wahrnehmen darf, der volle aber halbherzige Griff oft besser bewertet wird wie der etwas spitze aber dafür "echte" Griff, machen meiner Meinung nach den richtig guten und starken Hunden die Karriere oftmals kaputt.
Und da hat für mich eben dieses ganze Getue um Technik nochmal eine Schippe oben drauf gelegt.

Natürlich steht es jedem frei, das zu aktzeptieren und auszubilden oder nicht, ich sehe nur die Gefahr der Überforderung der Hund heute deutlich höher!
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#76
Ich sehe das eher anders und kenne genug Sportler die lange dabei sind und selbst sagen, dass die mehr technische Arbeit mit den Hunden viel fairer für den Hund geworden ist. Und bei vielen Dingen kommt die Technik den Hunden zu gute, gerade im SD, bei den Transporten u.s.w. Ich sehe das doch selber, wärend die einen, viele "technische" Wiederholungen machen, bei denen die Übung in Einzelteile zerlegt wird, schrubben die anderen halt den Transport hin und so ist es auch bei genug anderen Dingen. Damit meine ich sicher nicht dich Nickel, aber schau doch mal wie der Großteil der Hunde läuft und arbeitet, von genau den Leuten die so gegen die "Technik" sind. Manche trauen sich ja nur noch SD Fetzen an Videos zu zeigen und selbst da sieht man was der Hund für Konflikte hat. Und was das "nicht Umsehen" betrifft, wenn das sauber gemacht wurde spannt der Hund in freudiger Erwartung zum HF und ja ich finde das ein schönes Bild und vor allem, es minimiert das Risiko für einen Folgefehler. Ich trainiere das auch, wenn auch nicht mit dem Ergebnis, das ich mir wünschen würde, trotzdem hat mein Hund da keinen Stress, ganz im Gegenteil. Und das kaputt Trainieren, klar immer wenn man einen Fehler bei anderen sieht, weiß man sofort woher das kommt, bei den eigenen Problemen, kommt dann aber sofort die Ausrede...
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#77
Sören,'index.php?page=Thread&postID=155297#post155297' schrieb:Der Hund wir während der Übung am Geschirr mehrfach auf die falsche Seite des Helfers gezogen, damit er diesen Leinenzug automatisiert und schon beim Starten gegen diesen Zug arbeitet.
sören, ..... mal davon abgesehen das die anbahnung mit oder beim jungen hund sicherlich das beste ist, ein frage zur praktischen ausführung mit einem schon erwachsenen hund. wirkt der leinenwiederstand, sofort mit dem losrennen des helfer, auf den hund oder erst wenn der hund schon in der bewegung (verfolgung) ist?
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#78
@Sören ich sehe das komplett anders wie Du. Es gibt nur 1 Prüfungsordnung und die sollte dann auf OG Ebene genauso bewertet werden wie auf Landesebene oder Bundesebene. Es geht hier nicht nur um Sport, denn immer noch ist gerade der BEREICH für die meisten ein Zuchtkriterium!!!!

Wir Leistungsleute mokieren die "Linksläufer", aber wie sind kein deut besser mit dem: Immer schneller, immer höher, immer besser Gedöns.

Schade finde ich eine Aussage wie: Dann mach doch Agi o.Ä.. Was für ein Blödsinn. Ich mache Schutzhundesport weil es mir wirklich Spaß macht! Aber genau mit solchen Aussagen wird es den IPO Sport irgendwann nicht mehr geben oder nur noch eine Elitäre Gruppe. Dann wird zurecht von den Laien "da Draußen" der Schudi bzw. die Ausbildung dahin abgelehnt.

Ja ich bin schon der Meinung, dass nicht jeder Trend auf dem Rücken der Hundeführer und deren Hunde ausgetragen werden sollte und auch Schutzdiensthelfer sich auf die Hunde die sie Hetzen einstellen und LESEN sollten!! Egal ob auf OG, LG oder Bundesebene. Das zeichnet für mich nämlich auch die Guten von der Sehrguten bis V- Hetzern (um mal bei der Bewertung im IPO-Sport zu bleiben) aus. Wenn von uns Perfektion erwartet wird, erwarte ich das auch von ALLEN die es Einfordern, sei es beim Richten, Hetzen o.Ä. Denn sonst reden wir hier mit "gespaltener" Zunge und das ist für mich persönlich Doppelmoral. Bei einem wirds nicht gezogen beim Anderen dafür schon (je nach Nase?) So wird das nichts mit fairen Hundesport und Bewertung.

Warum sollte ich als Normalo eigentlich nicht den Anspruch haben auf "Höherer Ebene" zu starten?

Zum Video: Ich habe nur die kurze Sequenz kommentiert und was ich davon halte mehr nicht. Dies war so gewünscht im Eingangstread, wenn ich mich erinnere? Auch habe ich bewusst "Technische Zwänge" in Anführungszeichen gesetzt.

Danke für Deine Erklärung Sören die habe ich gut verstanden und ich mag Deine sachliche Art und Weise. Wir sollten dabei bleiben und persönliche "Animositäten" weglassen. Ich hoffe auch Lerhelfer sind noch Lernfähig und nicht Lernresistent ...

In diesem Sinne - wie geht das mit dem Bier? lass uns anstoßen :-)

Angelika
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#79
@Bine,

man sagt mir nach das ich durchaus Ehrgeizig bin. Das stimmt auch. Wenn mein Hund das Potential hat messe ich mich sehr gerne im einem Wettbewerb -> nun Prüfungsstress brauch ich halt ab und an mal ;-) . Natürlich versuche ich als Hundeführer meine Hund schon so auszubilden, dass er eine hohe Punktzahl bekommt, dass ich aber nicht das vorrangige ZIEL. Für mich ist der Hundesport immer noch ein Hobby dem ich gerne nachgehe. Wenn ich das irgendwann nicht mehr haben sollte, dann investiere ich auch nicht mehr in Zeit und Geld etc. pp.. Wann dies so wäre habe ich in meinem 1. Posting versucht darzustellen.

Das man Technik braucht ist unbestritten, die Frage ist nur wie viel davon und wann ist der Bogen diesbezüglich überspannt.

Angelika
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#80
Detlef Berensmann,'index.php?page=Thread&postID=155307#post155307' schrieb:
Sören,'index.php?page=Thread&postID=155297#post155297' schrieb:Der Hund wir während der Übung am Geschirr mehrfach auf die falsche Seite des Helfers gezogen, damit er diesen Leinenzug automatisiert und schon beim Starten gegen diesen Zug arbeitet.
sören, ..... mal davon abgesehen das die anbahnung mit oder beim jungen hund sicherlich das beste ist, ein frage zur praktischen ausführung mit einem schon erwachsenen hund. wirkt der leinenwiederstand, sofort mit dem losrennen des helfer, auf den hund oder erst wenn der hund schon in der bewegung (verfolgung) ist?

Hallo,

im Idealfall kommt der Leinenwiderstand beim "Einknicken" des Hundes zum Helfer. Kommt also drauf an, wann der Hund einknickt... wenn er etwas erfahrener ist, dann passiert das später, bei den ersten Malen kommt der Leinenwiderstand schon früher, nach 1-2 Metern.

Das Loslaufen passiert frei, denn der Leinenhalter muss ja sehen, wie der Hund startet und ob die Richtung stimmt. Es ist hier wichtig, dass der Leinenhalter ein gutes Auge hat und ein gutes Timing. Er entscheidet sofort in der Situation, ob er einen Anbiss zulässt oder den Hund "leer macht". Weder Hundeführer oder Helfer wissen, was passiert... das entscheidet nur der Leinenhalter. Daher hat man als Helfer auch keine unbewussten Hilfen oder sowas drin... man rennt einfach los, Ärmel nach vorne, und entweder der Hund kommt an oder nicht.

Wichtig ist auch, dass der Hund konsequent auf die falsche Seite des Helfers gezogen wird. Nur so kommt der Lerneffekt zu Stande, dass sich der Hund danach anstrengt auf der linken Seite zu bleiben.

Viele Grüße

Sören
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