isa,'index.php?page=Thread&postID=153696#post153696' schrieb:... und die sagten mir das Du nicht sicher sein Kannst das wenn Du N/N x N/N Eltern hast und dann nur N /N Nachkommen hast, das die Nachkommen der Kinder wieder frei sind. Wie gesagt die müssen dann wieder getestet werden. Da das Gen wieder mutieren kann. Und dort das Problem wider entstehen kann.
Die Wahrscheinlichkeit, dass genau die selbe Mutation im SOD1-Gen ein zweites Mal auftreten sollte, halte ich für ähnlich wahrscheinlich wie dass aus der Verpaarung zweier scharz-gelber Hunde ein graugewolkter entsteht. Ich habe inzwischen Mäuse mit mutierten Genen im sechstelligen Bereich gezüchtet, und noch nie ist eine Mutation ein zweites mal aufgetreten wenn die Elterntiere das betreffende Gen nicht mehr getragen haben.
Was ich für sehr viel wahrscheinlicher halte ist dass angegebene Abstammungen nicht stimmen oder Fehler bei der Genotypisierung bzw. der Auswertung gemacht worden sind. Da können Proben verwechselt oder beim Pipettieren einer 96well-Platte mal die falsche Reihe oder das falsche Well erwischt worden sein. Auch ein technischer Defekt kann im Einzelfall zu einer falschen Auswertung führen. Mir hat unser Gerät für die Auswertung der Proben erst kürzlich den Streich gespielt die Ergebnisse einer Messreihe doppelt abzuspeichern und dafür die nachfolgende auszulassen.
Wenn immer mit entsprechenden Kontrollen gearbeitet wird, möglichst doppelt, dann fällt das bei der Auswertung der Genotypisierungen auf. Wenn nicht, dann wird auch schon mal ein falsches Genotypisierungsergebniss aus dem Labor heraus gegeben. Weswegen es wichtig ist dass nur mit wirklich kompetenten Laboren zusammen gearbeitet wird und nicht mit dem erstbesten.
Ist denn die Abstammung dieser Hunde mit mutiertem SOD1-Gen, die angeblich aus Verpaarung N/N x N/N stammten, über alle Generationen hin bis zu den nachweislich N/N-getesteten Vorfahren überprüft worden? Und wenn ja, wurden die Genotypisierungsergebnisse dieser N/N-getesteten Vorfahren mal in einem anderen Labor überprüft?
Wenn solche Fälle wirklich aufgetreten sein sollten, und das auch noch mehrfach, dann wären sie derart sensationell dass sich die Wissenschaftler eigentlich sofort hätte draufstürzen müssen.
Wobei man einen solchen Antrag, wenn er erst einmal angenommen wurde, später immer noch nachbessern kann. Für den Anfang wäre es schon einmal gut wenn homozygot und heterozygot betroffene sowie ungetestete Hunde nur mit N/N-Hunden verpaart werden dürften. Für die Zukunft würde es sich sowieso empfehlen, eng mit Wissenschaftlern zusammen zu arbeiten und deren Empfehlungen in evtl. Änderungen mit einfliessen zu lassen. Was man aber prinzipiell auch schon vor der Antragsstellung machen könnte.