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Championat -B- Besprechung den einzelnen Übungen zugeordnet
#81
Sören,'index.php?page=Thread&postID=151413#post151413' schrieb:Hallo Erwin,

der Hund hat auch in der Freifolge kein "unteres" Mangehaft sondern ein "hohes" Mangelhaft bekommen, was wohl eine Entwertung von 3,5 bis 4 Punkten bedeutet. Für mich wäre das ein "befriedigend", also eine Entwertung von 2,5 bis 3. Wir reden also über eine Differenz von bestenfalls 0,5 Punkten. Lohnt es sich wirklich darüber zu diskutieren?

Ebenfalls habe ich von einer "gleichwertigen" Arbeit gesprochen was die Bewertungen angeht. Auch ein Hund, der klare Einschränkungen in der Arbeitsfreude und dem Engagement hat, bekommt in der Freifolge von mir ein "befriedigend". Das war aus reiner "Bewertungssicht" gesprochen, was eine Bewertung nach gültiger PO angeht. Meine persönlichen Vorlieben bzw. was ich persönlich lieber sehe hat da nur eine untergeordnete Rolle zu spielen und kommt ggf. am Ende beim "Gesamteindruck" zum Tragen, wo ich eine Leistung im vertretbaren Maße auf- oder abrunde.

Aber wie schon gesagt: Arbeitsfreudig sieht anders aus als diese Freifolge.

Viele Grüße

Sören

Hallo Sören,
generell, was Deine bisherigen Statemants betrifft, stimme ich Dir zu.
Hier allerdings schießt Du ein Stück weit übers Ziel hinaus. Übrigens genau so wie der LR beim Championat.
Es macht nicht nur einen kleinen Unterschied von 0,5 bis 1 Punkt aus, ob ich eine Übung ins hohe M oder tiefstes B nehme. Das ist für HF und deren Psyche sowie für Zuschauer und deren Verständnis ein himmelweiter Unterschied!
Es ist das Gleiche wie bei einer fast perfekten Sitzübung, wo der Hund lediglich einen kleinen Seitenblick zum LR riskiert. Wenn man diesn kurzen Blick anspricht, muß man ihn auch bewerten. Dh. ich gebe ein "noch Vorzüglich", weil ich als LR von der ganzen Übung begeistert war.
Gebe ich hier ein hohes SG, macht das einen Unterschied von 0,1!!! Pkt. aus. In diesem Fall wäre ich da, wo die LR vor 30 Jahren waren, wo bei jeder kleinen Verfehlung ein kurzer (=0,5) oder ein langer Strich (=-1Pkt.) auf dem Blatt gemacht wurde. In diesem Sinne kann ich verstehen, wenn von vielen HF die heutige Verfahrensweise abgelehnt, von roboterhaften Hunden etc. gesprochen wird.
Die im Eingangsbeitrag verlinkte UO geht für mich resultatsmäßig in Ordnung. Diese Freifolge aber ins M zu setzen (egal ob höchstes oder überhöchstes), zeugt für mich von wenig Fingerspitzengefühl bzw. dem Weg in eine völlig falsche Richtung.
MfG
Maik
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#82
Hallo Maik,

ich gebe Dir ja Recht. Wenn ich da als Richter gestanden hätte, dann hätte ich da auch kein "Mangelhaft" sondern ein "befriedigend" gegeben. Daher gehe ich diese Entscheidung auch nicht mit, dennoch reden wir nur über diese geringe Differenz.

Ich empfehle, wer kann, sich diese Unterordnung einmal auf WorkingDog anzusehen. Da sieht man deutlich mehr bzw. aus einer anderen Perspektive. Da sind auch die Beschwichtigungen bzw. auch die Position und das unnatürliche Laufen deutlich klarer zu sehen.

Viele Grüße

Sören
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#83
Sören,'index.php?page=Thread&postID=151417#post151417' schrieb:ich gebe Dir ja Recht. Wenn ich da als Richter gestanden hätte, dann hätte ich da auch kein "Mangelhaft" sondern ein "befriedigend" gegeben. Daher gehe ich diese Entscheidung auch nicht mit, dennoch reden wir nur über diese geringe Differenz.
Ja, es ist eine geringe Differenz. Doch das ist in meinen Augen nicht das eigentliche Thema. Wie Woma schon angesprochen hat: es geht um Respekt vor der Leistung des HF und Hd. Dies geht m.M. nach einigen Richtern ab, insbesondere im DMC.
Ich meine damit nicht, dass man jede Arbeit hochloben muß, die es nicht verdient. Sieht man das in der PO als Disqualifikationsgrund verankerte Sportgerät, gehört dies angesprochen, der HF zusammengefaltet und evt. PO-gemäß disqualifiziert. Ich denke, Du weißt, was ich meine.
Deshalb fällt es mir schwer, dieser Bewertung etwas Gutes abzugewinnen oder sie auch noch verteidigt zu sehen nach dem Motto: halb so schlimm, ist ja nur ein halber Punkt.
MfG
Maik
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#84
moin sören
Sören,'index.php?page=Thread&postID=151417#post151417' schrieb:Ich empfehle, wer kann, sich diese Unterordnung einmal auf WorkingDog anzusehen. Da sieht man deutlich mehr bzw. aus einer anderen Perspektive. Da sind auch die Beschwichtigungen bzw. auch die Position und das unnatürliche Laufen deutlich klarer zu sehen.

genau sören aber das wesentliche das da ein Hund eine freifolge ableistet und ich meine ableistet scheinst du aber nicht zu sehen.und das kann man sehen und da kann es keinesfalls eine frage von einem halben oder ganzen punkt sein.



erwin
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#85
Hallo Erwin,

ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was Du meinst. Was siehst Du in dieser Arbeit, was mir offensichtlich ja verschlossen bleibt? Kläre mich hier mal bitte auf.

Ich hatte bereits mehrfach beschrieben, dass diese Freifolge für mich im "befriedigend" anzusiedeln ist und ich ein "mangelhaft" für unangebracht halte. Ich kann auch gerne begründen, warum ich das so sehe.

Nehmen wir mal die Bewertungsmatrix von Edgar Scherkl als Anhaltspunkt. Diese wurde ja nun ebenfalls im Fachausschuss vorgestellt und als Anhalt für die Bewertungen jedem ans Herz gelegt. Darin heißt es:
1. Übungserfüllung: 70%
2. Korrektheit: 19%
3. Trieb, Ausstrahlung und Arbeitsfreude: 11%

Punkt 1 ist also "Pflicht", Punkt 2 und 3 sind "Kür". Pflichterfüllung heißt also "befriedigend", wer ins "Gut" oder höher möchte, muss mehr als Pflichterfüllung zeigen.

Schauen wir uns mal die besagte Freifolge an:
1. Der Hund kommt mit, bekommt keine massiven Hilfen und keine Doppelhörzeichen => Pflicht erfüllt, 70% der Punkte sind erreicht
2. Der Hund bedrängt während der gesamten Arbeit, ist zu weit vor, sollte in den Wendungen etwas geschlossener arbeiten => Unkorrektheit während der gesamten Arbeit, keine zusätzliche Bewertung
3. Der Hund beschwichtigt, läuft sehr "eingekoffert" mit angeklappten Ohren und mit wenig Ausdruck, arbeitet nicht "offen" mit dem Hundeführer zusammen, zeigt aber in allen Phasen gute Aktion => keine zusätzliche Bewertung bzw. maximal 5% aufgrund des Triebverhaltens... das ist Ermessenspielraum

Ich komme also auf 70 bis 75% Übungserfüllung, also ein "befriedigend".

Das meinte ich auch mit dem Hund, der z. B. temperamentlos arbeitet. Auch er erfüllt die Übung, hat dann nur die Defizite in anderen Bereichen, kommt aber ebenfalls auf die 70-75%.

Wo siehst Du denn die Übung, also in welchem Prädikat würdest Du die ansiedeln? Und was übersehe ich hier in Deinen Augen?

Viele Grüße

Sören
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#86
Womit ich so langsam immer mehr ein Problem bekomme, ist die Bewertung "Mangelhaft" - das errinnert mich so an meine Schulzeit: Mangelhaft war ne 5, und damit durchgefallen bzw. fast schon durchgefallen. Leider gibt es aber im Hundesport kein "ausreichend", was doch für "Mittelmass" das richtige wäre.
Wenn in einer 10 Punkt Übung gerade mal 3 Punkte (bzw. 3,5 Punkte) entwertet werden und das schon ein Mangelhaft ist dann hört sich das so an wie "Nicht bestanden".
Wir hatten aber damals in der Schule für ausreichend die 50%-Quote und hier im Sport sind wir mit 70% im "Mangelhaft" - irgendwie hängt mir diese Schul-Erinnerung immer noch nach, wenn man versteht was ich meine...
Motivieren tut das nicht...

vG
Anja
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#87
... das ist allerdings generell in allen prüfungsstufen so: 69% der punkte = durchgefallen.

ich verstehe ehrlich gestanden nicht, warum dies hier in diesem thread ein thema ist.
das ist seit jahrzehnten so und bisher habe ich nie darüber beschwerden gehört ...

lusna
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#88
Wenn man die Bewertungsmassstäbe verändert und mehr differenzieren will, sollte man auch darüber nachdenken, die Bandbreite zu erweitern.

Das ist es doch was man am Ende erreichen will.

Dann könnte man sich auch die unterschiedliche Richtweise auf OG, LG und BSP sparen und generell vergleichbar bewerten.
>50% ist bestanden. Damit weiß dann auch jeder wo er steht.
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#89
Big Ben,'index.php?page=Thread&postID=151455#post151455' schrieb:Wenn man die Bewertungsmassstäbe verändert und mehr differenzieren will, sollte man auch darüber nachdenken, die Bandbreite zu erweitern.

Das ist es doch was man am Ende erreichen will.

Dann könnte man sich auch die unterschiedliche Richtweise auf OG, LG und BSP sparen und generell vergleichbar bewerten.
>50% ist bestanden. Damit weiß dann auch jeder wo er steht.
Genauso sehe ich das auch..... :dafuer:
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#90
... also ich denke, das weiss man aktuell bei der 70% regelung auch.

ich hab das gefühl hier wird sich daran festgebissen, daß es psychologisch nicht vertretbar ist, daß ein richter einem hundeführer sagt, daß die gezeigte vorführung in einem aspekt seiner meinung nach mangelhaft ist.

sicherlich ist das bitter. aber die katastrophe, die eine veränderung des gesamtsystems notwendig macht, kann ich daran nun wirklich nicht erkennen.

lg lusna
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