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Dominanztraining
Hallo Detlef,

witzig, dass Du diese alte Diskussion nochmal hervorgekramt hast. Ich hatte neulich noch daran gedacht....

Ich habe mir viele der alten Beiträge (u. a. auch meine) in dieser Diskussion nochmal durchgelesen und finde das spannend, wie viel sich in 2 Jahren verändert hat. Ich habe mich mittlerweile weiter entwickelt und mache viele Dinge heute schon wieder völlig anders als damals, natürlich aber auf demselben Fundament.

Die Arbeit auf dem Video zeigt das Ergebnis in vielen Punkten schon sehr deutlich (obwohl ich vieles in meiner Arbeit so gar nicht mache wie dort gezeigt): Ein junger, sehr selbstsicherer Hund, der seine Aufmerksamkeit klar in Richtung Helfer lenkt und sichtbar Spass an der Auseinandersetzung mit ihm hat.

Das war eine spannende Diskussion damals... und heute ist es spannend zu lesen, wie viel sich in 2 Jahren wieder ändern kann.

Viele Grüße

Sören
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Hallo Sören, das macht einen natürlich neugierig und ich hoffe das wir uns zu gegebenen Zeitpunkt mal über neue Erkenntnisse unterhalten können.

Ich denke unter dem Strich wird ein Training immer irgendwie auf den jeweiligen Hund und auch Hundeführer angepasst werden, und das unter Berücksichtigung der Fähigkeiten des Trainers und der Zielsetzung des Teams.

Meine Zielsetzung im Moment ist es vor allem das Training in seiner praktischen Umsetzung sehr einfach zu halten, sowohl für den Hund als auch für den Hundeführer.
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@Detlef

Hast du schon mal einen über Beute aufgebauten Hund (2Jahre) umgestellt?

LG Alina
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hallo alina, ich habe es versucht, war meiner meinung nach nicht mehr möglich, der hund war zu sehr auf die beute fixiert. ich denke das ganze system muß von anfang an auf den hund wirken um die vorteile zu erhalten. das sind aber nur meine erfahrungen und die ergeben sich ja 1) aus den hunden mit denen ich zu tun habe und 2) aus meinen möglichkeiten die ja ungenügend sein können um die entsprechenden ergebnisse zu erzielen.
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Diese Erfahrung machen wir auch gerade und ich hatte die Hoffnung, dass es doch noch einen Weg gibt. Der Kerl bellt im Zelt (zwar dicht und druckvoll) den Ärmel an und alle Maßnahmen ihn auf den Helfer zu fixieren sind bis jetzt gescheitert. Man muss ja auch vorsichtig vorgehen, damit das Bellen nicht schlechter wird und man sich dort irgendeine größere Baustelle auftut. Unser Ansatz war das Beutestreitig machen, dabei bellt er auch den Helfer an, aber nur solange, bis der den Ärmel/ Kissen wieder berührt. Bei einem anderen sehr rechts liegenden Hund hat das gut funktioniert, dieser hat aus Frust dann ein sehr aggressiv wirkendes Bellen gezeigt. Beim jetztigen Kandidaten tut sich da aber nichts.
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moin

generell sollte das auch mit einem 2jährigen beutefixiertem Hund noch möglich sein.bei den Diensthunden geht es meinen Infos nach.

wenn es dir aber nur darum geht das der Hund am versteck helferbezogener bellt, baut euch nee sperre vors versteck,bestätigt mit vorher nicht sichtbarem beuteobjeckt am anfang bellen dann blickkontackt.eine von sicherlich vielen Möglichkeiten die da zur verfügung stehen.man muß den Hund auch nicht auf links drehen.
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moin Detlef

ich habe mehr Reaktion auf dein Video erwartet.schade eigentlich.

von alf ,uwe und all den anderen leider nichts.sören hat da wohl ein anderes Video gesehen als ich.

mein erster eindruck ein Hund der in den nichtbeißphase recht selbstbewußt auftritt sehe ich auch so.jedoch im anbiß sieht man klar

in was für einen Bereich der Hund wirklich zu hause ist.aus meiner sicht das was ihr unter wehrvehalten versteht-

im anbiß etwas gehämmt und im griff belastet,schütteln.

da ich jetzt den Hund nicht kenne ist es natürlich möglich das du da mit diesem viel erreicht hast.

jetzt stellen sich mir ein paar fragen:

wehrverhalten, wollte doch keiner.

für die Hunde völlig belastungsfrei,wo kommt Wehrbereich her.

ist das für jeden hundetyp geeignet.

und ist es das Ergebnis das ich mir vorgestellt habe und das wichtigste taugt das als Fundament für abt.C.



da ich jetzt einen Hund kenne der ähnlich gearbeitet wurde und mir der aufbau gefallen hat insbesondere verhalten beim ablassen das schnelle lernen der bell und stellübungen und nicht zuletzt die gute händelbarkeit im schutzdient hatte ich mich entschloßen den gleichen weg zu gehen.

aufgebaut hat Julia mir die Hündin.ca.12einheiten und 2 einheiten anstellen auf blick und abstellen wenn kein blickkontakt.da sie dann 6wochen nicht zur verfügung stand habe ich mich enschloßen das verbellen anzufangen.

das ist die zweite Einheit .die erste hat nur am zeltversteck stattgefunden.den stachel hat sie das erste mal drauf.

zeil ist es die Hündin am versteck und vor dem helfer zu positionieren.





Henny vom Wietzestrand 11monate alt





http://www.myvideo.de/watch/9131046/henny
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hallo erwin, ein paar kleine anmerkungen von mir.

erwin,'index.php?page=Thread&postID=147097#post147097' schrieb:jedoch im anbiß sieht man klar in was für einen Bereich der Hund wirklich zu hause ist. aus meiner sicht das was ihr unter wehrvehalten versteht, im anbiß etwas gehämmt und im griff belastet, schütteln.
natürlich kann man die verhaltensweisen über die uns bekannten verschiedenen triebbereiche erklären. beutetrieb, wehrtrieb oder aktives meideverhalten, immer wieder benutzen wir diese begriffe weil sie uns eine form von klarheit vermitteln über das was da passiert und evt. erklären warum das so ist. das gibt einem das gefühl der sicherheit, ein zweifeln bleibt aus, man hat alles unter kontrolle. ob das auch stimmt was wir denken, steht aber auf einem anderen blatt.

das für mich beste an dieser ganzen diskussion hier war die erkenntnis, die aktivitäten des hundes nicht mehr nur an hand von triebbereichen zu beurteilen, sondern viel mehr den hund nach seinem motiv (motivation) einzuordnen, also was will er erreichen? der stehende helfer soll vertieben werden, der flüchtende helfer soll daran gehindert werden und der angriff eines helfers soll über das beißen abgewehrt werden.

verhaltensweisen werden sich durch das training aber auch durch den natürlichen reifeprozess verändern. bei einem 14 monate altem hund wird man immer sagen können, der sollte beständiger bellen, ruhiger greifen, nicht so zögerlich anbeißen usw usw. darum trainiert man ja, um diese in der po geforderten verhaltensweisen zu optimieren. warten wir also mal ab wie sich der hund in dem video von mir mit 2 jahren darstellt, ich dokumentiere das ja regelmäßig.

zu deinen fragen!

erwin,'index.php?page=Thread&postID=147097#post147097' schrieb:jetzt stellen sich mir ein paar fragen:
1) wehrverhalten, wollte doch keiner?
2) für die Hunde völlig belastungsfrei, wo kommt Wehrbereich her?
3) ist das für jeden hundetyp geeignet?
4) ist es das Ergebnis das ich mir vorgestellt habe und das wichtigste taugt das als Fundament für abt.C?
ich kann dir die fragen leider nicht wirklich beantworten, ich weiß es nicht. ich bin mir aber darüber im klaren das sich ein training auch immer ein stück weit nach der zielsetzung richtet. mein ehrgeiz reicht im moment nicht aus mir über irgendwelche meisterschaften gedanken zu machen. mein plan ist es einfach durch ein anderes, als für mich übliches training, entwicklungen und fortschritte zu erzielen. mal sehen was dabei raus kommt, im moment bin ich aus verschiedenen gründen sehr zufrieden, und zum glück spielt der hundeführer mit!! (ganz wichtig)

zu deiner Hündin:

habe mir natürlich das video ein paar mal angesehen, die hündin gefällt mir sehr gut, das training ist so wie ich selber viel, oft und gerne gearbeitet habe. die inhaltliche ausrichtung scheint mir aber sehr unterschiedlich zu sein zu dem was ich im moment favorisiere.

beispiel: das bellen wird der hündin als technisches verhalten gelernt, sie wird vor dem helfer positioniert und bellt für eine beute, was ja völlig ok ist. der unterschied ist im motiv der hunde zu finden. wärend deine hündin für die beute (belohnung) bellt, will der rüde im video von mir über sein verhalten den helfer vertreiben. wärend deine hündin vor dem helfer am stachel und loser leine steht, hat der rüde im video von mir ein geschirr drauf und eine permanente leinen spannung. ich will also gar kein technisches verhalten sondern vielmehr ein emotionales und wütendes. das lernen von verhalten beendet auch immer ein wenig die triebliche entwicklung, deswegen warte ich noch eine weile damit das offensive dem hund zu nehmen.

ich bestätige den hund auch nicht für das bellen, nicht im dem kontext wie es bei der session von deiner hündin zu sehen ist, unter dem motto, machste kriegste. das bellen führt bei mir dazu das der helfer verschwindet, oder das er angreift, was dann mit einer abwehr reaktion, dem beißen quittiert wird. das sind nur zwei kleine beispiele die sehr schön zeigen wie unterschiedlich die trainingsinhalte sein können. das eine ist nicht besser oder schlechter als das andere, hunde sind künstler wenn es darum geht sich anzupassen, am ende machen sie alle das was wir eigentlich von ihnen wollen.

an dieser stelle noch mal ein kleines video von dem nun schon 15 monate alten rüden. es zeigt das training aus einer anderen perspektive und verdeutlicht ein wenig das was ich im moment favorisiere. der hund steht am anfang unter impulskontrolle. es gibt nun mal regeln die von anfang an eingehalten werden müssen. obwohl der hund den helfer schon sieht wartet er auf ein HZ "voran" vom hundeführer. der helfer nimmt die konfrontation an und nähert sich dem hund, eine beute hat er nicht dabei, der hund antwortet mit wut (aggression) und signalisiert dem helfer damit das er sich lieber vom acker machen sollte. der hundeführer läßt den hund nun langsam vorwärts kommen, der helfer hält gegen bis zu dem moment an dem die distanz zum hund so klein ist das er lieber aufgibt und sich langsam verzieht. in dem moment der aufgabe des helfers legt sich der hund sofort hin, er weiß das er diese schlacht gewonnen hat, bleibt aber wachsam und in lauerstellung. der helfer erscheint erneut, hund ist zum platzen gespannt, wartet aber erneut auf die freigabe vom hundeführer. ich will hier gar keinen hund der blöde trieb macht nur weil der helfer zu sehen ist. wieder gibt es eine auseinandersetzung zwischen helfer und hund, nur diesesmal ist der helfer mutiger, er läßt sich nicht vertreiben sondern greift an. beim angriff steht die beute ruhig vor dem körper, es gibt keinen beutereiz, bedrohlich und mit ausdruck (bilde ich mir jedenfalls ein) geht der helfer frontal auf den hund der ohne zu zögern den angriff mit einem beißen abwehrt. ich habe diesen moment noch mal am ende in schwarz weiß und zeitlupe eingefügt.

das ist das tolle am hundesport, die vielen facetten und das man immer irgendwie interessante leute kennen lernt.

http://www.youtube.com/watch?v=X-12ZdfXsXk
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Was mir sofort auf dem Video aufgefallen ist, ist dass der Helfer nicht in Schutzkleidung erscheint. Das würde ich grundsätzlich nicht machen, da der Hund unter Umständen außerhalb des Platzes falsch reagieren könnte! Der Hund sollte schon unterscheiden was Helfer, Hunde-Platz und der normale Alltag ist. Es sei denn ich bilde den Hund für spezielle Aufgaben aus!

Gruß Fred
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bellamona,'index.php?page=Thread&postID=147114#post147114' schrieb:Der Hund sollte schon unterscheiden was Helfer, Hunde-Platz und der normale Alltag ist.
das kann der hund sehr gut, ... scheint mir eher ein problem von dem einen oder anderen menschen zu sein.
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